Übertragungsverlust

Der Übertragungsverlust, auch Netzverlust, ist die Differenz zwischen erzeugter elektrischer Leistung im Kraftwerk und der genutzten elektrischen Leistung. Die Übertragungsverluste in Dreiphasensystemen betragen in Mitteleuropa etwa 6 % der Netzleistung, gemittelt über die verschiedenen Spannungsebenen. In Deutschland gehen durch Netzverluste rund 5,7 % der bereitgestellten Elektroenergie im Stromnetz verloren. Von 2000 bis 2012 wurde der Übertragungsverlust um ca. 28 % reduziert (von 34,1 auf 24,6 TWh). Übertragungsverluste entstehen hauptsächlich durch den Ohmschen Widerstand der Übertragungsleitungen. Der durch die Leitungen fließende Strom verursacht dabei eine Erwärmung der Leitungen, auch als ohmscher Verlust bezeichnet. Daneben spielen für die Netzverluste auch spannungsabhängige Verluste durch Koronaentladung, Verluste im Rahmen der Blindleistungskompensation und Verluste in den Leistungstransformatoren eine Rolle.

Bei einer typischen mit 380 kV betrieben Freileitung mit Bündelleiter 4×564/72 Al/St, welche auf die Übertragung von maximal 1,1 GW pro Dreiphasensystem ausgelegt ist, treten auf 100 km Länge stromabhängige ohmsche Verluste von 11,6 MW und 245 kW an spannungsabhängigen Verlusten, primär infolge der Koronaentladung, auf. Dies ergibt bei der Maximalleistung einen Übertragungsverlust von knapp über 1 % der eingespeisten Leistung pro 100 km. Die dominanten ohmschen Verluste könnten zwar durch größere Leiterquerschnitte scheinbar leicht verkleinert werden, allerdings steigt dabei das Gewicht und stößt an wirtschaftlich nicht mehr vertretbare Grenzen bei den Kosten für Freileitungen und Mastkonstruktionen in Relation zu den Energiekosten.

Zur Reduktion der absoluten Leitungsverluste und zur Erfüllung der N-1-Regel werden Doppelsysteme mit zwei Dreiphasensystemen auf einem Mast häufig parallel und nur mit weniger als der halben Maximalleistung pro Leitersystem betrieben. Bei kurzfristigen Ausfall eines Systems, beispielsweise bei dem bei Freileitungen häufig auftretenden Erdschluss mit der Folge einer Leitungsunterbrechung und der automatischen Wiedereinschaltung, kann so ohne Unterbrechung der Versorgung das zweite Übertragungssystem die gesamte Übertragungsleistung übernehmen.

Die relativen Verluste von rund 1 % auf 100 km Länge bleiben bei einer Freileitung auch bei geringeren Übertragungsleistung in etwa konstant. Bei Erdkabeln hingegen kommen die lastunabhängigen Kompensationsverluste als wesentliche Verlustkomponente hinzu, dafür verringern sich die ohmschen Verluste, da bei Erdkabelsystemen größere Leiterquerschnitte gewählt werden. Ein zu obiger Freileitung ähnliches 380-kV-Erdkabelsystem weist aufgrund des höheren kapazitiven Belages einen ca. 15 mal so hohen Blindleistungsbedarf auf, was bei einer typischen Jahresauslastung von 30 % im Erdkabelsystem im Vergleich zum Freileitungssystem zu etwa 25 % höheren Verlusten führt.

