Krarup Sogn

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Krarup Sogn ist eine Kirchspielsgemeinde (dän.: Sogn) auf der Insel Fyn (dt.: Fünen) im südlichen Dänemark. Bis 1970 gehörte sie zur Harde Sallinge Herred im damaligen Svendborg Amt, danach zur Ringe Kommune im Fyns Amt, die im Zuge der Kommunalreform zum 1. Januar 2007 in der Faaborg-Midtfyn Kommune in der Region Syddanmark aufgegangen ist.
Im Kirchspiel leben 598 Einwohner, davon 212 im Kirchdorf (Stand: 1. Januar 2015). Im Kirchspiel liegt die Kirche „Krarup Kirke“.
Nachbargemeinden sind im Südwesten Vester Åby Sogn, im Westen Brahetrolleborg Sogn, im Norden Espe Sogn und Herringe Sogn und im Osten Kværndrup Sogn, ferner in der südöstlich benachbarten Svendborg Kommune Stenstrup Sogn und Hundstrup Sogn.
Allested | Avernakø | Brahetrolleborg | Diernæs | Espe | Fåborg | Gestelev | Gislev | Heden | Hellerup | Herringe | Hillerslev | Horne | Håstrup | Krarup | Kværndrup | Lyø | Nørre Broby | Nørre Lyndelse | Nørre Søby | Ringe | Rolfsted | Ryslinge | Sandholts Lyndelse | Svanninge | Søllinge | Sønder Broby | Sønder Højrup | Sønder Nærå | Vantinge | Vejle | Vester Hæsinge | Vester Åby | Årslev | Åstrup | Øster Hæsinge

Alexander Hollerbach

Alexander Hollerbach (* 23. Januar 1931 in Gaggenau in Baden) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler mit den Schwerpunkten Staatskirchenrecht und Rechtsphilosophie.

Hollerbach studierte nach seinem Abitur am Altsprachlichen Gymnasium in Rastatt Rechtswissenschaften an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Heidelberg und Bonn. Sein erstes juristisches Staatsexamen legte er in Freiburg i. Br. ab. Im Jahr 1957 promovierte er bei Erik Wolf mit einer Arbeit betitelt „Der Rechtsgedanke bei Schelling. Quellenstudien zu seiner Rechts- und Staatsphilosophie“. Aufgrund seiner von Konrad Hesse betreuten Habilitationsschrift über „Verträge zwischen Staat und Kirche in der Bundesrepublik Deutschland“ wurde Hollerbach im Jahr 1964 die akademische Lehrbefugnis für die Fächer Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht und Kirchenrecht verliehen. Im Jahr 1966 wurde Hollerbach Ordinarius für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der damals noch Wirtschaftshochschule genannten Universität Mannheim, wo er sich besonders Fragen der Reform von Universität und universitärer Lehre widmete. Als Nachfolger von Erik Wolf kehrte er schon im Jahr 1969 nach Freiburg i. Br. an das von diesem gegründete Seminar für Rechtsphilosophie und evangelisches Kirchenrecht zurück. Das Seminar wurde allerdings, ökumenischer Offenheit entsprechend, in „Seminar für Rechtsphilosophie und Kirchenrecht“ umbenannt.
Hollerbach ist Träger des Päpstlichen Gregoriusordens. Er wurde im Jahre 1978 zum ordentlichen Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften berufen. Er moderierte in den Jahren 1984 bis 1998 die Essener Gespräche zum Thema Staat und Kirche. Bei Hollerbach haben Dutzende von Wissenschaftlern promoviert, darunter auch der Heidelberger Rechtsprofessor Armin von Bogdandy.
Zu seinem 70. Geburtstag widmeten ihm seine akademischen Schüler Joachim Bohnert, Christof Gramm, Urs Kindhäuser, Joachim Lege, Alfred Rinken und Gerhard Robbers eine Festschrift mit dem Titel „Verfassung – Philosophie – Kirche“.
Am 25. November 2009 verlieh ihm die Theologische Fakultät der Universität Freiburg die Ehrendoktorwürde. 2011 erhielt er das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und den Ehrenring der Görres-Gesellschaft.

Hans-Joachim Uthke

Hans-Joachim Uthke (* 23. Mai 1941 in Malbork ([ˈmalbɔrk], deutsch: Marienburg), Westpreußen) ist ein deutscher Grafiker.

