Schnupftabak

Bei Schnupftabak handelt es sich um eine fein gemahlene Mischung aus einer oder mehreren Sorten von Tabak, die durch Einsaugen in die Nase konsumiert wird und seit ungefähr dem 17. Jahrhundert in Europa bekannt ist. Das Nikotin entfaltet seine Wirkung über die vorderen Nasenschleimhäute; ein zu heftiges Einziehen kann daher Schmerzen verursachen. Aus diesem Grund wird der Schnupftabak nur langsam in das Nasenloch eingesogen. Nach längerem Gebrauch stellt sich jedoch ein Gewöhnungseffekt ein, sodass der Reiz weniger wahrgenommen wird.

Mittel- und südamerikanische Kulturen verwendeten Schnupftabak lange vor dessen Einführung in Europa. Die ersten Berichte des Mönchs Romano Pane, den Kolumbus auf seiner zweiten Reise auf der Insel Hispaniola zurückließ mcm taschen sale, handelten von einem seltsamen Ritual der Einheimischen. Im ersten Bericht von 1496 heißt es: „Immer wenn die Könige ihre Götter um Rat fragen wegen ihrer Kriege, wegen einer Steigerung des Fruchtertrages oder wegen Not, Gesundheit und Krankheit, schnupften sie in ihren Tempeln das Kraut in ihre Nasenlöcher. […] Das Pulver ist von solcher Kraft, dass es einem völlig den Verstand raubt.“ Im frühen 16. Jahrhundert dokumentierten portugiesische Seeleute Schnupftabakmühlen im heutigen Brasilien und Venezuela.

Um 1561 brachte Jean Nicot, französischer Gesandter am portugiesischen Hof, Tabakblätter und -saat nach Frankreich. Die französische Königin Katharina von Medici war bereits im 16 mcm taschen sale. Jahrhundert eine der ersten und berühmtesten Schnupferinnen, die gepulverte Tabakblätter gegen Kopfschmerzen und Migräne einnahm und dadurch das Schnupfen hoffähig machte. Daher hieß der Schnupftabak lange Zeit das Pulver der Königin, poudre de la reine.

Im Jahre 1677 entstand die erste Schnupftabakmanufaktur der Welt, die königliche Tabakfabrik im spanischen Sevilla. Sie verarbeitete schweren Tabak der damals spanischen Kolonie Kuba und stellte in ihrer besten Zeit um 1840 mit Hilfe von 40 Tabaksmühlen und 1700 Arbeitern über 1000 Tonnen Schnupftabak jährlich her. Die wirtschaftliche Bedeutung übertraf andere Kolonialwaren wie Kaffee, Tee oder Rohrzucker um ein Vielfaches.

Nachdem in den deutschen Ländern Schnupftabake lange Zeit nur als Importware in Apotheken erhältlich waren, entstand 1733 die erste Schnupftabakfabrik in Offenbach am Main, die noch heute existierende Firma Bernard. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts setzten sich jedoch zunehmend die Rauchtabake, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts insbesondere die Zigaretten durch. Die meisten Schnupftabakfabriken setzten seit den 1920er Jahren, spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg, auf Zigaretten- und Pfeifentabake, sodass heute nur noch fünf Hersteller in Deutschland mit einer Gesamtleistung von 270 Tonnen jährlich existieren.

In letzter Zeit ist in Teilen Europas, insbesondere durch die immer strenger werdenden gesetzlichen Rauchverbote, eine Verstärkung des Schnupftabakverbrauchs zu beobachten. Auch besteht eine eigentliche Schnupferszene mit Schnupfclubs, Schnupfmeisterschaften, Anbietern von Schnupfmaschinen, Onlineshops und dergleichen.

Dem gegenüber steht ein Verbot von Tabakerzeugnissen an bestimmten öffentlichen Orten in der Türkei, dort ist neben dem Rauchen auch das Kauen und Einsaugen von Tabak verboten.

Bis vor 200 Jahren wurde Schnupftabak nicht als Pulver, sondern in Form von Karotten oder Bändern verkauft: Der Schnupfer musste sie vor dem Genuss erst selber zu Pulver reiben. Im Rokoko des 18. Jahrhunderts setzte sich der Verkauf des stark parfümierten Pulvers von Frankreich ausgehend durch. Die Schnupftabaksdosen oder Tabatieren begründeten einen neuen Bereich des Kunstgewerbes (siehe Stobwasser) und sind heute als Prunkstücke eines jeden Tabakmuseums zu besichtigen.

Schnupftabake unterscheiden sich hauptsächlich nach Art der Herstellung, den verwendeten Tabaksorten und der Aromatisierung.

Diese bayerische Spezialität gehört bis heute zu den Klassikern auf dem deutschsprachigen Schnupftabakmarkt, der sich hauptsächlich über Süddeutschland, Österreich und die Deutschschweiz erstreckt. Schmalzler wurde ursprünglich aus gesoßten, dunklen Brasiltabaken hergestellt, die zu langen Tabaksträngen, den Mangotes geflochten wurden. Obwohl die fertigen Mangotes überwiegend importiert wurden, existiert bis heute der Beruf des Bandtabakmachers, der importierte oder heimische Tabaksorten mit maschineller Unterstützung zu Endlosbändern flicht. Die besondere Eigenart des Schmalzlers und Grund des Namens war früher Butterschmalz, das die Prise weniger staubig machte. Heute wird aus Konservierungsgründen Weißöl verwendet.

Schmalzler haben oft einen erdig-würzigen Geschmack nach Tabak, ohne oder mit wenig zusätzlichen Aromen, eine feste bis klebrig-feuchte Konsistenz und sind meist dunkelbraun bis fast schwarz. Der Tabak ist vergleichsweise grob zerrieben.

Der heute meistverkaufte Schnupftabak stammt ursprünglich aus England (z. B. Wilsons of Sharrow, Gawith Hoggarth, Samuel Gawith, Fribourg & Treyer, McChrystal’s, Toque), wobei der weltweit größte Hersteller die niederbayerische Firma Pöschl Tabak ist. Er wird vorwiegend aus hellen Virginia-Tabaken aus den USA und aus Afrika hergestellt, ist oft aromatisiert (z. B. mit Menthol oder Eukalyptus, Blüten-, Frucht- oder Kräuteraromen) und daher in Geschmack und Geruch grundverschieden zum Schmalzler. Snuff wird heute meist nach einer Schnellmethode verarbeitet, es gibt aber noch einzelne Marken, die Snuff jahrelang in Holzfässern reifen lassen. Somit gibt es auch hier große qualitative Unterschiede.

Der Geschmack des Snuff hängt stark von der Aromatisierung ab, typisch für deutsche Snuffs ist der pfefferminzige Mentholgeschmack, der den eigentlichen Tabakgeschmack bisweilen überdeckt. Die Konsistenz variiert von staubig, pulvrig bis krümelig-klebrig, die Farbgebung reicht von hellem gelbbraun bis dunkelbraun. Snuff ist meist sehr fein gemahlen.

Die Urart der heutigen Schnupftabake wurde aus Tabak-Karotten gepulvert: Der gesoßte und aromatisierte Tabak wird fest zu großen karottenförmigen Gebilden gewickelt und über vier bis sieben Jahre, manche Sorten über zehn Jahre gelagert, also kalt fermentiert. Diese Karottierung ist heute nahezu bedeutungslos geworden, die Karotten werden aber vereinzelt immer noch hergestellt. Die Karottierung ist die älteste Tabakverarbeitungsmethode überhaupt, vermutlich älter als das Tabakrauchen: Portugiesische Seeleute berichteten im frühen 16. Jahrhundert bereits von dieser Methode der südamerikanischen Ureinwohner, die zunächst von den europäischen Herstellern übernommen wurde. Diese Schnupftabake haben heute noch die Namen der Städte, in denen die Hersteller ihre wohlbehüteten Rezepte oft über Generationen entwickelten und verfeinerten. Zu den bekanntesten zählen der Spagniol aus Sevilla, Pariser, St. Omèr oder Straßburger.

Klassische Schnupftabake schmecken meist intensiv nach Tabak, ohne oder nur mit feinen, parfümartigen Aromatisierungen, die den Tabakgeschmack stützen, aber selten überdecken. Klassische Schnupftabake sind mittelfein bis grob gemahlen; die Konsistenz ist oft feinkörnig und trocken, kann aber bis klebrig-feucht variieren.