380-kV-Leitungen stellen bei den in Mitteleuropa üblichen Stromnetzen Leitungen mit den geringsten Verlusten dar, bezogen auf die Maximalleistung. In niedrigeren Spannungsebenen wie dem 110-kV-Verteilsystem und besonders im Mittelspannungsnetz treten pro 100 km größere relative Verluste auf, weshalb diese Spannungen für regionale Verteilungen auf kürzeren Strecken eingesetzt werden. Auch bei der Transformation zwischen den verschiedenen Spannungsebenen ergeben sich primär thermische Verluste in den Leistungstransformatoren, weshalb im Stromnetz bei den in Mitteleuropa üblichen mittleren Entfernungen zwischen Verbraucher und Kraftwerk ca. 6 % Gesamtübertragungsverlust gegeben sind. Bei größeren räumlichen Abständen zwischen Verbraucher und Kraftwerken ergeben sich höhere Gesamtverluste weshalb es sinnvoll ist, Kraftwerke möglichst in der Nähe der Verbraucher zu errichten.

Um die Übertragungswirkverluste gering zu halten, wird die Betriebsspannung möglichst hoch gewählt, um bei gleicher Übertragungsleistung die dominanten ohmschen Verluste zu reduzieren. Beispielsweise wird in Kanada in Teilen des Dreiphasennetzes der Hydro-Québec mit Spannungen von 735 kV gearbeitet. Weiterhin wird bei langen Distanzen die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) eingesetzt, welche mit Gleichspannungen bis ±800 kV, wie bei der HGÜ Yunnan-Guangdong, arbeitet. Bei der HGÜ treten allerdings zusätzliche Konverterverluste zufolge der Umrichtung von Dreiphasenwechselstrom in Gleichstrom und wieder zurück in Dreiphasenwechselstrom auf. Diese zusätzlichen Verluste werden ab bestimmten Leitungslängen durch die reduzierten Übertragungsverluste kompensiert.

1999–2000 Boston Bruins season

The 1999–2000 Boston Bruins season was the Bruins‘ 76th season of operation. The Bruins failed to qualify for the playoffs.

Following a 2nd round loss to the Buffalo Sabres the year previous, the Boston Bruins headed into the 1999–2000 NHL season with confidence that they could reach the playoffs for the third straight year under head coach Pat Burns. General manager Harry Sinden signed no free agents in the offseason and made no significant moves heading into the season. Goaltender Byron Dafoe was to be the starter for the third straight year following his best season in 1998-99 going 32-23-11 with a .926 save percentage.

On February 21, 2000, McSorley, playing for the Bruins, swung his stick and hit Donald Brashear in the head with seconds left in the Bruins-Vancouver Canucks game. Brashear lost consciousness and suffered a grade 3 concussion, but not from immediate contact with the stick. The stick hit Brashear’s helmet, but caused him to fall backward, and his head hit hard on the ice.

As a result of the stick incident, McSorley was charged with assault and suspended by the NHL for the remainder of the 1999–2000 season (including playoffs) missing 23 games. On October 4, 2000, a jury found McSorley guilty of assault with a weapon for his attack on Brashear. He was sentenced to 18 months probation. The trial was the first for an on-ice attack by an NHL player since 1988. After his assault conviction his NHL suspension was extended to one full year (through February 21, 2001). This suspension was the longest in NHL history and afterwards McSorley never played in another NHL game.

During the regular season, the Bruins were the only team not to score a short-handed goal.

Note: CR = Conference rank; GP = Games played; W = Wins; L = Losses; T = Ties; GF = Goals for; GA = Goals against; Pts = Points
         Bolded teams qualified for the playoffs.

Divisions: AT – Atlantic, NE – Northeast, SE – Southeast

Z- Clinched Conference; Y- Clinched Division; X- Clinched Playoff spot

The Boston Bruins failed to qualify for the Stanley Cup Playoffs in 2000.

Note:

Annals of the New York Academy of Sciences

Annals of the New York Academy of Sciences ist eine seit 1823 erscheinende, begutachtete wissenschaftliche Fachzeitschrift, die von Wiley für die New York Academy of Sciences herausgegeben wird. Chefredakteur ist Douglas Braaten.