Hans-Joachim Uthke wuchs in Norddeutschland auf und studierte an der Famous Artist’s School bei Ben Nicholson. Er nahm Zeichnenunterricht bei Klaus Spitzer in Düsseldorf und studierte Radierung bei Jan Boomers in Solingen, Lithografie bei Vladimír Suchánek in Prag und Alugrafie bei Hans Liess in Haan.
Uthke ist als Zeichner und Illustrator tätig und schafft Radierungen und Lithografien. Er schreibt und illustriert Aphorismen. Hans-Joachim Uthke lebt seit 1970 in Hilden im Kreis Mettmann. Sein Atelier ist in Haan.
Hans-Joachim Uthke ist Mitglied in folgenden Vereinen und Verbänden: „Unser Hilden“, Bergischer Künstlerbund, Slowenischer Kulturverein Maribor (Hilden) und Europa-Union Deutschland (Stadtverband Haan).
Als Gastkünstler lebte er 1987 bis 1990 am North Cheshire College, Warrington (UK), Workshop „Radierung – Radiertechniken“ und 1994 bis 2004 in der internationalen Künstlerkolonie „Poaart“, Slowenien.
Hans-Joachim Uthke greift aphoristische Gedanken auf und setzt sie mit Ironie und einer Prise Mutterwitz in Zeichnungen und Radierungen um. In seinen Federzeichnungen stellt er alltägliche Impressionen, literarische Einflüsse, humorvolle Feuilletons und Gedankensplittern als Karikatur dar.
Fünf Kunstpreise und drei Auszeichnungen für sein künstlerisches Engagement.
Seit 1982 stellt Hans-Joachim Uthke in über 340 Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland, davon in 165 Einzelausstellungen aus. Die meisten Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen fanden in der näheren Umgebung seines Schaffens im Kreis Mettmann, in der Region um Düsseldorf und in den bergischen Großstädten Wuppertal, Solingen und Remscheid statt.
Durch seine internationalen Kontakte hat Hans-Joachim Uthke im Ausland sowohl Einzelausstellungen präsentiert als sich auch an vielen Gemeinschaftsausstellungen beteiligt in: Frankreich (Ville d’ Eu (1994, 2005, 2007)); Italien (Bruneck (1991, 1993, 1996, 1998), Triest (1996, 1997, 2001), Trient (1996, 2000), Zenso di Cassola (2000)); Luxemburg (Dippach (2001)); Österreich (Klagenfurt am Wörthersee (2004), Velden am Wörther See (2006)); Slowenien (Ljubljana (1994, 1997, 2001), Maribor (1994, 1995, 1996, 1997, 2000, 2001, 2004, 2005, 2006, 2012), Radlje ob Dravi (2006), Rogaška Slatina (1996, 2001, 2004), Seinica (2001)); Tschechien (Nové Město nad Metují (1991, 2012, 2014)); England (Manchester, Warrington (1987, 1988)); Polen (Breslau (2014), Dobrodzień (2006, 2009, 2010, 2013), Lubliniec (2011, 2012)); Japan (Kyoto (1997)); USA (Chicago, (1988)).
Die meisten Einzelausstellungen sind Themenausstellungen. Themen seiner Einzelausstellungen waren: „Kinder-Radierungen“ (1985); „Der kleine Prinz“ (1987, 1988, 2008); „Umwelt“ (1987, 1990, 1992, 1993); „Zweiheit“ (1987); „Blätter“ (1989); „Impressionen Kornbrennerei Vogelsang“ (1989); „Aphorismen“ (1991, 1992, 2002, 2007); „Blüten und sonstiges Unkraut“ (1995); „Heine“ (1997, 2006); „Impressionen Japanreise“ (1998); „Carneval in Venedig“ (2001); „Künstlerfreundschaften“ (2002); „25 Jahre Druckgraphik“ (2003); „Durch-Sicht“ (2004); „Jazz“ (2004); „Geld, Geld und nochmals Geld“ (2005, 2006, 2007); „Aphorismen von Lec“ (2006); „Meditation Knjiznico“ (2006); Hilden „Querschnitt“ (2006); „Sezierte Medizin“ (2007, 2008); „Tiefer hängen, für Rollstuhlfahrer“ (2007); „Wilhelm Busch“ (2007, 2008); „Deutschland – ein Wintermärchen“ (2008); „Recht und Unrecht“ (2008); „Sezierte Medizin“ (2008); „Zeit“ (2008); „Die Sprache der Dinge“ (2009); „Neues aus der Röntgenologie“ (2009); „Querschnitt“ (2009); „Tierisch menschlich“ (2009); „Auf die Schippe genommen“ (2010); „Druckgraphik“ (2010); „Gelebt, geliebt, geraucht, gesoffen“ (2010); „Die Pillendreher“ (2011); „Retrospektive“ (2011); „Aphorismen im Rahmen der Weltkulturhauptstadt“ (2012); „Ehe – wem Ehe gebührt“ (2012); „Heute schon gehupt?“ (2012); „Der Tod, der Gläubiger, der Regen kommen immer ungelegen“ (2013); „Edith Stein“ (2013, 2014); „Kunst Intensiv“ (2013); „Plusminus 50“ (2013); „Vorsicht ätzend“ (2014);“Jazz-Improvisationen“ (2015).
Seine Werke sind vertreten in öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland.