Die traditionelle Schnupftabakherstellung besteht aus einem langwierigen, mehrstufigen Prozess. Zunächst werden Tabakblätter verschiedener Sorten, die je nach Sorte bereits anfermentiert sind, zu einer für den späteren Geschmack charakteristischen Mischung zusammengestellt.

Es folgt dann die Soßierung, bei der der Tabak mit einer wiederum charakteristischen, aromatischen Flüssigkeit benetzt wird. Danach folgt ein Fermentations- und Lagerprozess, der unterschiedlich lang und kalt oder warm erfolgen kann. Insbesondere für alte Rezepte kann die Lagerzeit für die Tabake bis zur Reife mehrere Jahre betragen.

Wenn der Schnupftabak fertig ausgereift ist, wird er möglichst langsam getrocknet, um die Aromen nicht zu verlieren. Schließlich wird er zerrieben und ggf. noch mit zusätzlichen Aromamischungen versetzt.

Als letzten Schritt erhalten Schmalzler-Sorten noch den für sie typischen Zusatz von Ölen, die den Tabak geschmacklich nicht mehr verändern, sondern lediglich feuchter machen.

Je nach Sorte können mehrere Fermentations- und Trockenprozesse erfolgen, um den gewünschten Geschmack zu erreichen.

Um einen einmal gefundenen, charakteristischen Geschmack einer Sorte in diesem aufwändigen Prozess konstant beibehalten zu können, arbeiten einige Hersteller immer noch auf Maschinen, die zum Teil aus der Frühzeit der Industrialisierung stammen. So arbeitet beispielsweise Samuel Gawith noch immer teilweise mit Maschinen aus den 1750er Jahren.

Heute werden Schnupftabake oft nach Schnellverfahren ohne mehrjährige Lagerzeiten hergestellt. Jeder Hersteller wendet unterschiedliche Verfahren und teilweise Mischformen an, um seine charakteristischen Tabake zu erhalten.

Beim modernen Schnellverfahren zur Herstellung von Snuff wird aus den fermentierten und entrippten Tabakblättern ein Mehl hergestellt. Das Mehl wird mit einer Soßierungslösung angefeuchtet und drei bis vier Wochen in einem kühlen Raum gelagert, in dem die Aromen ausreifen können, ohne eine zusätzliche Fermentation anzustoßen. Diese Methode wird vor allem mit hellen Virginiatabaken praktiziert, die später stark aromatisiert werden.

sortiert nach Datum der Firmengründung

Obwohl diese Schnupftabakmarke, seit 1720 auf dem Markt, längst von Wilsons of Sharrow übernommen wurde, verdient sie eine eigene Erwähnung aufgrund ihrer sehr alten Rezepte und ihres „europäischen“ Geschmacks, die von keiner anderen Marke mehr so hergestellt werden. Die Tabake sind meist grob, feucht, weich, intensiv im Geschmack und äußerst „nasenschonend“. Vor allem alte Rezepte aus Frankreich werden noch immer produziert und auch die sehr gut schließenden schlanken Hochdosen mit Schraubverschluss sind heute einzigartig.

Gebrüder Bernard ist der erste und älteste Schnupftabakhersteller Deutschlands und wurde 1733 in Offenbach gegründet. Die Bernard AG wurde 2008 liquidiert und die Schnupftabaksparte von Bernard Schnupftabak GmbH übernommen. Der Firmensitz ist heute Sinzing (bei Regensburg). Die Firma produziert hauptsächlich klassische Schnupftabake (Alt-Offenbacher köstlich, Pariser No. 2, Gekachelter Virginie, Klostermischung), sowie Schmalzler, etwa den bekannten Original Schmalzlerfranzl Brasil. Auch moderne Snuffs mit Menthol gehören zum Sortiment.

Wilsons of Sharrow ist eine um 1737 in Sheffield gegründete Snuff-Manufaktur, mit über 250-jähriger Tradition in der Schnupftabakherstellung. Der Name leitet sich von den Sharrow Mills (Sharrowmühlen) ab, in denen ein relativ breit gefächertes Angebot von Snuffs der Wilsons hergestellt wird. Außer den hauseigenen Snuffs werden in dieser Tabakmühle auch die Tabakprodukte des englischen Unternehmens Fribourg & Treyer hergestellt.

Letztlich bezieht auch die sehr populäre Marke McChrystal’s ihre Grundtabake von Wilsons. Die Aromatisierung geschieht dann bei McChrystal’s nach geheimen und überlieferten Rezepturen.

Die American Snuff Company, bis 2010 Conwood, ist der älteste Schnupftabakhersteller der Vereinigten Staaten. Sie wurde bereits 1782 während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges in Red Clay Creek in Delaware gegründet. Die Garret-Marke von 1870 ist die älteste Marke der Vereinigten Staaten, die ununterbrochen in Nutzung ist.

Samuel Gawith ist einer der ältesten und traditionsreichsten Schnupftabakhersteller Englands. Die Schnupftabake der Firma Gawith zeichnen sich vor allem durch ihre sehr flauschige, luftige und feine Beschaffenheit aus. Das traditionell englische Angebot wird durch mehrere Sorten mit modernem, zum Teil fruchtigem Charakter ergänzt.

Pöschl Tabak, gegründet 1902 in Landshut, ist nach eigenen Angaben der weltgrößte Schnupftabakhersteller. Weltweit soll der Marktanteil ca. 50 % und in Deutschland um die 92 % betragen. Bekannte Erzeugnisse der Firma sind Gletscherprise, Löwenprise und Gawith Apricot Snuff, der unter der Lizenz von Gawith Hoggarth Ltd. hergestellt wird. Des Weiteren werden vier Sorten Schmalzer hergestellt und vertrieben.

McChrystal’s ist die bekannteste Schnupftabakmarke in der Schweiz. Der Großteil ihres Tabakangebots wird in England hergestellt. Durch ihre große Bandbreite an Schnupfsorten findet sie großen Anklang bei Schnupfeinsteigern (McChrystal’s The Original and Genuine). Überdies ist sie in sehr vielen Ländern an Kiosken und in Fachgeschäften für Tabake vertreten.

Leonard Dingler ist ein in Südafrika ansässiger Hersteller, der vor allem auf dem einheimischen Markt verbreitet ist. Auf ausländischen Märkten ist hauptsächlich die Marke Magnet Menthol Snuff bekannt, obwohl Dingler auch Tabake führt, die in ihrer Natürlichkeit an bayrische Schmalzer erinnern. Die Tabake werden in ganz eigenen, sehr gut schließenden Kunststoffdosen angeboten und sind in der Regel grob und feucht. Dingler Tabake haben den Ruf, die nikotinstärksten Tabake zu sein, und werden deshalb gerne für Raucherentwöhnung empfohlen.

Eine neugegründete Firma, die aufgrund der EU-weiten Rauchverbote mit „Don’t SMOKE – Snuff TOQUE“ wirbt. Laut Eigenangabe werden keine künstlichen Aromen verwendet. Eine Besonderheit von Toque ist, dass alle Tabake in Applikatoren angeboten werden, was dem Bedürfnis eines unauffälligen Schnupfens entgegenkommen soll.

Das Schnupfen ist mit verschiedensten Ritualen verbunden, z. B. ein Spruch bei jedem Schnupfen oder erneutes Schnupfen, wenn jemand geniest hat. In der Schweiz wird nach dem Schnupfspruch normalerweise von allen Schnupfenden das Wort Priis angehängt, welches gut mit einem Prost zu vergleichen wäre.

Die Aufnahme eines oder zweier kleinerer Häufchen vom Handrücken der Faust. Hierbei sollte darauf geachtet werden, die linke Hand zu benutzen, denn es wird als amateurhaft angesehen, den rechten Handrücken zu benutzen. Ebenfalls zu beachten ist, dass die Schnupfer den kleinen Finger und den Daumen von der Faust wegspreizen, damit die Oberhandfläche gerade ist. Nun hält man sich die Hand unter die Nase und schnupft das Pulver ein. Auch hier gibt es einige Fauxpas, die man möglichst vermeiden sollte: Ein zu heftiges Einziehen kann einerseits zu einem heftigen Niesreflex führen, andererseits kann es bei besonders feinem Schnupftabak vorkommen, dass dieser direkt in den Rachen gelangt und dort ein sehr unangenehmes Brennen verursacht.