Die Zeitschrift zählt zu den ältesten wissenschaftlichen Zeitschriften der Vereinigten Staaten und publiziert Review-Artikel und Konferenz-Proceedings. Der Fokus liegt auf dem Feld der Biomedizin und der Biologie, durch multidisziplinäre Herangehensweise erstreckt sich der Publikationsrahmen auch in viele weitere Felder wie z.B. Psychologie, Anthropologie und Philosophie. Mittlerweile wurden alle Ausgaben seit 1823 digitalisiert und können online eingesehen werden.

Der Impact Factor lag im Jahr 2013 bei 4,039, der fünfjährige Impact Factor bei 3,854. Damit lag das Journal bei dem Impact Factor auf Rang 6 von insgesamt 55 Zeitschriften in der Kategorie „Multidisziplinäre Wissenschaft“. Zugleich war sie nach Nature, Proceedings of the National Academy of Sciences, Science und PLOS ONE die am fünfthäufigsten zitierte Zeitschrift in dieser Kategorie.

Emotion

Emotion bezeichnet eine Gemütsbewegung im Sinne eines Affektes. Der Affekt ist eine besondere Qualität des Fühlens, der damit dem Leib-Seele-Problem Ausdruck verleiht. Sie ist ein psychophysiologisches, auch psychisches Phänomen, das durch die bewusste oder unbewusste Wahrnehmung eines Ereignisses oder einer Situation ausgelöst wird. Das Wahrnehmen geht einher mit physiologischen Veränderungen, spezifischen Kognitionen, subjektivem Gefühlserleben und reaktivem Sozialverhalten.

Die Emotion oder der Affekt ist vom Fühlen oder dem Gefühl zu unterscheiden. So erfassen die Begriffe des Fühlens oder des Gefühls die unterschiedlichsten psychischen Erfahrungen und Reaktionen die sich beschreiben und damit auch versprachlichen lassen, wie u. a. Angst, Ärger, Komik, Ironie sowie Mitleid, Eifersucht, Furcht, Freude und Liebe. Physiologische Reaktionen auf Emotionen sind auch mit Messungen neurophysiologischer Parameter nachzuweisen. Es wurden jedoch keine Muster physiologischer Reaktionen gefunden, die eine eindeutige Diagnose einer Emotion erlauben würden.

Emotionalität und das Adjektiv emotional sind Sammelbegriffe für individuelle Eigenarten des Gefühlslebens, der Affektsteuerung und des Umgangs mit einer Gemütsbewegung.

Das Fremdwort Emotion benennt ein Gefühl, eine Gemütsbewegung und seelische Erregung. Das deutsche Wort ist dem gleichbedeutenden französischen émotion entlehnt, das zu émouvoir (dt. bewegen, erregen) gehört. Dieses Wort entstammt dem lateinischen emovere (dt. herausbewegen, emporwühlen), das auch im Wort Lokomotive enthalten ist. Für den sprachlichen Ausdruck von Emotionen prägte der Schweizer Philosoph Anton Marty den Begriff Emotive (lat. e-motus für dt. herausbewegt, erschüttert). Hierzu zählen beispielsweise ein Ausruf, ein Wunsch oder ein Befehlssatz.

Eine präzise wissenschaftliche Definition für den Begriff „Emotion“ gibt es nicht. Zum einen bemühen sich Philosophie und Psychologie um den Begriff, zum anderen auch die Neurowissenschaften. Die Neurowissenschaften befassen sich mit den efferenten somatischen und vegetativen Reaktionen eines Organismus auf Emotionen, während sonst die affektiven Aspekte im Vordergrund stehen, negative oder positive Zustände von Angst und Furcht bis zu Liebe und Glück.

Im Gegensatz zum Gefühl sind Emotionen als ein Affekt – vom agierenden Individuum aus gesehen – meist nach außen gerichtet. Der Begriff Affekt betrifft im deutschen Sprachgebiet eine oftmals mit einem Verlust der Handlungskontrolle einhergehende kurzfristige emotionale Reaktion. Trotz der Erregung behält eine emotionale Reaktion die Substanz einer Handlungsweise.