Mercator Cooper

Mercator Cooper (* 29. September 1803 in Southampton (New York); † März oder April 1872 in Barranquilla, Kolumbien) war ein US-amerikanischer Schiffskapitän. Er war das zweite von fünf Kindern seiner Eltern und heiratete 1830. Mit seiner ersten Frau hatte drei Kinder. Nachdem seine erste Frau 1858 gestorben war, heiratete er ein zweites Mal. Bekannt wurde er im Zusammenhang mit zwei Ereignissen: Der erste offizielle Besuch eines amerikanischen Schiffs in Tokio und die erste Landung auf antarktischem Festland.

Als Kapitän des Walfängers Manhattan konnte er am 14. oder 15. März 1845 die Besatzungen von zwei seeuntauglich gewordenen japanischen Handelsschiffen südlich des japanischen Festlandes aufnehmen. Bei dieser Gelegenheit nahm er von einem der aufgegebenen Schiffe eine Karte mit, die er nach seiner Heimkehr der US-Regierung übergab. Diese genaue Karte der japanischen Inseln wurde einige Jahre später von US-Kriegsschiffen bei ihrer Fahrt nach Japan benutzt.
Mit den japanischen Seeleuten an Bord nahm er Kurs auf die Bucht von Tokio. Kurz vor Erreichen der Bucht gingen vier der Geretteten von Bord und sandten eine Nachricht ab, wonach das große Segelschiff die restlichen Überlebenden direkt in Tokyo abliefern wolle.
Am 16. April 1845 teilte ihm ein Abgesandter des Shogun Tokugawa Ieyoshi mit, dass er die Erlaubnis habe, in die Bucht von Tokio einzulaufen. Dies war ein absolut ungewöhnlicher Vorgang, da Japan während der Edo-Zeit die Politik des Sakoku praktizierte und jeglichen Kontakt mit Fremden strikt vermied. Als Cooper dann in die Bucht einlief, wurde er von ca. 300 kleineren und größeren japanischen Booten begleitet.
Er wurde freundlich empfangen, eine japanische Delegation kam an Bord und inspizierte sein Schiff. Besonderes Interesse fanden die Japaner an dem afroamerikanischen Besatzungsmitglied Pyrrhus Concer – offensichtlich hatten die Japaner bis dahin noch nie einen Menschen mit schwarzer Hautfarbe gesehen. Man dankte ihm für die Rettung der Seeleute und schenkte ihm großzügig Vorräte: Wasser, 20 Säcke Reis, zwei Säcke Weizen, einen Sack Mehl, elf Säcke mit Süßkartoffeln, 50 Hühner, zwei Klafter Holz und zehn Pfund Tee. Am 21. April 1845 wurde wieder von hunderten Booten aus der Bucht hinaus begleitet.
Einige Jahre später schrieb Mercator Cooper erneut Geschichte. Diesmal war er unterwegs als Kapitän des Schiffes Levant, welches die Aufgabe hatte, Wale und Robben zu jagen. Bei seiner Fahrt durch das Rossmeer kam er dicht ans Festland der Antarktis heran. Am 26. Januar 1853 (im Sommer der Südhalbkugel) wurde Land gesichtet, er ging vor Anker und fuhr mit einem Beiboot an Land. Es wurden zahlreiche Pinguine vorgefunden, jedoch keine Robben – das eigentliche Ziel der Mission. Es handelte sich dabei tatsächlich um antarktisches Festland und nicht nur um Schelfeis. Der Landgang erfolgte bei Oates-Coast auf Viktorialand und war der erste dokumentierte Landgang von Menschen in der Antarktis. Das Logbuch dieser Fahrt ist erhalten geblieben und heute online aufrufbar.
Cooper starb in Kolumbien, wo er sich zur Ruhe gesetzt hatte. Der Todeszeitpunkt wird unterschiedlich angegeben. Teilweise wird der 23. März 1872 genannt, teilweise der 24. April 1872.