Die Aufnahme des Schnupftabaks, der zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten wird, und die direkte Zuführung zum einzelnen Nasenloch. Diese Methode verbindet sich mit dem Gebrauch der heute weitgehend nicht mehr verwendeten Schnupftabakdose. In früheren Zeiten war diese oft aus Silber gefertigte Deckeldose unentbehrlicher Bestandteil eines gesellschaftsfähigen Konsumverhaltens. Außerdem kann mit dieser Methode ein eventuell vorhandener Schnauzbart vor den unschönen schwarzen Tabakresten geschützt werden. Dieses Verfahren wird auch als englisch bezeichnet, da in England vorwiegend auf diese Weise geschnupft wird.

Die transportfähige Unterbringung von Schnupftabak erfordert geeignete Behältnisse. Viele der heute angebotenen Sorten werden in entsprechenden Dosen angeboten, die einerseits luftdicht abschließen, andererseits eine leichte Portionierung erlauben. Daneben wurden und werden spezielle Dosen gefertigt und angeboten. Klassische Varianten sind aus verschiedenen, teilweise edlen Materialien und mit aufwendigen Verarbeitungsweisen hergestellt. Abhängig von der Herkunft wurde und wird vor allem Horn, Messing oder Silber verarbeitet.

Besondere Schnupftabaksdosen sind Gegenstand eines eigenen Sammelgebietes. Silberne Dosen sind in der Regel innen vergoldet, um den Tabak möglichst unverändert aufbewahren zu können. Neben der runden Deckeldose gibt es zahlreiche eckige Formen sowie eine taschengerechte abgerundete Form. Neben den bis zu ca. 6×4 cm kleinen Taschendosen gab es auch größere Tischdosen. Eine besondere Rarität aus früherer Zeit ist die sogenannte „Beggar’s Box“, eine Dose mit einem offensichtlichen Teil zum Anbieten und einem verborgenen Teil zum Eigengebrauch. Die Schnupftabaksdose war vor allem im 18. und 19. Jahrhundert ein gesellschaftsfähiges Schmuckstück, welches vor allem in England auch als Geschenk zur Anerkennung besonderer Leistungen beliebt war.

Nikotin ist eine Droge und kann unabhängig von der Form der Verabreichung abhängig machen, egal ob es geraucht, gekaut oder geschnupft wird. Nach Gaede kann durch einen Tabakschnupfer täglich 20 bis 60 mg Nikotin aufgenommen werden, das heißt, ähnliche Mengen wie bei einem starken Raucher. Die genaue Menge kann kaum vorherbestimmt werden, da sie von den jeweiligen Konsumgewohnheiten und -methoden abhängt. Außerdem enthält jede Marke einen anderen Anteil an Tabak und somit auch an Nikotin.

Im Gegensatz zum Rauchen von Tabak treten beim Schnupfen keine für den Konsumenten oder die Mitmenschen giftigen Verbrennungsprodukte wie zum Beispiel Benzol, Teer oder Blausäure auf. Nach aktuellen Studien ist es also wesentlich weniger gesundheitsschädlich als der Konsum von Zigaretten, kann aber zu einer Abhängigkeit vom giftigen, unter anderem blutdrucksteigernden Nikotin führen.

Wenn mehr geschnupft wird, als in der Nase gespeichert werden kann, besteht die Gefahr, dass der Tabak, der noch nicht sein enthaltenes Nikotin langsam an die Nasenschleimhaut abgegeben hat, den Rachen hinunterläuft, was sich durch scharfen Geschmack bemerkbar macht, und somit in den Magen und anschließend in den Darm gelangt. Dies hat zur Folge, dass das gesamte Nikotin in kurzer Zeit in die Blutbahn gelangt und somit einen sogenannten Nikotinschock auslöst. Dieser Effekt verursacht bei Menschen, die Nikotin nicht gewohnt sind, Übelkeit, Brechreiz, Schwindelgefühl und im schlimmsten Fall Bewusstlosigkeit; es wurden Fälle ab Mengen von ein bis fünf Gramm Schnupftabak beobachtet.

Über die Schädlichkeit wird diskutiert: Auf der einen Seite werben die Hersteller mit Unbedenklichkeitsstudien, auf der anderen Seite warnt das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg vor den Folgen. Hier wurden als krebsfördernde Substanzen auch Nitrosamine herausgestellt.

Während die Packungen einige Zeit mit dem Aufdruck „Dieses Produkt verursacht Krebs“ versehen waren, steht jetzt „Dieses Tabakerzeugnis kann Ihre Gesundheit schädigen und macht abhängig“ auf der Rückseite.

Laut einer vom Tabakhersteller Pöschl in Auftrag gegebenen und 2008 veröffentlichten Studie (Süddeutsche Nasenkrebs-Studie) von Eberhard Greiser, Direktor am Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin, stellt Schnupftabak allein kein Krebsrisiko dar. Im Beirat zu dieser Studie waren ebenfalls namhafte Ärzte des Krebsforschungszentrums Heidelberg, von Universitäten und des Bundeswehrkrankenhauses Ulm beteiligt. Diese Studie wird von Pöschl und anderen Herstellern zu Werbezwecken herangezogen.

Bestätigt werden diese Ergebnisse inzwischen durch Studien der WHO.

In Deutschland unterliegt Schnupftabak seit 1993 nicht mehr der Tabaksteuer.

Schnupftabake enthalten neben Tabak diverse Zusatzstoffe, die vor allem der Befeuchtung und Aromatisierung dienen. Welche Substanzen für eine solche Verwendung zulässig sind, ist in Deutschland durch die Tabakverordnung geregelt. Das deutsche Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) unterhält eine Tabakzusatzstoff-Datenbank, in der auch die Zusatzstoffe der in Deutschland angebotenen Schnupftabake nachzulesen sind.

Der Altkanzler Helmut Schmidt nutzte aufgrund des Rauchverbots im Plenarsaal des Bundestages Schnupftabak. Ebenso verwenden Bergmänner im Steinkohlenbergbau während ihrer Schicht unter Tage Schnupftabak, da hier Rauchverbot auf Grund der Gefahr von Schlagwetterexplosionen gilt.

Der sogenannte weiße Schnupftabak besteht aus Traubenzucker und Aromastoffen, meist Menthol. Dieses tabakfreie Produkt enthält kein Nikotin und wird auf die gleiche Art konsumiert wie echter Schnupftabak.

SMS Kaiser Friedrich III.

SMS Kaiser Friedrich III. war ein Linienschiff der Kaiserlichen Marine. Sie war das Typschiff der als Kaiser-Klasse, nach der Indienststellung der Großlinienschiffe der neuen Kaiser-Klasse, als „alte Kaiser-Klasse“ oder auch Kaiser-Friedrich-Klasse bezeichneten ersten Neubauten seit der Brandenburg-Klasse.

Das Schiff wurde als Panzerschiff I. Klasse Ersatz Preußen 1895 auf der Kaiserlichen Werft Wilhelmshaven unter der Baunummer 22 auf Kiel gelegt, wobei Kaiser Wilhelm II. den ersten Nagel einschlug. Im Jahre 1899 erfolgte die Umklassifizierung zum Linienschiff.

Das Schiff befand sich nach der Indienststellung am 7. Oktober 1898 bis zum Februar 1899 in der Erprobungsphase und war nach der Erledigung kleiner Restarbeiten ab dem 21. Oktober 1899 im aktiven Dienst als Flaggschiff des I. Geschwaders. In diesem Verband versah es seinen Flottendienst, nahm an Manövern und Ausbildungsreisen teil und erfüllte als Begleitschiff für die Kaiserjacht Hohenzollern im Dezember 1899 repräsentative Aufgaben. Nach einer schweren Havarie stellte man das Schiff schon 1901 für ein dreiviertel Jahr außer Dienst. Im Jahr 1907 stellt man das Schiff erneut außer Dienst. Es wurde von 1908 bis 1910 grundlegend umgebaut und modernisiert. Danach gehörte es als Beischiff der Reserve-Formation der Ostsee an.

Mit Kriegsausbruch 1914 erfolgte die Reaktivierung und Zuteilung zum V. Geschwader. Die Verwendung beschränkte sich anfangs auf den Küstenschutz in der Nordsee und sporadische Unternehmungen in der Ostsee. Ab März 1915 wurde das Schiff zusammen mit den anderen Schiffen seiner Klasse aus der Front gezogen und die Besatzung reduziert. Die endgültige Außerdienststellung erfolgte am 20. November 1915, wobei das Schiff umgehend desarmiert (die 24-cm-Geschütze kamen als Eisenbahnbatterie an die Westfront) und als Gefangenenwohnschiff zunächst in Kiel, später in Flensburg genutzt wurde. Die Abbrucharbeiten begannen nach der Streichung aus der Flottenliste 1920 in Kiel-Nordmole.

Die Bugzier der Kaiser Friedrich III. befindet sich im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden.

Während des großen Umbaus wurde das Aussehen wesentlich verändert. Die zwei Decks hohen Mittschiffsaufbauten wurden entfernt und die Schornsteinummantelungen auf die untere Hälfte beschränkt. An die Stelle der martialisch anmutenden Gefechtsmasten traten schlanke Fockmasten mit Stenge. Die vier 15-cm-Kassemattgeschütze der Mittelartillerie im Batteriedeck wurden ausgebaut, die leichte Artillerie um zwei 8,8-cm-Geschütze verstärkt und ihre Aufstellung verändert, wohingegen die vorhanden zwölf Maschinenkanonen wegfielen. Ebenso wurde das schwenkbare 45-cm-Überwasser-Torpedorohr im Heck entfernt. Die vormals plumpen und topplastigen Schiffe machten nach dem Umbau einen ziemlich kahlen Eindruck.

An diesem Tag befand sich das I. Geschwader auf dem Marsch von Danzig nach Kiel. Während einer forcierten Fahrt saugte sich das Schiff nachts um 1:23 Uhr nahe der Untiefe Adlergrund nördlich Rügen aufgrund des Flachwassereffekts über einen halben Meter tiefer als normal in die See und hatte dabei eine schwere Grundberührung, wobei über die Hälfte des Schiffsboden aufgerissen wurden, die Kielplatte und der Rudersteven brachen. Noch während der Lecksicherungsarbeiten brach im mittleren Heizraum durch Selbstentzündung von Teeröl an den heißen Kesseln ein Brand aus. Darauf wurden umgehend die Munitionskammer sowie der betroffene Kesselraum geflutet. Nachdem es tagsüber gelungen war, die Seitenmaschinen wieder in Betrieb zu nehmen, konnte mit 5 kn Fahrt und den Schrauben steuernd langsam Kurs auf Kiel genommen werden. Gegen 23 Uhr kam es in einigen Bunkern zu einem Schwelbrand der Kohlen, der jedoch rechtzeitig vor der Selbstentzündung erstickt werden konnte. Nach dem Einlaufen in Kiel erfolgte die Außerdienststellung und bis zum November des Jahres die Instandsetzung bei der Bauwerft.

Die Havarie des Schiffes mit ihren zahlreichen zum Teil komplizierten Folgeschäden, vermittelte der Marine eine Reihe nutzbringender Erfahrungen, wobei als erstes die Erkenntnis stand, dass gut ausgebildetes und diszipliniertes Personal solchen außergewöhnlichen Situationen mit vollem Vertrauen begegnen kann.

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Liste der Schiffe der Kaiserlichen Marine
Liste deutscher Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer

Utagawa Sadahide

Utagawa Sadahide (jap. 歌川 貞秀; * 1807; † 1878 oder 1879) war ein Meister des japanischen Farb-, Holzschnitts im Stil des ukiyo-e.

Über sein Leben ist so gut wie nichts bekannt. Geboren wurde er als Hashimoto Kenjirō (橋本 兼次郎) in der Provinz Shimousa (heute Präfekturen Chiba und Ibaraki). Für das Jahr 1875 ist belegt, dass er im Edoer Stadtviertel Fukagawa (heute Bezirk Kōtō in Tokio) gewohnt hat. In den frühen 1820er-Jahren begann er seine Ausbildung als Holzschnittkünstler im Studio von Utagawa Kunisada I. und gilt als einer der bedeutendsten Schüler Kunisadas.

1867 war er einer von elf Künstlern, deren Arbeiten auf der Pariser Weltausstellung die damalige zeitgenössische, japanische Kunst repräsentierten. Im Jahr 1868 wurde er in Edo als der führende Holzschnittkünstler seiner Zeit geführt.

Auf den von ihm entworfenen Drucken signierte er mit den Beinamen Gyokuransai (玉蘭斎), Gountei (五雲亭) oder Gyokuō (玉翁) vor seinem Künstlernamen Sadahide, gelegentlich noch ergänzt um den ursprünglichen Familiennamen Hashimoto.

Sadahides erste bekannte Arbeit waren die Illustrationen zum ersten Band von Jippensha Ikkus Misaogata tsuge no ogushi, der 1824 erschien. Der erste von ihm gezeichnete Schauspielerdruck erschien 1827. In den folgenden Jahren verlegte er sich verstärkt auf den Entwurf von Drucken, die schöne Frauen (bijin-e) darstellten. In den 1830er- und 1840er-Jahren entwarf er zahlreiche Kriegerdrucke (musha-e) und Landschaftsansichten

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. In den 1860er-Jahren war er vor allem als Zeichner der Yokohama-e, Drucke mit Darstellungen von Ausländern und deren Lebensgewohnheiten in der ihnen zugewiesenen Niederlassung in Yokohama, von seinen Zeitgenossen geschätzt. Besondere Anerkennung brachten ihm vor allem seine Panoramadarstellungen japanischer Städte und Landschaften ein. Aus der Vogelperspektive werden auf diesen, bis zu sechs ōban-Blätter (ca

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. 1,5 m) breiten Panoramadrucken zahlreiche Details von Städten wie Edo, Yokohama, Kyōto, Ōsaka und Nagasaki abgebildet. Oder sie enthalten Ansichten von berühmten Pilgerstätten und Tempelanlagen mit genauen Angaben der sich in deren Umgebung befindlichen Sehenswürdigkeiten.

Darüber hinaus war er im Laufe seines künstlerischen Schaffens an der Illustration von mehr als 230 Büchern, zumeist zeitgenössischen Romanen und Erzählungen, beteiligt.

Skylightfilter

Ein Skylightfilter ist ein Filter, der in der Fotografie verwendet wird. Es ist ein schwacher Konversionsfilter, welcher das Bild leicht rötlich färbt und so für eine wärmere Farbwiedergabe sorgt. Der Skylightfilter wird meist vorn auf das Objektiv aufgeschraubt. Bei einigen speziellen Objektiven wird er in den Strahlengang der Optik eingelegt oder mittels Filter-Revolver eingedreht.

Sinnvoll ist der Einsatz beispielsweise in der Landschaftsfotografie, da entfernte Objekte wie zum Beispiel Gebirgszüge durch Lichtbrechung in der Atmosphäre leicht blau gefärbt werden (siehe Rayleigh-Streuung). Der Skylightfilter wirkt dem entgegen.

Bei der Ausbelichtung von Negativfilmen wird dieser Effekt jedoch oft neutralisiert, da der Abzug vom Labor optimiert wird. Die endgültigen Farben hängen also mehr von der Bildverarbeitung der Vergrößerungsmaschinen ab als von leichten Filtern.

Der Skylightfilter wirkt wie viele andere Filter auch als UV-Sperrfilter.

Von vielen Fotografen wird er gern zum Schutz der Objektive eingesetzt, da ein zerkratzter Filter leichter und preiswerter auszuwechseln ist als die Frontlinse des Objektivs

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. Ein Objektivdeckel sollte dennoch benutzt werden.