Im Vergleich zu Stimmungen sind Emotionen zeitlich relativ kurz und intensiv. Während Stimmungen vielfach unbemerkt auf Bedürfnissen beruhen, kommen bei Emotionen die jeweiligen Auslöser stärker zum Zuge. Während Emotionen sich auf Personen beziehen können, zum Beispiel Wut oder Trauer, kann einer Stimmung der Bezug auf Personen vollkommen fehlen, so im Falle einer Melancholie.

Gleichermaßen sind Gefühle, Emotionen, Stimmungen ein Teil zwischenmenschlicher Kommunikation, aber auch nonverbaler Kommunikation. Sie begleiten im Wahrnehmen das Erkennen, z. B. im Fühlen einer Evidenz. Auch die Intuition, der zunächst noch Erkenntnisschritte fehlen, beruht im Wesentlichen auf einem gefühlsmäßigen oder emotionalen Erfassen.

Mit dem Katalog von Formen befasst sich die Emotionstheorie. Generell beziehen sich Emotionen auf das Grundgefühl, das das Wesen jeder menschlichen Existenz ausmacht. Paul Ekman, der ein Facial Action Coding System zur Emotionserkennung anhand von Gesichtsausdrücken entwickelte, hat sieben Basisemotionen empirisch nachgewiesen: Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit und Überraschung. Zum Grundgefühl zählen weiterhin Liebe, Hass und Vertrauen.

Nach Carroll E. Izard existieren zehn Formen von Emotionen, die in jeder Kultur vorkommen: Interesse, Leid, Widerwillen (Aversion), Freude, Zorn, Überraschung, Schamgefühl, Furcht, Verachtung und Schuldgefühl.

Ältere Theorien teilen Emotionen in vier Hauptgruppen ein: Angst und Verzweiflung, Ärger und Wut, Freude, Trauer. Weitere Formen sind Enttäuschung, Mitleid, Sympathie, Neid, Stolz und Verliebtheit.

Nach Hellgard Rauh entwickeln sich Emotionen aus drei Verläufen, die bereits beim Säugling zu beobachten sind: Vergnügen und Freude, Ängstlichkeit und Furcht, Wut und Ärger.

Die Differenzierungen, die sich im Verlauf der frühen Kindheit herausbilden, lassen sich in acht Stufen einordnen:

Es wird vermutet, dass sich die neuronalen Träger von Emotionen in phylogenetisch älteren Teilen des Gehirns befinden, insbesondere im Limbischen System. Sie besitzen mit ihren neuralen und neuroendokrinen Prozessen eine Schlüsselstellung für das artspezifische Verhalten: Empfindungen wie Hunger, Kälte, Sorgen, Abneigungen, Ängste, Geschlechtstrieb werden in der Theorie Richard Dawkins als genetisch bedingt verstanden. In behaviouristischen Theorien soll der Ausdruck von Emotionen auf ererbten angeborene Reaktionen beruhen, die biologisch vorteilhaft in der Evolution waren und Signalcharakter gegenüber Artgenossen und Mitgliedern anderer Spezies haben.

Aktuelle Emotionen entstehen bei einer Person einerseits aus der Einschätzung von Ereignissen (siehe Tabelle: Unterscheidung von 23 Emotionen nach dem Objekt der Bewertung). Andererseits können Emotionen auch durch eine Wiederherstellung einer früheren emotionalen Bedeutung entstehen. Für die Aktivierung der früheren Emotionen genügt manches Mal ein ähnliches Ereignis oder eine fragmentarische Erinnerung:

Beim Entstehen von Emotionen durch Wiederherstellung ist nämlich zu unterscheiden, ob ein vergangenes Ereignis in einem bestimmten Zusammenhang erlebt wurde, es also im episodischen Gedächtnis gespeichert ist. Oder ob der Bezug zu einer Episode fehlen kann, und bereits Fragmente die Wiederherstellung von Emotionen auslösen können: Ein Kontext fehlt, und ein Wort mag ausreichen, um emotionale Erinnerungen hervorzurufen.