Heritage Orchestra

Das Heritage Orchestra ist ein britisches Orchester, das für seine Kombination klassischer Musik mit modernen Musikstilen bekannt ist.

Das Heritage Orchester versteht sich als Gegenbild zur klassischen Orchestertradition und führt meist keine traditionellen Stücke klassischer Musik auf, sondern eigene Kompositionen oder Kompositionen von Musikern diverser Stilrichtungen wie Folk, Rock, Electro, Hip-Hop und Jazz.
Das Heritage Orchestra wurde 2004 von Christopher Wheeler, dem Produzenten und Manager des Orchesters, und dem Komponisten und Dirigent Jules Buckley, der bis heute der musikalische Leiter ist, gegründet. Seitdem tritt es regelmäßig auf Festivals und an bedeutenden Veranstaltungsorten wie der Barbican Hall und der Royal Albert Hall auf. Zurzeit ist das Orchester im De La Warr Pavilion in Bexhill-on-Sea beheimatet.
Einer der ersten Auftritte des Orchesters war eine Koproduktion mit Brian Eno und dem Royal College of Art. 2008 führten sie gemeinsam mit der Band Massive Attack die Musik des Films Blade Runner auf dem Meltdown Festival in der Royal Festival Hall in London auf. In den folgenden Jahren arbeitete das Heritage Orchestra mit verschiedenen Musikern zusammen, darunter Dizzee Rascal, The Streets, Amon Tobin, Mike Patton, John Cale und Antony and the Johnsons, Goldie, Ben Folds und Björk. 2010 trat das Orchester mit Jamie Cullum auf den BBC Proms in der Royal Albert Hall in London auf. 2011 unternahm es eine Tournee mit dem Musiker und Comedian Tim Minchin, während derer ein Live-Album aufgenommen wurde.
2009 erhielt das Heritage Orchestra den Independent Music Award für seine Produktion mit dem Hip-Hop-Musiker DJ Yoda.

Ottoherscheid

50.9781697.215932Koordinaten: 50° 58′ 41″ N, 7° 12′ 57″ O
Lage von Ottoherscheid in Bergisch Gladbach
Ottoherscheid ist ein Ortsteil im Stadtteil Bärbroich von Bergisch Gladbach.
Bei der Ortschaft Ottoherscheid handelt es sich um einen mittelalterlichen Siedlungsnamen, der im Urkataster als Otto Herscheid verzeichnet ist. Das Grundwort herscheid ist auch in die Siedlungsnamen Dresherscheid und Wüstenherscheid eingeflossen. Es lässt sich aus der früheren Form Haenscheid erschließen. Haen stellt eine Nebenform von „Hain/Hohn“ (in Flurnamen = eingehegter Wald) dar, während „scheid“ generell eine Grenze (auch bewaldete Erhöhung) bezeichnet. Demzufolge lässt sich herscheid als Waldgrenze bzw. Grenzwald deuten.
Laut der Uebersicht des Regierungs-Bezirks Cöln besaß der als „Bauergüter“ kategorisierte Ort 1845 vier Wohnhäuser. Zu dieser Zeit lebten 41 Einwohner im Ort, alle katholischen Glaubens.
Branderhof | Broich | Broichhausen | Dorn | Dreispringen | Dresherscheid | Hasselsheide | Herlen | Juckerberg | Kiel | Kotzfeld | Külheim | Oberselbach | Ottoherscheid | Scheurenhöfchen | Stockberg | Wildphal | Wohn | Wolfsiefen | Wüstenherscheid

Bergen (Limburg)

Bergen (lim. Baerge) ist eine niederländische Gemeinde der Provinz Limburg und hatte am 1. Januar 2014 laut Angabe des CBS 13.231 Einwohner. Bergen hat eine Gesamtfläche von 109,43 km².
Sie besteht aus einem 20 km langen Streifen entlang der Maas, nördlich von Arcen en Velden. Sie grenzt an die deutsche Stadt Goch. In der Gemeinde liegen die Dörfer Bergen und Nieuw-Bergen mit dem Rathaus, Aayen, Afferden, Wellerlooi und Well – alle an der Maas – sowie Siebengewald an der Straße nach Goch.
Das ganze Gebiet gehört erst seit 1815 zu den Niederlanden. Zuvor gehörte es u. a. zu Preußen und Österreich. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Dörfer mit ihren Kirchen und Schlössern größtenteils zerstört, da sie von etwa November 1944 bis März 1945 an der Frontlinie lagen. Die evakuierten Orte wurden außerdem mehrmals geplündert.
Die Gemeinde grenzt beinahe unmittelbar an das Gebiet des Flughafens Weeze in der benachbarten bundesdeutschen Gemeinde.
Es gibt in der Gemeinde viel Landwirtschaft, einige Jachthäfen, Campingplätze und eine Kiesgrube.
Bei Well entstand ein See, auf dem Wassersport betrieben werden kann. Im Süden der Gemeinde liegt der Naturpark „De Hamert“, in welchem viele unter Artenschutz stehende Pflanzen und Tiere leben.
Beek | Beesel | Bergen | Brunssum | Echt-Susteren | Eijsden-Margraten | Gennep | Gulpen-Wittem | Heerlen | Horst aan de Maas | Kerkrade | Landgraaf | Leudal | Maasgouw | Maastricht | Meerssen | Mook en Middelaar | Nederweert | Nuth | Onderbanken | Peel en Maas | Roerdalen | Roermond | Schinnen | Simpelveld | Sittard-Geleen | Stein | Vaals | Valkenburg aan de Geul | Venlo | Venray | Voerendaal | Weert

Andrei Sokolov

Andrei Sokolov (ursprünglich russisch Андрей Юрьевич Соколов/ Andrei Jurjewitsch Sokolow, wiss. Transliteration Andrej Jur’evič Sokolov; * 20. März 1963 in Workuta) ist ein französischer Schachmeister russischer Herkunft.

Schach erlernte Sokolov als Sechsjähriger von seinem Vater. Er trat als Zwölfjähriger einer Moskauer Schachschule bei und erhielt Wladimir Jurkow als ersten Trainer. 1981 gewann er die Meisterschaft von Moskau, 1982 in Kopenhagen die Juniorenweltmeisterschaft. Im gleichen Jahr verlieh ihm die FIDE den Titel Internationaler Meister. 1984 gewann Sokolov die UdSSR-Meisterschaft in Lwiw und wurde Großmeister.
Beim sowjetischen Zonenturnier in Riga 1985 teilte Sokolow den 4.–6. Platz und qualifizierte sich für das Interzonenturnier, das im gleichen Jahr in Biel stattfand. Sein dritter Platz bedeutete die Qualifikation zum Kandidatenturnier in Montpellier 1985, das für Sokolov erneut ein großer Erfolg wurde: er teilte sich mit Rafael Vaganian und Artur Jussupow Platz Eins und gelangte somit in das Halbfinale der Kandidatenkämpfe. Vaganian war in Minsk 1986 der erste Gegner, den Sokolov mit 6-2 (+4, -0, =4) besiegte und ins Finale vorstieß, das 1986 in Riga ausgerichtet wurde. Sokolov siegte in einem dramatischen Endspurt mit 7,5-6,5 (+4, -3, =7) gegen seinen Landsmann Artur Jussupow. Jussupow führte zwar nach zehn Partien mit 6-4, doch gewann Sokolov die Partien 11 bis 13, während Jussupow bloß ein Remis in der letzten Partie gelang. Im Frühjahr 1987 musste Sokolov dann in Linares gegen Anatoli Karpow, der im Jahr zuvor seinen Weltmeisterschaftskampf gegen Garri Kasparow verloren hatte, zum Superfinale antreten. Sokolov unterlag deutlich mit 3,5-7,5 (+0, -4, =7), was die Qualifikation für Karpow zum WM-Kampf in Sevilla 1987 bedeutete.
Nach diesem kraftraubenden Anlauf zur Weltmeisterschaft gelang Sokolov kein weiterer großer Erfolg mehr. Seinen sportlichen Höhepunkt hatte er in den Jahren 1987/1988, als er den dritten Platz auf der Weltrangliste hinter Garri Kasparow und Anatoli Karpow einnahm. Bei den Kandidatenkämpfen 1988 in Saint John unterlag er dem Kanadier Kevin Spraggett bereits in der ersten Runde (nach Turnierpartien 3-3, nach Schnellschach 5,5-6,5). Ende der 1990er Jahre zog Sokolov nach Frankreich und beteiligte sich 2001 erstmals an der Französischen Meisterschaft, 2002 spielte er erstmals für seine neue Heimat an der Schacholympiade in Bled. Bei der Französischen Meisterschaft 2003 in Aix-les-Bains gelangte Sokolov zunächst gemeinsam mit Joël Lautier und Étienne Bacrot auf den geteilten 1.-3. Platz, wonach ein Stichkampf zu entscheiden hatte: Bacrot setzte sich durch, Sokolov wurde Dritter. Bei der Französischen Meisterschaft 2005 in Chartres wurde Sokolov Vize-Meister hinter Joël Lautier.
Im Februar 2015 liegt er auf Platz 19 der französischen Rangliste. Seine bisher höchste Elo-Zahl von 2645 hatte er im Januar 1987, er lag damals zusammen mit Artur Jussupow auf dem dritten Platz der Weltrangliste.
Als seine beste Partie kommentierte er in der Schachzeitschrift Europe Échecs (Nr. 589, Juni 2009, S. 29) den Schwarzsieg gegen Ara Minasian aus dem Open von Linares 1999:
1. e4 c5 2. Sf3 e6 3. b3 Sc6 4. Lb2 d6 5. Lb5 Ld7 6. 0-0 Sf6 7. Te1 Le7 8. c3 0-0 9. Sa3 a6 10. Lf1 b5 11. Sc2 Db6 12. d4 d5 13. e5 Se4 14. Ld3 f5 15. exf6 Sxf6 16. Tb1 c4 17. Lf1 Dc7 18. Dc1 Se4 19. bxc4 bxc4 20. Se3? Sxf2 21. Kxf2 Dxh2 22. Ke2 Txf3! 23. Sg4 Taf8! 24. Sxh2 Sxd4+! 0-1
Sokolov nahm an vier Schacholympiaden teil. 1984 und 1986 gewann er mit der Sowjetunion, 2002 und 2006 trat er mit Frankreich an. Außerdem gewann er mit der Sowjetunion die Mannschaftsweltmeisterschaft 1985 und spielte mit Frankreich bei der Mannschaftseuropameisterschaft 2003. 1984 wurde er beim Wettkampf UdSSR gegen den Rest der Welt an Brett 10 der sowjetischen Mannschaft nominiert und unterlag Eugenio Torre mit 1:2.
In den 1970er und 1980er Jahren spielte Sokolov für die Mannschaft von Trud, mit der er 1982 die sowjetische Vereinsmeisterschaft und 1984 den European Club Cup gewann. Später spielte er für Tigran Petrosjan Moskau, mit dem er an den European Club Cups 1990 und 1992 teilnahm. In Frankreich spielt Sokolov für Philidor Mulhouse, mit dem er auch am European Club Cup 1997 teilnahm. In der deutschen Schachbundesliga spielte Sokolov in der Saison 1998/99 für den SK Freiburg-Zähringen 1887 und von 2001 bis 2009 für den TV Tegernsee, mit dem er am European Club Cup 2005 teilnahm. In der Schweizer Nationalliga A spielte er bis 2012 für die Schachfreunde Reichenstein, mit denen er 2006 die Schweizer Mannschaftsmeisterschaft gewann und im selben Jahr am European Club Cup teilnahm; seit der Saison 2014 spielt er beim Club d’Echecs de Genève, mit dem er 2015 Mannschaftsmeister wurde.
Abergel | Anić | Apicella | Atalık | Bacrot | Bagheri | Bauer | Belkhodja | Bricard | Chabanon | Charushevich | Cornette | Degraeve | Demuth | Dorfman | Édouard | Fargère | Feller | Fontaine | Fressinet | Gharamian | Gozzoli | Guidarelli | Hamdouchi | Hauchard | Istrățescu | Kosten | Kouatly | Lagarde | Lautier | Lazarew | Legky | Le Roux | Libiszewski | Lupu | Marcelin | Marciano | Mazé | Mirallès | Murey | Nataf | Okhotnik | Prié | Rambaldi | Relange | Renet | Riff | Santo-Roman | Schschekatschew | Sebag | Shoker | Sokolov | Spasski | Tkachiev | Todorčević | Vachier-Lagrave | Waisser | Wirig
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Flughafen Toronto/Downsview

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Der Toronto/Downsview Airport oder Downsview Airport ist ein privat betriebener Flughafen der Firma Bombardier Aerospace im Nordwesten von Toronto. Der Flugplatz wird von Bombardier seit 1994 fast ausschließlich als Basis zu Testflügen benutzt. Der Downsview Airport wurde 1939 eröffnet. 1947 erwarb das kanadische Verteidigungsministerium das Recht, den Flugplatz zu erweitern und errichtete in seiner Nähe einen Militärflugplatz der Royal Canadian Air Force. 1996 wurde der Militärflugplatz stillgelegt. Seit 1998 wird der Downsview Airport von Bombardier verwaltet. Der Flugplatz wird manchmal auch für spezielle Anlässe benutzt wie beispielsweise für die beiden Kanadareisen des Papstes Johannes Paul II. 1984 und 2002, der im Downsview Airport landete. Der Hauptzweck ist jedoch, Firmen ein Testgelände zur Erprobung ihrer Flugzeuge zu bieten. Flugzeugbauer wie de Havilland Canada und Avro Canada testeten hier u. a. die Flugzeuge de Havilland Canada DHC-2, de Havilland Canada DHC-6, Bombardier Q Series, Avro Canada CF-105.
Nördlich der Landebahn befindet sich das Canadian Air and Space Museum (ehemals Toronto Aerospace Museum), welches nicht mit dem Canada Aviation and Space Museum in Ottawa verwechselt werden darf.

Alexander Gerber

Alexander Gerber (* 26. April 1973 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Informationswissenschaftler, Publizist und Unternehmer.

Er ist ordentlicher Professor und Studiengangsleiter für Wissenschaftskommunikation an der Hochschule Rhein-Waal und Wissenschaftlicher Leiter des außeruniversitären Instituts für Wissenschafts- und Innovationskommunikation (inscico). Gerber ist Vorstandsmitglied sowie Vorsitzender des Editorial Boards von Euroscience und Mitglied des Advisory Boards der Science in Society Knowledge Community, Vorsitzender des Kuratoriums des Deutschen Fachjournalisten-Verbands (DFJV) sowie Mitglied des Beirats des Deutschen Hightech-Presseclubs und Vorstandsmitglied der Technisch-Literarischen Gesellschaft (TELI).
Gerbers Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der angewandten Wissenschafts- und Innovationskommunikation. Ein Fokus liegt dabei auf dem Wandel der Wissenschaftskommunikation durch digitale Medien. So ist Gerber etwa Autor der vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geförderten ‘’Trendstudie Wissenschaftskommunikation’’. Gerber argumentiert darin, dass digitale und kollaborative Medien eine neue Phase der Wissenschaftskommunikation bilden und den Wissenschaftsbetrieb vor bislang ungelöste systemische Herausforderungen stellen. Trotz zunehmender Sensitivität gegenüber den Interessen und Bedenken der Öffentlichkeit fokussierten sich traditionelle Wissenschaftsorganisationen weiterhin auf “Einwegkommunikation, die von personell aufgerüsteten Pressestellen an Hochschulen, Instituten und Unternehmen gespeist wird.” Während Wissenschaftsorganisationen häufig am Modell des ‘’Public Understanding of Science and Humanities’’ (PUSH) festhielten, habe sich zugleich ein neues Paradigma der ‘’Open Science Communication’’ etabliert, in dem Open Science, Citizen Science, Wissenschaftsblogs und kollaborative Medien eine tragende Rolle spielen.