Skylightfilter haben neben den aufgeführten Vorteilen den Nachteil, dass sie wie jeder Filter Licht, das von der Frontlinse reflektiert wird, wiederum in das Objektiv zurückreflektieren und somit bei Gegenlichtaufnahmen unschöne Lichtpunkte (Lens Flares) auf den Aufnahmen erzeugen können. Allerdings gibt es auch sogenannte Ghostless-Skylightfilter, deren Glas nicht plan ist, wodurch der Flare-Effekt reduziert wird

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. Ein Skylightfilter geringer Qualität kann zudem bei kontrastreichen Situationen eine subjektiv feststellbare Kontrastminderung bewirken

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23. Panzer-Division (Wehrmacht)

Die 23. Panzer-Division war ein militärischer Großverband der Wehrmacht

Einsatzgebiete:

Die 23. Panzer-Division (PD) wurde im September 1941 in Frankreich aufgestellt und im April 1942 an die Ostfront verlegt und dort der Heeresgruppe Süd unterstellt. Sie wurde im Raum Charkow eingesetzt und hatte bei Lossewo, Petschanoje, Ternowaja und Taranowka ihre erste Feindberührung. Bei Wolnjansk wurde sie für den Fall Blau bereitgestellt, die deutsche Sommeroffensive 1942. Die 23. PD erhielt den Befehl, vom Oskol auf den Don und Woronesch vorzustoßen. Über Rossosch, Tschertkowo und Millerowo erreichte sie den Don bei Mikolajewskaja. Die Weisung lautete, bis zum Kaukasus zu gelangen. Nach Passieren des Flusses Sal waren die Stationen Manytsch, Proletarskaja

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, Baschanta, Ipatowo, Woroschilowsk bis zum Kuban und zur Kuma bei Mikolajewskaja. Am Terek bei Prochladny und Naltschik-Ordshonikidse zeichneten sich heftige Gefechte ab. Der Vormarsch kam hier endgültig zum Erliegen, und der Divisionskommandeur, Generalmajor Erwin Mack, wurde am 26. August 1942 in der Nähe von Nowo Poltawskoje, zusammen mit drei seiner Stabsoffiziere, durch Direktreffer einer Mörsergranate getötet, als er den Frontabschnitt des Panzergrenadier-Regiments 128 besuchte.

Später war die 23. PD im Dezember 1942 am vergeblichen Versuch, die eingekesselte 6. Armee in Stalingrad im Unternehmen Wintergewitter zu befreien, beteiligt. Der Entsatzangriff auf Stalingrad wurde abgeschlagen. 1943 musste sich die 23. PD bei Proletarskaja südöstlich von Rostow zurückziehen. 1943 wurde sie vor allem um den Hauptbahnhof von Rostow in schwere Abwehrkämpfe verwickelt und musste die Stadt gegen die vorrückende Rote Armee aufgeben. Die Absetzbewegung verlief auf die Miusstellung bei Alekssejewka und Demidowka, dort wurde sie abgelöst und musste in Makejewka aufgefrischt werden. Der Rückzug führte schrittweise durch die Ukraine von Dnjepropetrowsk, Krementschug bis Kriwoi Rog. Im Sommer 1944 zog sie sich angesichts des erfolgreichen Vormarsches des Roten Armee und der Kesselschlacht am Pruth und bei Jassy zunächst nach Polen und dann zur Margarethen-Stellung in Ungarn zurück. Dort nahm sie im Rahmen der Plattenseeoffensive am Unternehmen Frühlingserwachen teil und zog sich nach deren Scheitern kämpfend nach Österreich zurück, wo sie bei Kriegsende in westalliierte Gefangenschaft ging.

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Grabeskirche

Koordinaten:

Als Grabeskirche oder Kirche vom heiligen Grab wird die Kirche in der Altstadt Jerusalems bezeichnet, die sich an der überlieferten Stelle der Kreuzigung und des Grabes Jesu befindet. Die Grabeskirche zählt zu den größten Heiligtümern des Christentums

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Grabeskirche ist die in westlichen Glaubensrichtungen übliche Bezeichnung, von Orthodoxen Christen wird das Gebäude Auferstehungskirche (griechisch Ναός της Αναστάσεως, von ἀνάστασις anastasis, „Auferstehung“) genannt. Die Kirche ist der Sitz des griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem und des katholischen Erzpriesters der Basilika des heiligen Grabes

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. Das „Heilige Grab“ (Πανάγιος Τάφος, Sanctum Sepulcrum) im Innern der Kirche wurde verschiedentlich nachgebaut (siehe Nachbildungen des Heiligen Grabs).

Neben diesem Kirchengebäude tragen weitere Kirchen die Bezeichnung Grabeskirche. So ist St. Peter in Rom die Grabeskirche des Apostels Petrus. Mit dem Heiligen Grab ist jedoch stets die Grabeskirche Christi bezeichnet.

Es gibt weitere Orte, an denen das Grab Jesu vermutet bzw. verehrt wird, siehe eigener Abschnitt.

Nach dem Zeugnis mehrerer spätantiker Schriftsteller des 4. Jahrhunderts wurden 325 im Gefolge eines Besuchs von Helena, der Mutter des Kaisers Konstantin, in Jerusalem die Stätten von Tod und Auferstehung Jesu Christi unter einem römischen Tempel der Venus aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. aufgefunden. Dies führte zu einer Verbreitung von Kreuzreliquien und einem Wiederaufleben der Verehrung des Grabes, die durch den Bau des darüberliegenden Tempels eigentlich hatte unterbunden werden sollen.

Die Lokalisierung der Grabeskirche als Ort der Kreuzigung Jesu und einiger Ostererscheinungen gilt als durchaus berechtigt. Für diese Annahme sprechen neben der langen Überlieferung und Tradition auch historische und archäologische Hinweise sowie die Tatsache, dass jenes Gebiet zur Zeit Jesu außerhalb der damaligen Stadtmauern, aber bereits zur Zeit Konstantins im Stadtgebiet lag. Wie mehrere Gräber und Grabnischen auf dem Gebiet der Kirche belegen (derzeit sind sieben weitere Gräber bekannt), wurden hier um die Zeitenwende tatsächlich Begräbnisse durchgeführt.

Bereits für den Bau des Venustempels dürfte ein Teil des ursprünglichen Felsens entfernt worden sein. Dabei wurde das Grab wiederentdeckt:

„Als sich aber statt des beseitigten Fußbodens ein anderer in der Tiefe der Erde zeigte, da zeigte sich auch gegen aller Erwarten das hehre und hochheilige Denkmal der Auferstehung des Heilandes, und der heiligsten Höhle sollte da ein ähnliches Wiederaufleben beschieden sein wie dem Erlöser selber: nachdem sie lange Zeit im Dunkel verborgen gewesen war, kam sie wiederum ans Licht und gab denen, die sie zu sehen herbeigekommen waren, deutliche Kunde von den daselbst geschehenen Wundern; denn sie bezeugte die Auferstehung des Erlösers durch Tatsachen, die lauter sprachen als jeder Mund.“

Der Bau der Basilika wurde bald nach 326 von Kaiser Konstantin in Auftrag gegeben, trat an die Stelle des römischen Heiligtums und wurde am 13. September 335 geweiht. Die Anlage, die den Ort des Grabes und den nahebei liegenden Golgota-Hügel einbezog, bestand aus einer Rotunde um die zentrale Verehrungsstätte des durch eine Ädikula ausgezeichneten Heiligen Grabes im Westen (teilweise erhalten), einem Eingangsportikus und einer großen Basilika im Osten (nicht erhalten). Der innere, zumindest teilweise nach oben hin offene Raumzylinder der Rotunde wurde im Westen durch einen niedrigeren Umgang auf halbrundem Grundriss mit drei Apsiden und im Osten durch eine aufgeweitete Raumsituation ergänzt, die zum Eingangsportikus überleitete. Innerer Zylinder und Anräume waren durch eine Stützenstellung geschieden, die sich aus vier Pfeilern in den Haupthimmelsrichtungen und je drei monumentalen Säulen auf rechteckigen Postamenten dazwischen zusammensetzte. Die Säulenstellung lässt auf eine konstantinische Stützenfolge von vermutlich 11 Meter Höhe schließen, die im Originalzustand durch ein waagerechtes Gebälk abgeschlossen wurde. Der Golgatha-Felsen, heutzutage innerhalb der Grabeskirche, befand sich unter freiem Himmel zwischen den beiden Gebäuden Rotunde und Basilika. Sie wurden von Eusebius akkurat beschrieben (Vita Constantini III, 34 – 40).

Die Kirche wurde im Jahre 614 bei der Eroberung Jerusalems durch den persischen Sassanidenherrscher Chosrau II. durch Feuer beschädigt, wobei das Heilige Kreuz durch den General Shahrbaraz nach Ktesiphon verschleppt wurde. 630 marschierte Kaiser Herakleios triumphierend in Jerusalem ein und brachte das Kreuz in die wiedererrichtete Grabeskirche zurück. Die frühen islamischen Herrscher beschützten die christlichen Stätten in Jerusalem, verboten ihre Zerstörung und ihre Verwendung zu Wohnzwecken. So blieb der Bau weiterhin eine christliche Kirche.

Für den Befehl zur Zerstörung der Grabeskirche bzw. für das Datum zur Zerstörung der Grabeskirche gibt es unterschiedliche Daten in verschiedenen Quellen. Der als zuverlässigster Chronist eingeschätzte Yahya von Antiochia gibt als Datum den 28. September 1009 an (umgerechnet in den heutigen Gregorianischen Kalender). Dagegen nennt z. B. Elias von Nisibis den Beginn des Jahres 400 H.(Hidschra), der 25. Ab (August) des Jahres 1320 seleukidischer Zeitrechnung, also den 31. August 1009 (umgerechnet), als Tag des Zerstörungsbefehls vom Fatimiden-Kalifen al-Hakim. Öfter wird auch – ohne genaue Quellenangabe – der 18. Oktober 1009 (umgerechnet) als „Zerstörungsdatum“ genannt.

Insbesondere wurde dabei das zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend intakte Felsengrab abgebrochen, so dass heute vom eigentlichen Grab nur Bruchstücke erhalten sind. Dieses dunkle Kapitel hängt mit Al-Ḥākim zusammen, der von 1000 bis 1021 in Kairo regierte. Er vollzog eine radikale Wendung in der Politik der herrschenden Fatimiden-Dynastie. Diese gehörten der ismailitischen Richtung der Schiiten an und hatten sich verhältnismäßig tolerant sowohl gegenüber den Sunniten als auch den nicht-islamischen Religionen gezeigt. Al-Ḥākim hingegen wollte den Untertanen seine neue Interpretation von Islam mit allen Mitteln aufzwingen. Die Christen und Juden wurden am härtesten von seiner radikalen Einstellung getroffen. Der Sultan verschärfte das Dhimmi-System, das im islamischen Recht den Status der Nichtmuslime regelte, die auch nach früherer Regelung unter anderem eine Kopfsteuer bezahlen mussten und einer Reihe von Diskriminierungen unterworfen waren.

Die Zerstörung des Heiligen Grabes bildete den Höhepunkt dieser religiösen Intoleranz. Das Ereignis löste solches Entsetzen aus, dass der Nachhall schnell das Abendland erreichte und auch dort eine ungeahnte Welle der Empörung auslöste. Die schwerwiegende Gewalttat wirkte dermaßen nach, dass sie zu einem auslösenden Moment für den Ersten Kreuzzug wurde. Beim Wiederaufbau konnten die fast vollständig erhaltenen Außenmauern und Teile der Stützenstellung wiederverwendet werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass erst damals das heutige Emporengeschoss über dem Erdgeschossumgang eingerichtet wurde, indem man die konstantinischen Säulenschäfte quer halbierte und zusammen mit den ebenfalls gekürzten Pfeilern in den Haupthimmelsrichtungen für eine nun erheblich gedrungenere Stützenreihe verwendete, die zudem als Arkatur (Bogenstellung) ausgebildet wurde. Auf jeden Fall war ab dem 11. Jahrhundert der heute bestimmende charakteristische Aufbau aus verhältnismäßig hohen Postamenten, die teilweise nach den konstantinischen Mustern nachgearbeitet waren, gedrungenen Säulen mit einer Art korinthischen Kapitellen und darüber Rundbogenarkaden, die keinerlei Profile besaßen, sondern wie aus der dicken Mauer ausgestanzt wirken, zu erleben. Im Osten war der ursprüngliche Rhythmus von Pfeilern und Säulen aufgebrochen zugunsten einer geweiteten Öffnung zu einer neu erbauten Apsis.

Als nach der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter 1099 der Bereich östlich der Rotunde um 1160/1170 durch den Anbau der heute noch bestehenden Kirche umgestaltet wurde, war die Anastasis (Ἀνάστασις, griechisch für Auferstehung), der Rundbau über dem Grab Christi, selbst von keinen gravierenden Eingriffen betroffen.

Seit einer Renovierung 1555 wechselte die Kontrolle über die Kirche zwischen den Franziskanern und den Orthodoxen, je nachdem, welche Konfession für bestimmte Zeit einen Ferman von der Hohen Pforte erhalten konnte, oft durch offene Bestechung. 1767, als man genug von den begleitenden Streitereien und Unruhen hatte, erließ die Hohe Pforte einen Ferman, der die Kirche zwischen den Parteien aufteilte. Das letzte Ferman von 1852 (Status quo 1852) bestätigte das Arrangement und ließ es zu einer permanenten Regelung werden.

Der Streit um die Schutzherrschaft über die Grabeskirche war 1853 vordergründig Auslöser des Krimkrieges um die Vorherrschaft im zerfallenden Osmanischen Reich, in dem sich Russland einerseits und das Osmanische Reich, Frankreich und Großbritannien andererseits gegenüberstanden.

Heute ist die Grabeskirche in der Hand sechs christlicher Konfessionen: Die Hauptverwaltung der Kirche haben die Griechisch-Orthodoxe, die römisch-katholische Kirche, vertreten durch den Franziskaner-Orden, und die Armenische Apostolische Kirche inne. Im 19. Jahrhundert kamen die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, die Kopten und die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche hinzu. Sie bekamen nur einige kleinere Schreine und Aufgaben zugeteilt, die Äthiopier leben als kleine Gruppe auf einem Dach der Kirche. Dieses Deir-al-Sultan-Kloster wird jedoch von den Kopten beansprucht und ist seit 2004 einsturzgefährdet. Der Streit verhindert jedoch eine Renovierung. Protestantische Konfessionen sind in der Kirche nicht vertreten.

Wegen der Streitigkeiten verwahrt die muslimische Familie Joudeh seit mehreren Jahrhunderten die Schlüssel der Kirche und die ebenfalls muslimische Familie Nusseibeh schließt die Haupttür morgens auf und abends wieder zu. Außerdem traten die Familienmitglieder oft als Schlichter auf. Die Joudehs und Nusseibehs werden mindestens seit der Zeit Saladins mit der Kirche in Verbindung gebracht.

Die israelischen Behörden beließen die festgesetzte Aufteilung (status quo), nachdem die Altstadt nach dem Sechstagekrieg 1967 unter ihre Verwaltung kam. Die komplizierten Besitzverhältnisse erschweren bauliche Maßnahmen sehr, da jede Veränderung eine Verletzung des Status quo verursachen könnte. So steht zum Beispiel eine längst nutzlos gewordene Holzleiter an der Fassade über dem Hauptportal. Sie diente im 19. Jahrhundert den Mönchen zum Einstieg in die Kirche, wenn die Tore behördlich geschlossen waren. Seit vielen Jahrzehnten laufen Bestrebungen, sie zu entfernen, doch ist es nicht geregelt, wer dazu befugt wäre.

Nicht nur der Besitz in der Kirche ist genau geregelt, sondern auch wer wann wo wie lange beten darf. So muss zum Beispiel das Grab für die tägliche Prozession der Franziskaner von den Orthodoxen frei gemacht werden. Besonders kritisch wird die Situation immer zu Ostern, wenn alle Kirchen das Hochfest der Auferstehung feiern. Da die Katholiken selten am Termin der Ostkirche feiern, kommt es da vor allem zum Konflikt unter den Orthodoxen. So kommt es gelegentlich zu Handgreiflichkeiten zwischen Mönchen wegen der nicht eingehaltenen Gebetsordnung. Auch während der Sperrzeiten in der Nacht bleiben Mönche aller Konfessionen in der Kirche. In der Kirche gelten wegen der unumstößlichen Zeiteinteilung auch keine Sommerzeitregelungen. Im Sommer ist daher eine entsprechende Zeitverschiebung zu berücksichtigen.

Die für Christen bedeutendste Stätte der Grabeskirche ist das Heilige Grab, der überlieferte Ort des Grabes Jesu. Es ist die 14. Station des Kreuzweges. Das Heilige Grab wird von einer Rotunde überwölbt.

Überbaut ist das Heilige Grab von der Grabeskapelle, einer 1809 errichteten, im Stile des osmanischen Barock gestalteten Ädikula. Im Laufe der Zeit offenbarten Risse an den Wänden konstruktive und bauliche Mängel: Die Marmorplatten an den Seiten waren zu schwer, der verwendete Mörtel ungenügend. Nach der weiteren Beschädigung durch das Erdbeben von Jericho im Jahre 1927 war die Grabeskapelle einsturzgefährdet. 1947, im letzten Jahr ihres Mandates für Palästina, versahen die Briten die Ädikula zur vorläufigen Sicherung mit einem Stahlkorsett.

In streng vertraulichen Verhandlungen in Athen verständigten sich der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., der armenische Patriarch Nourhan Manougian sowie namens der katholischen Kirche der Kustos des Heiligen Landes, Pierbattista Pizzaballa OFM, im März 2016 darauf, die überfällige Instandsetzung der Grabeskapelle durchführen zu lassen. Griechische Restauratoren werden bis Anfang 2017 den Bau abtragen, dessen Steine ausbessern oder ersetzen und die Ädikula originalgetreu wiederaufbauen. Der Zugang der Betenden zum Heiligen Grab bleibt während der Arbeiten gewährleistet.

Neben der Grabeskapelle beinhaltet die Grabeskirche zahlreiche weitere christliche Heiligtümer. Am Salbungsstein beim Eingang der Kirche soll der Leichnam Jesu für die Bestattung vorbereitet worden sein. Je nach Zählung gilt dieser Ort als 13. Kreuzwegstation. (Eine alternative Zählung erachtet als 13. Station eine von den Franziskanern an der Via Dolorosa aufgestellte Statue der schmerzerfüllten Muttergottes, die von den Katholiken in Jerusalem mit Bezug auf das entsprechende mittelalterliche Gedicht „Stabat mater“ genannt wird, und den zugehörigen Altar.)

Rechts des Eingangs liegt der Kalvarienberg oder Golgotafelsen, der Überlieferung nach die Stelle, an der Jesus am Kreuz gestorben sein soll. Oben stehen, über steile Treppen zu erreichen, der römisch-katholische Kreuzannagelungsaltar (11. Kreuzwegstation) und der griechisch-orthodoxe Kreuzigungsaltar (12. Kreuzwegstation).

Unterhalb des Kalvarienbergs befindet sich die griechisch-orthodoxe Adamskapelle. Hier soll der Schädel Adams gelegen haben. Die Legende besagt, dass das Blut Jesu durch Felsritzen auf den Schädel geflossen sei und so Adam von der Erbsünde befreit habe. Ein Fels mit teilweise rötlicher Färbung, welcher neben der Adamskapelle zu sehen ist, soll diese Geschichte belegen.

Im Zentrum der Kirche, von der Rotunde her zugänglich, liegt das Mittelschiff mit Altar. Es wird als Katholikon bezeichnet und steht in der Obhut der griechisch-orthodoxen Kirche. An dieser Stelle befand sich nach mittelalterlicher christlicher Auffassung der Nabel der Welt. Über der Vierung sitzt eine Kuppel, die nach dem Erdbeben von 1927 gänzlich erneuert wurde. Die Mosaiken, die Christus als Pantokrator (s. die Abbildung) sowie Maria und ostkirchliche Heilige darstellen, wurden 1994 angefertigt.

Seit 1996 bekrönt eine von Paul Nagel als Lichtkreuz geschaffene und vom griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem Diodoros I. geweihte monumentale Kreuzskulptur die Kuppel des Katholikon. Es war die Initiative des Professors für Kunstgeschichte Gustav Kühnel, ein neues Kreuz zu errichten, das nicht nur der Einzigartigkeit des Ortes würdig sein sollte, sondern auch das Symbol für alle Bemühungen um die Einheit der christlichen Glaubensgemeinschaften.

Auf tieferem Niveau als der Kircheneingang befinden sich die armenisch-orthodoxe Helena-Kapelle und die römisch-katholische Kreuzauffindungskapelle. In letzterer, einer ehemaligen, direkt in den Felsen geschlagenen Zisterne, soll der Fundort des Kreuzes von Jesus liegen.

Seitlich des Altars der Helena-Kapelle führt eine weitere Treppe hinab zur Sankt-Vartan-Kapelle. Diese ist allerdings in aller Regel für Besucher unzugänglich. Entdeckt wurde dieser Ort bei Restaurierungsarbeiten in den späten 1970er Jahren. Bemerkenswert ist die Sankt-Vartan-Kapelle zum einen, weil dort die mutmaßlich letzten Reste einer hadrianischen Stützmauer zu finden sind und zum anderen, dass darauf ein Graffito angebracht ist, das ein römisches Segelschiff zeigt und die Unterschrift (übersetzt) „Gott, wir haben uns auf den Weg gemacht“. Allgemein wird angenommen, es handle sich um die Inschrift eines frühchristlichen Pilgers des 2. Jahrhunderts. Die Datierung schwankt allerdings zwischen dem späten 1. und dem frühen 4. Jahrhundert.

Im Jahre 2014 errichtete die österreichische Orgelbaufirma Rieger eine neue Chororgel für die Grabeskirche. Das Instrument hat 15 Register auf zwei Manualen und Pedal.

Nach Überzeugung der überwiegenden Mehrheit der Gelehrten ist die Grabeskirche der tatsächliche Ort der Kreuzigung und des Grabes Jesu. Zwei weitere Orte, die als Begräbnisstätte in Betracht gezogen wurden, sind das Gartengrab, ein 1867 entdecktes Felsengrab nördlich des Damaskustores, etwas außerhalb der Jerusalemer Altstadt, und das 1980 entdeckte Talpiot-Grab, ein Felsengrab fünf Kilometer südlich der Altstadt Jerusalems. Allerdings sprechen keine Indizien für diese Lokalisierungen und einiges dagegen.

Als angebliche Grabstätten Jesu verehrt werden zum einen der Schrein Roza Bal in Srinagar (Kaschmir, Indien), wo sich das Grab eines Weisen namens Yuz Asaf (= Sohn des Josef?) befindet. Zum anderen wird ein „Jesusgrab“ im Dorf Shingō (Präfektur Aomori, Japan) verehrt. Rund 30.000 Touristen besuchen es pro Jahr.

in der Reihenfolge des Erscheinens

Konkathedrale Allerheiligster Namen Jesu | Andreaskirche | Annenkirche | Christuskirche | Dominus flevit | Dormitio | Dreifaltigkeitskathedrale | Ecce-Homo-Basilika | Erlöserkirche | Gartengrab | Geißelungskapelle | Georgskathedrale | Grabeskirche | Himmelfahrtskapelle | Himmelfahrtskirche | Jakobuskathedrale | Johanneskirche | Kidane Mihiret Kirche | Kreuzkloster | Maria-Magdalena-Kirche | Mariengrab | Markuskirche | Nazarenerkirche | Nea-Kirche | Kapelle Ohnmacht Unserer Lieben Frau | Paternosterkirche | St. Maria der Deutschen | St. Peter in Gallicantu | Salvatorkirche | Kirche Schmerzen Mariä | Stephanskirche | Todesangstbasilika | Verurteilungskapelle | Viri-Galilaei-Kirche | Visitatio-Kirche

Erzbasilika: St. Johannes im Lateran

Basilicae maiores: St. Franziskus in Assisi | St. Johannes im Lateran | St. Paul vor den Mauern | St. Peter im Vatikan | Maria Maggiore in Rom | Maria von den Engeln in Assisi

Weitere päpstliche Basiliken: Hl. Haus in Loreto | St. Antonius in Padua | St. Franziskus in Assisi | St. Laurentius vor den Mauern | St. Michael in Madrid | St. Nikolaus in Bari | Maria vom Rosenkranz in Pompei

Patriarchalbasiliken: Hl. Grab in Jerusalem | St. Markus in Venedig | Mariä Himmelfahrt in Aquileia

Basilicae minores: (Listen: Deutschsprachige Länder | BeNeLux | Frankreich&nbsp mcm taschen sale;| Italien, Vatikan, San Marino | Slowakei | Spanien, Portugal | sonstige)

John Gosper

John Jay Gosper (* 1841; † 15. Mai 1913) war ein US-amerikanischer Politiker (Republikanische Partei) und Geschäftsmann, der die Posten des Secretary of State von Nebraska und des Secretary of Arizona Territory bekleidete. Ferner war er, nachdem John C. Frémont sein Amt als Gouverneur aufgab, kommissarischer Gouverneur des Arizona-Territoriums.

Als der Bürgerkrieg ausbrach, meldete er sich freiwillig zum Dienst in der Unionsarmee. Dort erreichte er den Rang eines Colonel. Außerdem verlor er in einer Schlacht sein linkes Bein. Nach dem Krieg zog er nach Nebraska, wo er zum Secretary of State gewählt wurde.

Anschließend wurde er von US-Präsident Rutherford B. Hayes zum Secretary of the Territory im Arizona-Territorium ernannt. Gosper kam am 30. Mai 1877 in Arizona an. Er war unter den Gouverneuren Hoyt und Frémont tätig.

Das Gosper County in Nebraska ist nach ihm benannt.

Arizona-Territorium (1863–1912):
Goodwin | McCormick | Carter | Safford | Hoyt&nbsp

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;| Frémont | Gosper | Tritle | Zulick | Wolfley | Irwin | Murphy | Hughes | Bruce | Franklin | McCord | Murphy | Brodie | Nichols | Kibbey | Sloan | Hunt

Bundesstaat Arizona (seit 1912):
Hunt | Campbell | Hunt | Campbell | Hunt | Phillips | Hunt | Moeur | Stanford | Jones | Osborn | Garvey | Pyle | McFarland | Fannin | Goddard&nbsp

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Peter Dalcher

Peter Dalcher (* 26. April 1926 in Pessac; † 30. Dezember 2010 in Zug) war ein Schweizer Sprachwissenschafter und Lexikograph und fünfter Chefredaktor des Schweizerischen Idiotikons.

Dalcher kam im französischen Aquitanien zur Welt, wo sein aus dem Baselbiet stammender Vater für ein Schweizer Unternehmen arbeitete. Nachdem die Familie in die Schweiz zurückgekehrt war, besuchte er die Primar- und die Kantonsschule in Zug. Das anschliessende Studium der Germanistik und Anglistik absolvierte Dalcher in Zürich, Basel und Aberdeen und schloss es bei Rudolf Hotzenköcherle mit einer 1957 erschienenen Dissertation über die Fischereiterminologie im Zuger Urkundenbuch ab

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Schon als Student stellte Dalcher zuhanden des Deutschen Wörterbuchs Material aus den noch ungedruckten Beständen des Schweizerischen Idiotikons zusammen. 1955 trat er am Idiotikon eine Stelle als Redaktor an und stand diesem (als Nachfolger von Hans Wanner) von 1974 bis zu seiner Pensionierung 1991 als Chefredaktor vor.

Dalcher erteilte ab 1969 an der Universität Freiburg im Üechtland Unterricht in Mittelhochdeutsch und wurde 1976 ebenda zum Titularprofessor für deutsche Sprachwissenschaft ernannt. Überdies nahm er Lehraufträge an der Universität Zürich wahr

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. Sein besonderes Interesse galt den Anglizismen im Schweizerdeutschen, über die er eine umfassende, heute im Archiv des Idiotikons aufbewahrte Sammlung anlegte.

Neben seiner Berufstätigkeit war Dalcher für die Freisinnig-Demokratische Partei Mitglied des Zuger Grossen Gemeinderates (kommunale Legislative) und des Zuger Kantonsschulrates, und er amtete ein gutes Jahrzehnt als Vizepräsident und Präsident der Zuger Kunstgesellschaft. Vehement trat er für die Erhaltung der Landschaft seiner engeren Heimat ein. Seine humorvolle Seite kam unter anderem in den Stücken zum Ausdruck, die er für das Cabaret Durzug verfasste.

Dalcher erhielt 1991 den Anerkennungspreis des Kantons Zug «für seine Verdienste als Sprachwissenschafter und seine Tätigkeit in kulturellen Vereinigungen», und 1991 sowie 2001 wurden Tagungen zu seinen Ehren organisiert.

Überdies wurden ihm zwei Festschriften gewidmet:

Von den Nachrufen ist besonders zu nennen:

The Sign (Lied)

The Sign ist ein Popsong der schwedischen Gruppe Ace of Base aus dem Jahr 1993, der zu einem weiteren Charthit der Band avancierte. Musik und Text stammen von Jonas Berggren und Ulf Ekberg, Produzenten waren Douglas Carr, Jonas Berggren und Denniz PoP.

Das Lied wurde in Deutschland im Oktober 1993 veröffentlicht, während es in den USA und Großbritannien erst im Februar 1994 erschien. Der Titel wurde zu einem weltweiten Hit und wurde aus dem Album Happy Nation ausgekoppelt, das in den USA allerdings unter dem Namen The Sign vertrieben wurde.

Nach wenigen Wochen erreichte die Singleauskopplung The Sign Platz zwei in den britischen Charts, Platz eins in Deutschland und Österreich und für sechs unterbrochene Wochen Platz eins in den US-amerikanischen Billboard Hot 100. The Sign wurde der erste Nummer-eins-Hit für Ace of Base in den USA. Außerdem war es die erste Single nach Men at Works Down Under aus dem Jahre 1982, die mehrmals Platz eins erreichte.

Das Lied erreichte ebenfalls Platz eins der US-amerikanischen Jahrescharts 1994. Das Lied wurde auf Platz 51 der Billboard Hot 100 All-Time Top Songs, der bestplatzierten Songs von 1958 bis 2008, gelistet.

Die Regie zum Musikvideo führte Mathias Julin. Es zeigt die Gruppe vor großen Bildeinblendungen singend, eine Fahne wird geschwenkt. Das „Sign“, also das Zeichen, wird als ein digitalisiertes, goldenes und sich drehendes Anch mit einem darin befindlichen Djed-Pfeiler dargestellt.

Zudem wird in einzelnen Szenen eine Geschichte von einem Mann und einer Frau erzählt, bei der diese auf zwei Stühlen nebeneinander sitzen, bis der Mann geht. Er kommt mit einer Rose zurück, die er der Frau gibt und die sie auch annimmt. Die beiden halten sich kurz bei den Händen. Ein Licht scheint jedoch der Frau ins Gesicht, sie wird weggezogen. Die Rose fällt auf den zurückbleibenden Stuhl.

Das Lied wurde von The Mountain Goats gecovert. Es wurde auch in einer Episode von American Dad, der letzten der fünften Staffel, verwendet.

Jonas Berggren • Ulf Ekberg • Clara Hagman • Julia Williamson

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;border-top:1px solid #FFF;padding:.2em;background: #EEE;text-align:center;font-size:95%“>Linn Berggren • Jenny Berggren

Happy Nation • Happy Nation/The Sign • The Bridge • Flowers • Cruel Summer • Da Capo • The Golden Ratio

Singles of the 90s • Greatest Hits • The Collection/All That She Wants • Platinum & Gold Collection • The Ultimate Collection • Greatest Hits, Classic Remixes and Music Videos • Platinum & Gold

Wheel of Fortune • All That She Wants • Happy Nation • Waiting for Magic • The Sign • Don’t Turn Around • Living in Danger • Beautiful Life • Lucky Love • Never Gonna Say I’m Sorry • My Déjà Vu • Angel Eyes • Life Is a Flower • Cruel Summer • Whenever You’re Near Me • Travel to Romantis • Tokyo Girl • Donnie • Cecilia • Always Have, Always Will • Everytime It Rains • C’est la Vie (Always 21) • Hallo Hallo • Love in December • Beautiful Morning • The Juvenile • Unspeakable • Wheel of Fortune • All for You

Diskografie