Der Lebenszyklus einer Emotion unterteilt sich in sensorische, kognitive, physiologische, motivationale und expressive Komponenten.

In diesem Zusammenhang spielt auch das Konzept der Emotionalen Intelligenz eine Rolle. Die Emotionale Intelligenz beschreibt die Fähigkeit, die eigenen Gefühle und die Gefühle anderer Personen sensorisch wahrzunehmen, kognitiv zu verstehen und expressiv zu beeinflussen. Das Konzept der Emotionalen Intelligenz beruht auf der Theorie der multiplen Intelligenzen von Howard Gardner.

Die sensorische Komponente steht am Beginn einer Emotionsentwicklung. Ein erkennendes Subjekt nimmt ein Ereignis (unvollständig) über die Sinne wahr.

Über die kognitive Komponente kann das erkennende Subjekt, aufgrund seiner subjektiven Erfahrungen, mögliche Beziehungen zwischen sich und dem Ereignis erkennen.

Das erkennende Subjekt nimmt anschließend eine subjektive Bewertung der Wahrnehmung des Ereignisses vor. Ein Subjekt kann dabei – je nach persönlichem Weltbild, Wertesystem und aktuellem physiologischem Zustand – auf dasselbe Ereignis mit einer unterschiedlichen Bewertung reagieren.

Die kognitive Komponente unterliegt hierbei kognitiven Verzerrungen, wie etwa der Interpretation „unzureichender“ sensorischer Informationen, weshalb eine „falsche“ Bewertung durchaus üblich ist.

Abhängig vom Ergebnis der subjektiven Bewertung reagiert das Subjekt mit der Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter und Hormone und verändert damit seinen physiologischen Zustand. Dieser veränderte Zustand entspricht dem Erleben einer Emotion.

Die Ursache physiologischer Reaktionen ist allerdings, gemäß der Zwei-Faktoren-Theorie, von der jeweiligen Situation abhängig. Eine bestimmte Reaktion lässt sich nicht in jedem Fall einer Emotion zuordnen. Beispielsweise ist schnelles Herzklopfen beim Jogging eine Folge der Anstrengung, während bei Emotionen wie Wut und Angst schnelles Herzklopfen aus der jeweiligen Bewertung der Wahrnehmung resultiert. Die Intensität der Emotion steht allerdings in einer Interdependenz zur Stärke des physiologischen Reizes (z. B. körperliche Anstrengung verstärkt Wut; umgekehrt bereitet Wut auf körperliche Anstrengung vor).

Das Verhältnis von physiologischen und emotionalen Vorgängen wird, durch die auf William James und Carl Lange zurückgehende James-Lange-Theorie, sowie die auf Walter Cannon und Philip Bard zurückgehende Cannon-Bard-Theorie, betrachtet.

Ein Forscherteam um den Biomediziner Lauri Nummenmaa von der finnischen Aalto Universität belegt exemplarisch mit 14 Körperkarten die Intensität spezifischer Gefühle in bestimmten Körperregionen und darüber hinaus, dass diese Körperkarten in verschiedenen Kulturkreisen überraschend ähnlich sind.

Die motivationale Komponente folgt der Bewertung des Ereignisses und wird vom aktuellen physiologischen (bzw. emotionalen) Zustand moduliert. Die Motivation zu einer bestimmten Handlung einer Person orientiert sich an einem Ist-Soll-Vergleich, sowie der Vorhersage der Auswirkung denkbarer Handlungen. Beispielsweise kann die Emotion Wut sowohl in der Motivation zu einer Angriffshandlung (z. B. bei einem vermeintlich unterlegenen Gegner), als auch in der Motivation zu einer Fluchthandlung (z. B. bei einem vermeintlich überlegenen Gegner) resultieren.

Eine Handlung kann der Absicht entstammen das Erleben einer positiven Emotion (z. B. Freude, Liebe) zu erhalten oder gar zu vergrößern, oder das Erleben einer negativen Emotion (z. B. Wut, Ekel, Trauer, Angst) zu dämpfen. Ein Motiv zu einer Handlung besteht nur dann, wenn das Subjekt sich von der Handlung eine Verbesserung seines zukünftigen (emotionalen) Zustands erwartet.

Die expressive Komponente bezieht sich auf die Ausdrucksweise einer Emotion. Dies betrifft vor allem das nonverbale Verhalten, wie beispielsweise Mimik und Gestik. Seit den Forschungen von Paul Ekman ist bekannt geworden, dass sich elementare Emotionen wie Angst, Freude oder Trauer unabhängig von der jeweiligen Kultur zeigen. Diese Basisemotionen sind eng an gleichzeitig auftretende neuronale Prozesse gekoppelt. Fundamentale Emotionen weisen einen signifikanten Zusammenhang zum dazugehörigen Gesichtsausdruck auf. Zum Beispiel ist Wut stets mit einem Senken und Zusammenziehen der Augenbrauen, schlitzförmigen Augen und einem zusammengepressten Mund verbunden. Dieser mimische Ausdruck der Wut ist universal.

Zugleich kommt die Kulturvergleichende Sozialforschung zum Ergebnis einer fehlenden Deckung des Gefühls und der gezeigten Emotion. Die resultierende Unterscheidung betont die Innerlichkeit eines Gefühls gegenüber dem beobachtbaren Ausdruck von Emotionen, der von kulturellen Faktoren beeinflusst wird.

Emotion spielt in vielen angewandten Bereichen eine herausragende Rolle. Bei psychischen Störungen sind emotionale oder affektive Symptome oft das zentrale Problem. In der Psychotherapie sind Emotionen wichtig für die längerfristige Veränderung von Erleben und Verhalten. Die Werbepsychologie und Verkaufspsychologie versuchen, manipulativ v. a. positive Emotionen im Zusammenhang mit den angepriesenen Produkten zu erzeugen, um eine bessere Bewertung durch den Kunden zu erreichen. Allgemein ist das gezielte Hervorrufen von Emotionen ein Mittel, das Erleben und Verhalten von Menschen und Tieren zu verändern. Umgekehrt kann emotionale Manipulation durch intensives psychisches sowie physisches Training stark beeinflusst, ja sogar unterbunden werden.

Mit dem Begriff Emotionsregulation (oder Affektregulation) werden allgemein alle Prozesse bezeichnet, die der mentalen Verarbeitung emotionaler Zustände dienen (z. B. „Impulskontrolle“, „Desensibilisierung“).

Bereits im Altertum bezeichneten die Philosophen Aristippos von Kyrene (435–366 v. Chr.) und Epikur (341–270 v. Chr.) „Lust“ bzw. (je nach Übersetzung Epikurs) auch „Freude“, „Vergnügen“ (hêdonê) als wesentliches Charakteristikum des Fühlens. Als „unklare Erkenntnisse“ und vernunftlose und naturwidrige Gemütsbewegungen wurden die Gefühle von den Stoikern (etwa 350–258) bestimmt; das Lustprinzip der Epikureer wird in Frage gestellt. Die ältere Philosophie und Psychologie behandelte das Thema Emotionen und Gefühle vorzugsweise unter dem Begriff der „Affekte“ (lat. affectus: Zustand des Gemüts, griech.: pathos; vgl. Affekt) bzw. auch der „Leidenschaften“ und hier vor allem unter dem Gesichtspunkt der Ethik und Lebensbewältigung. „Die Bestimmung des Begriffs der Affekte hat vielfach geschwankt. Bald sind die Affekte enger nur als Gemütsbewegungen gefasst worden, bald sind sie weiter auch als Willensvorgänge gedacht, bald sind sie als vorübergehende Zustände, bald auch als dauernde Zustände definiert und dann mit den Leidenschaften vermischt worden.“ (Friedrich Kirchner, 1848–1900). Für die Kyrenaiker (4. Jahrhundert v. Chr.) waren zwei Affekte wesentlich: Unlust und Lust (ponos und hêdonê). Auch Aristoteles (384–322) verstand unter Affekten seelisches Erleben, dessen wesentliche Kennzeichen Lust und Unlust sind.

Descartes (1596–1650) unterschied sechs Grundaffekte: Liebe, Hass, Verlangen, Freude, Traurigkeit, Bewunderung. Für Spinoza (1632–1677) waren es dagegen drei Grundaffekte: Freude, Traurigkeit und Verlangen. Auch Immanuel Kant (1724–1804) sah das Fühlen als seelisches Grundvermögen der Lust und Unlust: „Denn alle Seelenvermögen oder Fähigkeiten können auf die drei zurückgeführt werden, welche sich nicht ferner aus einem gemeinschaftlichen Grunde ableiten lassen: das Erkenntnisvermögen, das Gefühl der Lust und Unlust und das Begehrungsvermögen“.

Friedrich Nietzsche (1844–1900) trennte nicht zwischen emotionalem und kognitivem Aspekt: „Hinter den Gefühlen stehen Urteile und Wertschätzungen, welche in der Form von Gefühlen (Neigungen, Abneigungen) uns vererbt sind.“

Ein viel beachteter Versuch der Gegenwart war die mehrgliedrige Begründung der wesentlichen Faktoren des Gefühls von Wilhelm Wundt (1832–1920) durch sein System zur Beschreibung der Emotionen in drei Dimensionen Lust / Unlust, Erregung / Beruhigung, Spannung / Lösung. Ein anderer, einflussreicher Erklärungsversuch stammt von dem amerikanischen Psychologen und Philosophen William James (1842–1910). James glaubte, ohne körperliche Reaktionen entständen Gefühle bzw. Emotionen gar nicht erst (ideomotorische Hypothese). Emotionen sind für ihn nichts anderes als das Empfinden körperlicher Veränderungen. Nach James weinen wir nicht, weil wir traurig sind, sondern wir sind traurig, weil wir weinen; wir laufen nicht vor dem Bären weg, weil wir uns fürchten, sondern wir fürchten uns, weil wir weglaufen.

Psychologen wie Hermann Ebbinghaus (1850–1909) und Oswald Külpe (1862–1915) vertraten das eindimensionale Modell aus Lust und Unlust. Der Psychologe Philipp Lersch (1898–1972) argumentierte dagegen: „Dass dieser Gesichtspunkt zur Banalität wird, wenn wir ihn etwa auf das Phänomen der künstlerischen Ergriffenheit anwenden, liegt auf der Hand. Die künstlerische Ergriffenheit wäre dann ebenso ein Gefühl der Lust wie das Vergnügen am Kartenspiel oder der Genuss eines guten Glases Wein. Andererseits würden Regungen wie Ärger und Reue in den einen Topf der Unlustgefühle geworfen. Beim religiösen Gefühl aber – ebenso bei Gefühlen wie Achtung und Verehrung – wird die Bestimmung nach Lust und Unlust überhaupt unmöglich.“

Franz Brentano (1838–1917) nahm an, die Zuordnung von Gefühl und Objekt sei nicht kontingent, sondern könne richtig sein („als richtig erkannte Liebe“). Ähnlich sahen Max Scheler (1874–1928) und Nicolai Hartmann (1852–1950) Gefühle im so genannten „Wertfühlen“ als zutreffende Charakterisierungen von Werterfahrungen an (vgl. „Materiale Wertethik“, „Werte als ideales Ansichsein“).

Auch für Sigmund Freud (1856–1939) sind Gefühle im Wesentlichen gleichzusetzen mit Lust und Unlust („Lust-Unlust-Prinzip“), mit der Variante, dass jede Lustempfindung im Kern sexuell ist. Freud war der Meinung: „Es ist einfach das Programm des Lustprinzips, das den Lebenszweck setzt – an seiner Zweckdienlichkeit kann kein Zweifel sein, und doch ist sein Programm im Hader mit der ganzen Welt.“

Carl Gustav Jung (1875–1961) betonte ebenfalls die Rolle von Lust und Unlust, bezweifelte jedoch, dass jemals eine Definition „in der Lage sein wird, das Spezifische des Gefühls in einer nur einigermaßen genügenden Weise wiederzugeben“. Der amerikanische Hirnforscher António Damásio (geb. 1944) definiert Gefühle und Emotionen vorwiegend kognitiv und als Körperzustände: „Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Gefühl sich zusammensetzt aus einem geistigen Bewertungsprozess, der einfach oder komplex sein kann, und dispositionellen Reaktionen auf diesen Prozess“ (…). – „Nach meiner Ansicht liegt das Wesen des Gefühls in zahlreichen Veränderungen von Körperzuständen, die in unzähligen Organen durch Nervenendigungen hervorgerufen werden.“

In der Gegenwart ist die Situation hinsichtlich des Gefühls- und Emotionsbegriffs eher unübersichtlich: Zahlreiche Ansätze versuchen, Charakter und Gesetzmäßigkeiten des Fühlens zu bestimmen, allerdings ohne eine Übereinkunft zu erzielen: z. B. Marañón (1924), Walter Cannon (1927), Woodworth (1938), Schlosberg (1954), Schachter und Singer (1962), Valins (1966), Burns und Beier (1973), Graham (1975), Marshall u. Philip Zimbardo (1979), Rosenthal (1979), Schmidt-Atzert (1981), Lange (1998). Der amerikanische Philosoph Robert C. Solomon stellte angesichts der Verschiedenartigkeit der Deutungen fest: „Was ist ein Gefühl? Man sollte vermuten, dass die Wissenschaft darauf längst eine Antwort gefunden hat, aber dem ist nicht so, wie die umfangreiche psychologische Fachliteratur zum Thema zeigt.“

Neue Ansätze, die Forschungsergebnisse aus den Neurowissenschaften wie auch der künstlichen Intelligenz berücksichtigen, sehen Emotionen als „Modulator“. Der Psychologe Bas Kast vergleicht in diesem Zusammenhang Emotionen mit einem Equalizer mit verschiedenen „Klangprogrammen“ (wie „Rock“, „Klassik“ usw.). Jede Emotion sei demnach eine Art Klangkonfiguration von Kopf und Körper. Als Beispiel nennt Kast die Emotionen Angst, Liebe und Ekel. Bei Angst ist unter anderem die Hirnstruktur Amygdala aktiviert, bei Liebe ist gerade diese Struktur deaktiviert. Die Amygdala wiederum modifiziert den Erregungszustand anderer Hirnregionen und versetzt den Körper in Alarmbereitschaft, in eine spezifische physiologische Konfiguration. Der Aktivitätszustand soll dabei helfen, mit der bedrohlichen Situation fertigzuwerden. In anderen Situationen benötigt man andere Hirnregionen und andere Körperzustände. Wie bei einem digitalen Equalizer muss beim Wechsel der Situation/Emotion nicht immer jede Frequenz (jeder hirnphysiologische und körperliche Parameter) einzeln von Hand eingestellt werden, sondern dies geschieht praktischerweise als Konfiguration, die wir als „Angst“, „Ekel“, generell als Emotionen, beschreiben.

Antonio Damasio unterscheidet deutlich zwischen „Emotion“ und „Gefühl“. