Asymmetrie

Asymmetrie ist umgangssprachlich das Gegenteil von Symmetrie. Von Asymmetrie wird nur dann gesprochen, wenn es in dem jeweiligen Bereich auch symmetrische Formen gibt.

In der Medizin wird von Asymmetrie gesprochen, wenn sich paarig angelegte Teile des Körpers wie Augen, Ohren oder Gliedmaßen nach Form, Größe oder Lage deutlich voneinander unterscheiden beziehungsweise wenn Körperseiten verglichen nach den an der Medianebene gespiegelten Hälften erheblich verschieden sind.
Zwar zählt der Mensch zu den Bilateria oder Zweiseitentieren, doch ist sein Körper nicht seitengleich aufgebaut. Ersichtlich zeigen dies unpaare innere Organe wie das Herz, die nicht in der Mitte, sondern auf einer Seite liegen (Lateralisation). Die typische Links-Rechts-Asymmetrie ihrer Lage wird in der Embryogenese festgelegt und vermittelt durch Signalproteine (z. B. Nodal). Dabei führt die ontogenetische Entwicklung sehr selten zu abweichenden Lagen von Organen oder Transpositionen von Gefäßen (Heterotaxie), unter Umständen mit spiegelverkehrtem Lagebild (Situs inversus); äußerst selten ist ein Entwicklungsverlauf ohne Symmetriebruch (Isomerismus).
Die paarigen Gebilde werden bilateral symmetrisch angelegt. Jedoch werden die meisten, genauer betrachtet, im Weiteren nicht streng symmetrisch ausgebildet, sondern zeigen in der Regel Seitenunterschiede. So sind nicht nur die beiden Ohrmuscheln etwas unterschiedlicher Gestalt und ihre Abstände vom Kopf durchschnittlich um 2 mm verschieden. Auch das Gesicht zeigt charakteristischerweise eine von der rechten verschiedene linke Hälfte. Ebenfalls sind zumeist weder die Arme noch die Beine jeweils genau gleich lang. Ebenso sind sie nicht gleich stark, wie denn bei bestimmten Bewegungsmustern eine Seite bevorzugt wird. Ähnlich verhält es sich mit Anteilen des Gehirns, die anatomisch seitenverschieden sein können und in manchen Regionen auch nach funktionaler Präferenz lateralisiert sind.
Von einer Symmetrie im Körperbau kann daher nur mit gewissen Beschränkungen die Rede sein und in Bezug auf ein abstraktes Modell wie einen Bauplan. Für den gesamten Körper ist sie nicht einmal in Ausnahmefällen gegeben.
In der Mathematik wird eine Relation, die nicht die Bedingung für Symmetrie erfüllt, nicht symmetrische Relation genannt, und eine solche, wenn sie darüber hinaus die Bedingungen für Asymmetrie erfüllt, als asymmetrische Relation bezeichnet.
Davon abzugrenzen ist der Begriff der Antisymmetrie; auch eine antisymmetrische Relation kann nicht symmetrisch sein.
In der Mechanik bringt Asymmetrie oft Nachteile mit sich, zum Beispiel bei ungleicher Belastung durch äußere Kräfte. Im Bauwesen trachtet man ebenfalls oft, unsymmetrische Bauweisen zu vermeiden. Beispielsweise sind die Wirkungen von Erdbeben, aber auch von Windkräften an symmetrischen Hochhäusern etwas geringer, und besonders wichtig ist diese Eigenschaft beim Bau von Fundamenten.
Für manche Anwendungen wird aber Asymmetrie absichtlich hergestellt, wie beim mechanischen Exzenter, bei gewissen Anwendungen des Hebelgesetzes oder beim Abblendlicht von PKW-Scheinwerfern.
Im Jargon der Nachrichtentechnik wird die unsymmetrische Signalübertragung oft kurz nur als „asymmetrisch“ oder „unsymmetrisch“ bezeichnet. Beispielsweise ist mit asymmetrischem Kabel ein Kabel für unsymmetrische Signalübertragung gemeint. Der Begriff „asymmetrisch“ ist in diesem Zusammenhang irreführend, da bereits eine geringe Abweichung zur perfekten Symmetrie (Geometrie) als „Asymmetrie“ bezeichnet wird. In der Nachrichtentechnik ist jedoch eine unsymmetrische Signalübertragung gemeint, bei der eine Wechselspannung übertragen wird, die auf ein Massepotential bezogen ist. Auch eine in der Symmetrie gestörte symmetrische Signalübertragung kann als asymmetrisch bezeichnet werden, wobei ein wesentlicher Unterschied zur unsymmetrischen Signalübertragung besteht.
In der Kryptographie werden Verschlüsselungssysteme, bei denen beide Seiten, Sender und Empfänger, den gleichen Schlüssel benötigen, als symmetrisch bezeichnet. Im Gegensatz dazu stehen Verschlüsselungssysteme, bei denen die beiden Seiten jeweils unterschiedliche Schlüssel verwenden, die asymmetrischen Kryptosysteme.
In der Chemie spricht man bei chiralen (optisch aktiven) Molekülen von asymmetrischen Zentren (besser: stereogenen Zentren), vor allem bei Kohlenstoff-Verbindungen. In sogenannten Chiralitätszentren besitzt beispielsweise ein Kohlenstoffatom vier unterschiedliche Substituenten. Man kann mit Hilfe der Fischer-Regeln oder dem CIP-System derartigen organischen Molekülen eindeutige Namen zuweisen, die die räumliche (dreidimensionale) Struktur eindeutig beschreiben.
Auch in der Kunst ist Asymmetrie oft ansprechender als spiegelartige Ähnlichkeit. So wirkt ein Gemälde oder Foto oft flach, wenn das Hauptmotiv genau in der Mitte platziert ist. Auch eine Diagonale im Vordergrund belebt fast jede Grafik, wie oft an Linol- oder Holzschnitten zu bemerken ist.
Sogar beim Bühnenbild oder in der Musik ist mehr Aufmerksamkeit oder Spannung zu erreichen, wenn die Struktur nicht genau spiegelsymmetrisch ist.
Das Ziel des privaten oder gewerblichen Verkaufes ist es entweder Gewinn zu erzielen oder drohende Verluste zu vermeiden. Hierzu wird in der Kommunikation mit dem potentiellen Abnehmer vor allem Asymmetrische Information mit Hilfe der Verkaufspsychologie angestrebt. Der Abnehmer soll nur scheinbar die Wahl haben, am besten zwischen den vom Anbieter gebotenen Alternativen. Gegenstand asymmetrischer Informationsdarstellung sind regelmäßig die Werbung, das Verkaufsgespräch und die Vertragsverhandlung.
In der Kommunikation ist eine asymmetrische Kommunikation dann gegeben, wenn die Gesprächsbeteiligten nicht gleichberechtigt sind. Beispiel: Interessenkonflikt zwischen einem Vorgesetzten und einer nachgeordneten Mitarbeiterin.
Vergleiche: Paul Watzlawick | Kybernetik
Auch in der Sprachwissenschaft wird viel über die asymmetrische Natur der sprachlichen Zeichen diskutiert. Vgl. dazu S.I.Karcevskij, Du dualisme assymétrique du signe linguistique, in : Znakolog 6-7 (1994/95), Trier 1996, 19-26 (aus dem Französischen von Heinrich Pfandl unter dem Titel: Vom asymmetrischen Dualismus des sprachlichen Zeichens)
Generell ist für viele Themen in der Kunst oder in der Gestaltung von Fassaden, Auslagen, Gärten und so weiter nicht eine symmetrische Raumaufteilung am besten, sondern eine, die dem Goldenen Schnitt nahekommt (etwa 5:8). Manchmal trifft dies auch in den Naturwissenschaften oder der Soziologie zu.

Liste der Kulturgüter in Wiedlisbach

Die Liste der Kulturgüter in Wiedlisbach enthält alle Objekte in der Gemeinde Wiedlisbach im Kanton Bern, die gemäss der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten, dem Bundesgesetz vom 6. Oktober 1966 über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten sowie der Verordnung vom 17. Oktober 1984 über den Schutz der Kulturgüter bei bewaffneten Konflikten unter Schutz stehen.
Objekte der Kategorie A sind im Gemeindegebiet nicht ausgewiesen, Objekte der Kategorie B sind vollständig in der Liste enthalten, Objekte der Kategorie C fehlen zurzeit (Stand: 30. Oktober 2009).

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:
Der Inhalt der Tabelle ist absteigend nach der Kulturgüterkategorie und innerhalb dieser alphabetisch sortiert.
Aarwangen | Attiswil * | Auswil * | Bannwil * | Berken * | Bettenhausen * | Bleienbach * | Busswil bei Melchnau * | Eriswil * | Farnern * | Gondiswil | Graben * | Heimenhausen * | Herzogenbuchsee | Huttwil * | Inkwil * | Langenthal | Lotzwil | Madiswil | Melchnau | Niederbipp | Niederönz * | Oberbipp | Obersteckholz * | Ochlenberg * | Oeschenbach * | Reisiswil * | Roggwil | Rohrbach * | Rohrbachgraben * | Rumisberg * | Rütschelen * | Schwarzhäusern * | Seeberg | Thörigen * | Thunstetten | Ursenbach | Walliswil bei Niederbipp * | Walliswil bei Wangen * | Walterswil | Wangen an der Aare | Wangenried * | Wiedlisbach | Wolfisberg * | Wynau | Wyssachen *
* diese Gemeinden besitzen keine Objekte der Kategorien A oder B, können aber (z. Zt. nicht dokumentierte) C-Objekte besitzen

Maksim Eftimow

Maksim Eftimow (bulgarisch Максим Евтимов; * 28. Mai 1995 in Sofia) ist ein bulgarischer Eishockeyspieler, der seit 2013 bei den Ice Devils Sofia in der zweiten bulgarischen Liga unter Vertrag steht.

Maksim Eftimow begann seine Karriere als Eishockeyspieler in der Nachwuchsabteilung von Akademika Sofia. 2008 ging er zum HK ZSKA Sofia, mit dessen U16-Mannschaft er 2010 den bulgarischen Meistertitel errang. Nach diesem Erfolg wechselte er zum HC Benátky nad Jizerou, für den er zunächst mit der U16- und dann mit der U18-Mannschaft in der zweithöchsten tschechischen Spielklasse der jeweiligen Altersstufe antrat. 2012/13 stand er beim BK Mladá Boleslav in der höchsten tschechischen U18-Liga auf dem Eis. Anschließend kehrte er in seine Geburtsstadt Sofia zurück, wo er seither bei den Ice Devils in der zweiten bulgarischen Liga spielt.
Im Juniorenbereich spielte Eftimow für Bulgarien in der Division III der U-18-Weltmeisterschaften 2011, 2012 und 2013, als er nicht nur als Mannschaftskapitän der Bulgaren fungierte, sondern auch als bester Spieler seiner Mannschaft ausgezeichnet wurde, sowie der U-20-Weltmeisterschaften 2012, 2013 und 2014.
Mit der bulgarischen Herren-Nationalmannschaft nahm Eftimow an den Weltmeisterschaften der Division II 2013 und der Division III 2014 teil.

Margrit Lichtinghagen

Margrit Lichtinghagen (* 1954) ist eine deutsche Juristin im Dienst der nordrhein-westfälischen Justiz. Sie erfuhr durch die medienwirksame Verhaftung Klaus Zumwinkels, damals Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post, große öffentliche Aufmerksamkeit.
Margrit Lichtinghagen ermittelte seit 1993 als Staatsanwältin in Wirtschafts-Strafsachen für die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Bochum, einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Steuerstrafsachen. Am 14. Februar 2008 geriet sie schlagartig ins Licht der Öffentlichkeit, als sie mit dem Chef der Deutschen Post AG, Klaus Zumwinkel, einen der einflussreichsten deutschen Manager vor laufenden Kameras festnahm. Wer die Presse von der Festnahme vorab informierte, ist ungeklärt.
Zumwinkel war prominentester Beklagter im Rahmen der Liechtensteiner Steueraffäre. Aufgrund des beispiellosen Medienechos soll an eine Verfilmung mit Veronica Ferres in der Rolle Lichtinghagens gedacht worden sein.
Ein behördeninterner Konflikt gipfelte am 9. Dezember 2008, fünf Wochen nach Anklageerhebung und sechs Wochen vor Prozessbeginn gegen Zumwinkel, im Entzug des Verfahrens und Plan zur Versetzung in die Jugendabteilung durch ihre Vorgesetzten. Die Entmachtung sorgte für öffentliche Empörung und beschäftigte in einer Fragestunde den Landtag. Daraufhin drohte das Justizministerium Nordrhein-Westfalen der Bochumer Behörde mit Lichtinghagens Versetzung – unter Mitnahme ihrer Verfahren – zur Staatsanwaltschaft Köln. Auf eigenen Wunsch wechselte sie schließlich zum 1. Januar 2009 zum Amtsgericht Essen und wurde dort als Richterin in allgemeinen Erwachsenen-Strafsachen tätig.
Gegen Margrit Lichtinghagen wurden verschiedene Vorwürfe erhoben und in der Folge durch die Generalstaatsanwaltschaft förmlich überprüft. Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass die Vorwürfe weder strafrechtlich noch disziplinarrechtlich aufrechterhalten werden können.

Loreto-Kirche Gutenberg an der Raabklamm

Die römisch-katholische Loreto-Kirche Gutenberg an der Raabklamm ist eine Messkapelle der Pfarrkirche Gutenberg an der Raabklamm und liegt in erhöhter Lage an der Straße zum Gollersattel im Ort Gutenberg an der Raabklamm in der Gemeinde Gutenberg-Stenzengreith in der Steiermark. Das Kirchengebäude steht unter 99082!Denkmalschutz.

Die Loretokirche wurde im Jahre 1691 von Sigmund Stubenberg als Wehrkirche erbaut.
Die Kirche wird von einem rechteckigen Hof umgeben, welcher mit einem Mauerwerk mit Schlüssellochscharten gebildet wird. In den vier abgeschrägten Ecken der Hofummauerung kragen vier Initienkapellen nach außen aus, welche vom Innenhof her jeweils ein Portal haben, mit Schindeln gedeckt sind, und mit geschindelten Zwiebeltürmchen abschließen. Die Anlage liegt auf einer Geländerundung, so dass der offene Hauptzugang im nordwestlichen Mauerwerk und ein gedeckter Abgang zum östlichen Friedhof im südöstlichen Mauerwerk über Treppen erfolgt. Rechts der Hauptzugangstreppe ist ein Kriegerdenkmal. Im untersten östlichen Bereich des Friedhofes ist ein Grabstättenbereich der Adelsfamilie Stubenberg mit einer schindelgedeckten Nischenkapelle. Die Gruft im Untergeschoss der östlichen Initienkapelle wurde von den Stubenbergs im Jahre 1944 aufgelassen und dient heute als Abstellraum des Friedhofes.
Die Loretokirche ist ein Rechteckbau mit Stichkappengewölbe mit einem Dachreiter, welcher im Jahre 1892 aufgesetzt wurde. Kirche wie Initienkapellen sind an der Fassade mit Pilastern und durchgehenden Gesimsen gegliedert.
Der Altar mit Rocailleverzierung und gemalten Szenen des freudenreichen Rosenkranzes trägt einen silbernen Tabernakel und Leuchterengel und ist aus dem 3. Viertel des 18. Jahrhunderts. Dahinter ist eine Loretomadonna aus 1700. Es gibt drei Skulpturen um 1500. Die Glocke ist aus 1747.
47.21183333333315.558666666667Koordinaten: 47° 12′ 43″ N, 15° 33′ 31″ O

Daniel Gooch

Sir Daniel Gooch, 1. Baronet (* 24. August 1816 in Bedlington, Northumberland; † 15. Oktober 1889 möglicherweise in Clewer Park, Windsor) war von 1837 bis 1864 Erster Chefingenieur der Great Western Railway und von 1865 bis 1889 deren Vorsitzender sowie britischer Parlamentsabgeordneter.
Geboren als Sohn eines Eisengießers übte er das Maschinenbauhandwerk in verschiedenen Gesellschaften aus, einschließlich einer Periode in Robert Stephensons Werkstatt. Im Alter von nur 21 Jahren wurde er von Isambard Kingdom Brunel bei der Great Western Railway eingestellt. Seine erste Zeit dort verbrachte er damit, die von Brunel beschaffte Sammlung unterschiedlicher Breitspur- Dampflokomotiven betriebsfähig zu halten. Ausgehend von der bewährten, von Stephenson gelieferten GWR-Klasse Star entwarf und baute er 1840 die GWR-Klasse Firefly, eine 1A1-Schnellzuglokomotive. In Vergleichsfahrten zeigte sich die dieser Serie zugehörige Ixion größerer Geschwindigkeiten fähig als ihre Normalspur-Wettbewerber. 1843 führte Gooch zudem eine neue, nach ihm benannte Lokomotivsteuerung ein.
Ab 1840 war Gooch auch verantwortlich für die Swindon Railway Works und 1846 für den Entwurf der ersten dort komplett gebauten Lokomotive, den Prototyp GREAT WESTERN der GWR-Klasse Iron Duke, eine 2A1-Maschine, die eine Geschwindigkeit von 70 mph (112 km/h) erreichte.
1865 zurückberufen zur Great Western als deren Vorsitzender, rettete Gooch die Gesellschaft vor dem Bankrott und widmete sein Augenmerk speziell dem Bau des Severn Tunnel. Das englische Breitspur-Bahnsystem erfuhr erst nach Goochs Tod seinen Niedergang. Gooch war 1865/66 auch an der erfolgreichen Verlegung des ersten Transatlantikkabels mit der Great Eastern beteiligt und wurde Chefingenieur und später Vorsitzender der Telegraph Construction Company.
Gooch heiratete 1838 Margaret Tanner und nach deren Tod 1868 im Jahre 1870 Emily Burder; die ihrerseits 1901 starb. Goochs Brüder John Viret Gooch, Thomas Longridge Gooch und William Frederick Gooch waren ebenfalls Eisenbahningenieure. Gooch war von 1865 bis 1885 Abgeordneter der Conservative Party im House of Commons für Cricklade und wurde 1866 in Anerkennung seiner Verdienste bei der Übersee-Kabelverlegung zum Baronet ernannt. Ab 1859 lebte er in Clewer Park in Windsor.

Pomaré I.

Tunuieaite atua i Tarahoi (* 1743 in Pare; † 3. September 1803 in Arue), genannt Tu oder auch Vairatoa, wurde als Pomaré I. zum ersten König der Pomaré-Dynastie auf Tahiti zwischen 1788 und 1791.

Er war zweiter Sohn des „ari’i rahi“ (König oder Haupt-Chef) Tunuieaite atua i Pare, genannt Teu (1720–1802) und seiner ersten Frau Tetupaia i Raiatea und wurde nach dessen Tod am 23. November 1802 Nachfolger als „ari’i rahi“ der nördlichen Bezirke Arue und Pare auf Tahiti. Er heiratete in zweiter Ehe Tetuanui reia i te rai, (1744 bis 16. Januar 1814), Tochter des Teihotu i Ahurai, der aus der Papara-Familie stammte, und seiner Frau Vavea Tetuanui reiaite Raiatea.
Als der Engländer Samuel Wallis als erster Europäer am 21. Juni 1767 mit der Dolphin in die Matavai-Bucht im Bezirk Haapape, dem nördlichsten Punkt der Insel Tahiti, einlief und mit seinen großen Kanonen zu feuern begann, sah er sich von etlichen Kriegs-Kanus der Eingeborenen umgeben, die an die zweitausend Mann an Bord hatten. Viele Krieger waren noch an der Küste und stiegen in Boote. An diesem Tag begann eine Schlacht, die bis zum 26. Juni andauern sollte und in der Niederlage der Eingeborenen und einer allmählichen Freundschaft gegenüber den eingedrungenen Seefahrern endete.
Zu der Zeit war Vairatoa´s Onkel Tevahitua i Patea, genannt Amo, der mit Purea (Oberea) verheiratet war, „ari’i rahi“ in Papara, dem wohl wichtigsten Familien-Clan der Insel, da er das Recht hatte, den heiligen Gurt mit den gelben Federn, den „Maro-tee“, zu tragen, oder vielmehr sein Sohn Teriirere, da Amo seine Macht nur als Vormund ausübte, da es Brauch war, dass der älteste Sohn des „ari’i rahi“ gleich nach seiner Geburt das Oberhaupt der Familie wurde.
Im Dezember 1768 kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen über die Vorherrschaft der Clans der nördlichen Bezirke. Anschließend wurde beschlossen, dass Amo als Regent ganz zurücktreten musste; die Nachfolge seines Sohnes Teriirere wurde seinen Cousin Tunuieaite atua übertragen, und Amos jüngster Bruder Teihotu wurde Regent.
Am 13. April 1769, etwa zwei Jahre nach dem Besuch von Wallis, lief Captain James Cook mit der Endeavour in die Matavai-Bucht ein. Er hatte den Auftrag der britischen Royal Society, in einem international angelegten Großprojekt den Venustransit vom 3. Juni 1769 zu beobachten, und errichtete dazu eine Sternwarte am heutigen sogenannten „Point Venus“. Die Insel nannte er „Otaheite“ und den „ari’i rahi“ in Arue und Pare Tu-nui-ea-i-te atua kurz „Otoo“.
Am 17. August 1773 kehrte James Cook nach Tahiti zurück. In seiner Begleitung befanden sich auch die beiden naturwissenschaftlich gebildeten Deutschen Johann Reinhold Forster und Georg Forster. Die Berichte der Entdecker bestimmten für lange Zeit das Bild der Europäer von der Südsee.
Als im Jahre 1788 Leutnant William Bligh von der britischen Regierung beauftragt wurde, mit der Bounty Ableger der eigenartigen Brotfrucht aus Tahiti zu besorgen, um ihre Brauchbarkeit in den verschiedenen tropischen Kolonien von Großbritannien zu erforschen, fand er einen durch Machtkämpfe mit den Clans der Nachbarinsel Eimeo (Moorea) und den Bezirken Paea und Hitiaa, stark geschwächten Tu vor.
Drei Wochen nachdem Bligh am 4. April 1788 von der Insel gesegelt war, kam es zur berühmten Meuterei auf der Bounty. Im Anschluss kamen sechzehn der Meuterer am 22. September zurück nach Tahiti, um einen 30-Fuß-Schoner zu bauen. Die Arbeit dauerte vom 12. November 1789 bis zum 5. August 1790. Mit ihrer Hilfe und ihren Waffen, den Musketen, verhalfen sie ihrem Freund und Schutzpatron Tu zu alter Macht und Stärke und sogar weit darüber hinaus, sodass er den „Maro tee“ und den „Maro ura“, den Gurt verziert mit roten Federn, in seinem Marae von Tarahoe in Arue als Symbol seiner Herrschaft tragen konnte.
Als Vairatoa am 3. September 1803 starb, hatten er und sein Sohn Tunuieaite atua die Oberhand über den nördlichen Teil der Insel erlangt.
Pomaré I. wurde eine Briefmarke von Französisch-Polynesien gewidmet.

Gerippte Astarte

Gerippte Astarte (Astarte elliptica)
Die Gerippte Astarte (Astarte elliptica), auch Elliptische Astarte genannt, ist eine Muschel-Art aus der Familie der Astarten (Astartidae).

Die gleichklappigen Gehäuse sind im Umriss rundlich bis breit-elliptisch mit einem maximalen Durchmesser von drei Zentimetern. Die Höhe beträgt 70 % der Breit. Der Wirbel liegt vor der Mitte und ist oft korrodiert. Der hintere Gehäuserand ist etwas abgestumpft, der vordere Gehäuserand ist gerundet. Der Dorsalrand ist vor dem Wirbel leicht konkav, hinter dem Wirbel leicht konvex gebogen. Die herzförmige Lunula ist deutlich eingedrückt mit deutlichen, etwas erhabenen Säumen. Die Area lanzettförmig. Der vordere und der hintere Schließmuskeleindruck sind nahezu gleich groß. Die Mantellinie ist nicht gebuchtet.
Das Schloss der rechten Klappe weist zwei Kardinalzähne, von denen der vordere Zahn sehr breit und tief gefurcht ist; er sieht damit fast aus wie zwei Zähne. Der hintere Zahn der rechten Klappe ist dagegen recht schmal. Über dem hinteren Schließmuskel befinden sich eine seitliche und deutliche Grube und ein Flansch, über dem vorderen Schließmuskel ein seitlichen Rücken. Die linke Klappe hat drei Kardinalzähne, von denen der hintere Zahl klein und undeutlich ist. Über dem hinteren Schließmuskel befindet sich ein seitlicher Flansch, über dem vorderen Schließmuskel eine seitliche Grube.
Die Oberfläche weist 20 bis 30 sehr kräftige konzentrische, stumpfe Rippen auf. Rippen und Rippenzwischenräume sind zudem mit feinen Anwachsstreifen bedeckt. Die Höhe und Breite der Rippen nimmt zum Gehäuserand hin ab. Das Periostracum ist gelbbraun, dunkelbraun, rotbraun bis fast schwarz, die Schale selber weiß. Der Innenrand ist glatt
Das Verbreitungsgebiet der Art reicht von der Arktis entlang des östlichen Atlantiks bis zu den nördlichen Küsten der Britischen Inseln. Sie kommt selten auch in der Irischen See, dem Kanal, die südliche Nordsee und die westliche Ostsee. Im westlichen Atlantik reicht das Verbreitungsgebiet von Grönland bis zu den Neuengland-Staaten. Sie lebt auf Geröll und Sandböden vom Flachwasser (ca. zwei Meter) bis in nahezu 2.500 Meter Wassertiefe.
Die Tiere leben flach eingegraben oder auch nur halb eingegraben im Sediment. Die Wassertemperatur darf 17° nicht überschreiten.
Das Taxon wurde 1827 von Thomas als Crassina elliptica wissenschaftlich beschrieben. Die Art wird heute zur Gattung Astarte gestellt.

Arbeitnehmererfindung

Eine Arbeitnehmererfindung (Diensterfindung) ist eine patentfähige oder gebrauchsmusterfähige Erfindung, die ein Arbeitnehmer im Rahmen seiner Dienstpflicht gemacht hat. Nach dem Arbeitnehmererfindungsgesetz hat der Arbeitgeber grundsätzlich Anspruch auf die Rechte an der Diensterfindung, der Arbeitnehmer dagegen lediglich einen ausgleichenden Anspruch auf Vergütung. Im Gesetz ist auch die Behandlung von solchen schöpferischen Leistungen von Arbeitnehmern geregelt, die nicht durch ein Patent oder ein Gebrauchsmuster schützbar oder anderweitig schutzrechtsfähig sind, aber die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens verbessern („technische Verbesserungsvorschläge“).
Die gesetzliche Regulierung von Arbeitnehmererfindungen ist notwendig, da hier zwei Interessen kollidieren, nämlich das Arbeitsrecht, nach dem das Ergebnis der Arbeit des Arbeitnehmers dem Arbeitgeber zusteht, und das Recht des geistigen Eigentums, welches entsprechend dem so genannten „Erfinderprinzip“ die Rechte an einer Erfindung beim Erfinder ansiedelt.
International existieren in den meisten Industriestaaten vergleichbare Gesetze, welche die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern und Arbeitgebern regeln, mit teils ähnlichen (Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden), teils aber völlig abweichenden Ergebnissen.

Das Arbeitnehmererfindungsgesetz (ArbnErfG) schafft einen Interessensausgleich zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer, der im Rahmen seiner Tätigkeit eine Erfindung im Sinne des Patentgesetzes getätigt hat.
Arbeitnehmer im Sinne des Arbeitnehmererfindungsgesetzes sind Arbeitnehmer im privaten und im öffentlichen Dienst, sowie Beamte und Soldaten (§ 1 ArbnErfG)
Nach § 6 PatG steht dem Erfinder ein Recht auf das Patent zu. Bei Erfindungen von Arbeitnehmern besteht ein Konflikt zwischen diesem originären Erfinderrecht des Arbeitnehmers einerseits und dem Anspruch des Arbeitgebers auf das Arbeitsergebnis andererseits. Ein Interessensausgleich wird dadurch geschaffen, dass der Arbeitgeber grundsätzlich einen Anspruch auf die Diensterfindung hat, der Arbeitnehmer zum Ausgleich aber einen Vergütungsanspruch erwirbt.
Dies gilt jedoch nur für so genannte Diensterfindungen. Das sind Erfindungen, die während der Dauer des Arbeitsverhältnisses gemacht wurden und aus der dem Arbeitnehmer im Betrieb obliegenden Tätigkeit entstanden sind oder maßgeblich auf Erfahrungen oder Arbeiten des Betriebes beruhen. Damit wird dem Anteil des Arbeitgebers an der Erfindung Rechnung getragen. Die übrigen Erfindungen sind so genannte freie Erfindungen.
Will der Arbeitgeber eine Offenbarung der Erfindung vermeiden, da er beispielsweise Betriebsgeheimnisse nicht preisgeben will, so kann er eine Diensterfindung auch als Betriebsgeheimnis behandeln. Der Arbeitgeber verzichtet dann auf eine Patent- oder Gebrauchsmusteranmeldung, jedoch erwirbt der Erfinder ebenfalls einen Vergütungsanspruch.
Öffentliche Hochschulen überlassen die Patentanmeldung und wirtschaftliche Verwertung der Arbeitnehmererfindungen oft regionalen Patentverwertungsstellen, da sie selbst meist nicht über die dazu erforderlichen spezialisierten Ressourcen verfügen. Die Patentverwertungsstellen werden in vielen Fällen von den Bundesländern subventioniert, teils mit einer Vollförderung von 100 Prozent, da sie eine Kostendeckung nicht erreichen. Aufgrund einer solchen Förderung besteht oft nur ein geringer Anreiz, die aufgekauften Patente konsequent zu verwerten, wodurch die Erfinder nur geringe Vergütungen erhalten. Diese Probleme in der Patentverwertung wurden jedoch in Deutschland bisher noch nicht systematisch evaluiert.
1936 begründete das deutsche Patentgesetz erstmals die primäre Eigentumrechtszuordnung einer Erfindung an den Erfinder. Der Rechtsübergang vom angestellten Erfinder an den Arbeitgeber war nicht geregelt.
1942 trat die sogenannte Göring-Speer-Verordnung in Kraft, mit der Erfindungen von Arbeitnehmern insbesondere für die Rüstung „tatkräftig gefördert, ausgewertet und geschützt“ werden sollten.
1957 wurde auf Basis der Göring-Speer-Verordnung das deutsche Gesetz über Arbeitnehmererfindungen (ArbNErfG) in Kraft gesetzt.
Am 1. Oktober 2009 trat das Patentmodernisierungsgesetz in Kraft, welches insbesondere das Arbeitnehmererfindungsgesetz betrifft.
Der Arbeitnehmer muss die Diensterfindung dem Arbeitgeber unverzüglich, gesondert und in Textform melden. In der Erfindermeldung muss der Arbeitnehmer die technische Aufgabe, ihre Lösung und das Zustandekommen der Diensterfindung beschreiben. Die Erfindungsmeldung ist als solche kenntlich zu machen. Die Verletzung der Meldepflicht kann einen Schadensersatzanspruch des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer begründen und arbeitsrechtliche Konsequenzen bis hin zur Kündigung des Arbeitnehmers haben. Gemäß dem vor dem 1. Oktober 2009 geltenden Recht war für Erfindungsmeldung die Schriftform erforderlich, das heißt eigenhändige Unterschrift. Seit dem 1. Oktober 2009 ist lediglich die Textform erforderlich. Die Erfindungsmeldung kann daher nun ohne Unterschrift an den Arbeitgeber beispielsweise durch Telefax oder E-Mail übermittelt werden. Bei mehreren Erfindern empfiehlt sich eine gemeinschaftliche Erfindungsmeldung.
Der Arbeitgeber muss den Eingang der Erfindungsmeldung unverzüglich und in Textform bestätigen. Er kann die Erfindungsmeldung innerhalb von zwei Monaten beanstanden, falls diese unvollständig ist. Die Beanstandungserklärung unterliegt keinen Formvorschriften und kann somit auch mündlich erfolgen. Mit Ablauf von zwei Monaten gilt die Erfindungsmeldung als ordnungsgemäß.
Wenn der Arbeitgeber die gemeldete Erfindung nicht innerhalb von vier Monaten nach Eingang der ordnungsgemäßen Erfindungsmeldung freigibt, gilt die Diensterfindung als in Anspruch genommen. Die Freigabeerklärung hat in Textform zu erfolgen und kann daher ebenfalls durch Telefax oder E-Mail übermittelt werden. Erfolgt keine Freigabeerklärung innerhalb von vier Monaten, gehen alle Rechte an der Diensterfindung von dem Arbeitnehmer auf den Arbeitgeber über. Dies steht im Gegensatz zu der Regelung, die vor dem 1. Oktober 2009 gültig war, wonach die Erfindung frei wurde, wenn innerhalb von vier Monaten keine Inanspruchnahme durch den Arbeitgeber erfolgte. Durch die nun geltende Regelung wird sichergestellt, dass der Arbeitgeber seine Rechte an einer Erfindung nicht verliert, weil er eine rechtzeitige Inanspruchnahme versäumt, wie es in der Vergangenheit vor allem in kleinen und mittelständischen Unternehmen oft der Fall war. Die Möglichkeit der beschränkten Inanspruchnahme ist seit dem 1. Oktober 2009 entfallen.
Der Arbeitgeber muss eine gemeldete Diensterfindung (grundsätzlich unabhängig davon, ob er sie in Anspruch nimmt oder nicht) entweder im Inland als Patent anmelden oder sie unverzüglich freigeben. Diese Verpflichtung zur Anmeldung besteht auch dann, wenn nach Meinung des Arbeitgebers im Gegensatz zur Meinung des Arbeitnehmers die Erfindung nicht schutzfähig ist. Die Anmeldepflicht entfällt nur dann, wenn die Erfindung von dem Arbeitgeber freigegeben wurde, der eindeutige Wille des Arbeitnehmers zu erkennen ist, von einer Schutzrechtsanmeldung abzusehen, oder die Voraussetzungen einer betriebsgeheimen Erfindung vorliegen. Ausnahmsweise kann der Arbeitgeber eine Erfindung auch als Gebrauchsmuster anmelden, wenn dies zweckdienlicher erscheint. Der Arbeitgeber hat auch das Recht, die Erfindung im Ausland anzumelden. Vor Ablauf des Prioritätsjahres muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer mitteilen, ob und in welchem Land er die Erfindung anmeldet, und dem Erfinder die Anmeldung für diejenigen Länder freigeben, in welchen er keine Anmeldung tätigen will. Der Arbeitgeber muss den Erfinder stets über den Verlauf der Anmeldung informieren und kann die Erfindung nur mit Einverständnis des Erfinders aufgeben. In der Regel muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer dann jedoch die Möglichkeit geben, die Anmeldung selbst zu übernehmen.
Freie Erfindungen muss der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber unverzüglich und in Textform mitteilen. Der Arbeitnehmer kann seit dem 1. Oktober 2009 Telefax oder E-Mail zur Übermittlung der Mitteilung verwenden. Die Mitteilungspflicht entfällt nur dann, wenn die Erfindung offensichtlich im Arbeitsbereich des Arbeitgebers nicht verwendbar ist. Im Zweifelsfall sollte eine Meldung der Erfindung durch den Arbeitnehmer immer erfolgen, um Schadensersatzansprüche des Arbeitgebers und arbeitsrechtliche Konsequenzen auszuschließen. Die Mitteilung muss detaillierte Information über die Erfindung und ihre Entstehung enthalten, so dass der Arbeitgeber deren Einstufung als freie Erfindung bzw. Diensterfindung zuverlässig beurteilen kann. Aus der Mitteilung muss ebenfalls hervorgehen, dass der Arbeitnehmer die Erfindung als freie Arbeitnehmererfindung ansieht. Der Arbeitgeber kann innerhalb einer Frist von drei Monaten bestreiten, dass es sich bei der Erfindung um eine freie Erfindung handelt. Wenn die freie Erfindung in den Arbeitsbereich des Betriebes fällt, muss der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber eine nichtausschließliche Benutzung zu angemessenen Bedingungen anbieten, bevor er die Erfindung während der Dauer des Arbeitsverhältnisses anderweitig verwertet.
Bis zum 30. September 2009 galt, dass innerhalb von 4 Monaten ab dem Zeitpunkt des Eingangs der Erfindungsmeldung der Arbeitgeber die Rechte an der Erfindung an sich ziehen kann. Dies erfolgte durch die so genannte Inanspruchnahme (§ 6, § 7 ArbnErfG), die eine einseitige, zustellungsbedürftige Willenserklärung des Arbeitgebers darstellt und schriftlich erfolgen muss. Die fristgerechte Erklärung der Inanspruchnahme war zur Wahrung der Rechte des Arbeitgebers wichtig, da andernfalls später ein eventueller Verlust des (ohne Inanspruchnahme angemeldeten) entsprechenden Patents oder Gebrauchsmusters an den Arbeitnehmer drohen konnte.
Durch das Gesetz zur Vereinfachung und Modernisierung des Patentrechtes, welches am 1. Oktober 2009 in Kraft trat, gilt die Inanspruchnahme als erklärt, wenn der Arbeitgeber die Erfindung nicht bis zum Ablauf von vier Monaten nach Eingang der Erfindungsmeldung freigibt.
Als Ausgleich dafür, dass der Arbeitnehmer durch die Inanspruchnahme des Arbeitgebers die Rechte an seiner Erfindung verliert, entsteht mit der Inanspruchnahme der Vergütungsanspruch des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber (§ 9 ArbnErfG). Der Arbeitgeber ist nach der Erfindungsmeldung zur unverzüglichen Schutzrechtsanmeldung (Patent oder Gebrauchsmuster) verpflichtet.
Vor dem 1. Oktober 2009 konnte der Arbeitgeber die Erfindung auch nur beschränkt in Anspruch nehmen, wodurch er nur ein nichtausschließliches Benutzungsrecht an der Erfindung erwarb. Für dieses hatte der Arbeitnehmer jedoch ebenfalls einen Vergütungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber, jedoch nur, wenn dieser die Erfindung benutzt, da der Arbeitgeber keine sonstigen Vorteile (z. B. durch Sperrwirkung oder Vorratswirkung) genießt. In der Praxis war die beschränkte Inanspruchnahme aufgrund der Vergütungsproblematik jedoch nur selten anzutreffen.
Durch das Gesetz zur Vereinfachung und Modernisierung des Patentrechtes, welches am 1. Oktober 2009 in Kraft trat, ist die beschränkte Inanspruchnahme weggefallen.
Der Vergütungsanspruch richtet sich nach den vom Bundesminister für Arbeit erlassenen ArbNEG-Richtlinien, Text unten unter Weblinks.
Die Rechte und Pflichten von Dienstnehmern und Dienstgebern in Zusammenhang mit Erfindungen sind in den §§ 6 – 19 des österreichischen Patentgesetzes (PatG) geregelt.
§ 7Vorlage:§/Wartung/RIS-Suche PatG definiert die Bedingungen, damit eine Diensterfindung vorliegt. Es muß eine diesbezügliche schriftliche Vereinbarung zwischen Dienstnehmer und Dienstgeber oder ein Kollektivvertrag darüber vorliegen, die Erfindung muß in das Arbeitsgebiet des Unternehmens fallen, in dem der Dienstnehmer tätig, ist und zumindest eine der drei weiteren Voraussetzungen muß ebenfalls erfüllt sein: a) die Tätigkeit, die zu der Erfindung geführt hat, muß zu den dienstlichen Obliegenheiten des Dienstnehmers gehören, oder b) der Dienstnehmer muß die Anregung zu der Erfindung durch seine Tätigkeit im Unternehmen erhalten haben, oder c) das Zustandekommen der Erfindung muß durch die Benützung der Erfahrungen oder der Hilfsmittel des Unternehmens wesentlich erleichtert worden sein.
Wenn eine Diensterfindung vorliegt, hat der Dienstnehmer sie unverzüglich dem Dienstgeber zu melden, dieser hat gemäß § 12Vorlage:§/Wartung/RIS-Suche PatG das Recht, sie innerhalb von 4 Monaten mit einer einseitigen Erklärung in Anspruch zu nehmen (die Frist von 4 Monaten wird durch manche Kollektivverträge auf 3 Monate verkürzt). Wenn der Dienstgeber die Frist versäumt wird die Erfindung frei und der Dienstnehmer kann darüber nach Belieben verfügen.
Als Gegenleistung für die Überlassung einer Erfindung hat der Dienstnehmer das Recht auf eine angemessene Vergütung, sofern er nicht ausdrücklich zur Erfindertätigkeit angestellt und entsprechend entlohnt wird (§ 8Vorlage:§/Wartung/RIS-Suche PatG).
Die Höhe der Vergütung bestimmt sich nach § 9Vorlage:§/Wartung/RIS-Suche PatG nach dem Nutzen, den das Unternehmen aus der Erfindung zieht. Dieser Nutzen kann mit der vom Obersten Gerichtshof (OGH) bevorzugten Methode der Lizenzanalogie, durch Bestimmung des innerbetrieblichen Nutzens oder durch Schätzung ermittelt werden.
Der Anteil der Erfahrungen, Hilfsmittel und Vorarbeiten des Unternehmens reduziert die Höhe der Vergütung.
In der Praxis bestimmen Österreichische Gerichte die Angemessenheit der Vergütung oftmals anhand vergleichbarer Fälle in Deutschland, insbesondere werden die Entscheidungen der deutschen Schiedsstelle nach dem Gesetz über Arbeitnehmererfindungen berücksichtigt.
Ein besonderer Schutz des Dienstnehmers wird durch § 17Vorlage:§/Wartung/RIS-Suche PatG erzielt, wonach die Rechte des Dienstnehmers durch Vereinbarung weder aufgehoben noch beschränkt werden können.
§ 19Vorlage:§/Wartung/RIS-Suche PatG legt fest, dass die Ansprüche von Dienstnehmer und Dienstgeber innerhalb von 3 Jahren verjähren. § 20Vorlage:§/Wartung/RIS-Suche PatG definiert den Anspruch des Erfinders auch als solcher öffentlich genannt zu werden.

Ist ja irre – Alarm im Gruselschloß

Ist ja irre – Alarm im Gruselschloß ist der zwölfte Film aus der Reihe der Carry-on…-Filme.

Etwas liegt gewaltig im Argen im viktorianischen England. Ein Monster stiehlt Jungfrauen, die anschließend zu Schaufensterpuppen verarbeitet und an Geschäfte verkauft werden. Doch wer steckt hinter diesem ungeheuren Verbrechen?
Detective Sergeant Bung und Constable Slobotham haben eine neue Spur, als Alberts Verlobte Doris Mann entführt wird und ein großer, seltsamer Finger zurückbleibt. Die Spur führt zu Dr. Watt und dessen Schwester Valeria. Noch verrückter wird die Situation, als auf einmal ein zweites Monster, das aus dem gefundenen Finger geschaffen wurde, auftaucht.
Ist ja irre – Alarm im Gruselschloß parodiert diverse Grusel- und Horrorfilme, unter anderem Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Frankenstein, Dracula, Das Geheimnis des Wachsfigurenkabinetts, Der Golem, Phantom der Oper und Der Wolfsmensch. Als Rahmen dient eine Ermittlung im Stile von Sherlock Holmes und Dr. Watson. Vor allem in England ist dieser Film außerordentlich beliebt und gilt als Klassiker des britischen Films.
Die Besetzung ist in diesem Teil der Serie nahezu identisch mit der des Films Ist ja irre – In der Wüste fließt kein Wasser. In beiden wird Sidney James durch einen anderen Star ersetzt. Anders als Phil Silvers spielt Harry H. Corbett durchaus einen ansprechenden Part.
Der Film ist der letzte der Reihe, der von der Firma Anglo-Amalgamated Productions produziert wurde, danach wurden alle Filme bei The Rank Organisation produziert.
Das Auto, das Bung im Film fährt, ist ein Brushmobile aus dem Jahr 1904. Insgesamt wurden nur sechs von ihnen hergestellt. Immer wenn das Auto im Film benutzt wurde, erklingt die Titelmelodie der Fernsehserie Z-Cars (1962).
Das Toilettenhäuschen von Dan Dann befand sich am Südeingang der Pinewood Studios. Bei dem Gruselschloss von Dr. Watt handelt es sich um Fulmer Grange. Dieses Haus befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Pinewood Studios.
Carry on Sergeant | Carry on Nurse | Carry on Teacher | Carry on Constable | Carry on Regardless | Carry on Cruising | Carry on Cabby | Carry on Jack | Carry on Spying | Carry on Cleo | Carry on Cowboy | Carry on Screaming | Carry on … Don’t Lose Your Head | Carry on … Follow That Camel | Carry on Doctor | Carry on … Up the Khyber | Carry on again Doctor | Carry on Camping | Carry on Up The Jungle | Carry on Loving | Carry on Henry | Carry on at Your Convenience | Carry on Abroad | Carry on Matron | Carry on Girls | Carry on Dick | Carry on Behind | Carry on England | Carry on Emmanuelle | Carry on Columbus
Beinahe-Carry-ons: Die liebestolle Familie | Unser Torpedo kommt zurück | Skandal in der Wigmore Hall | Die eiserne Jungfrau | Krankenschwester auf Rädern | Schütze dieses Haus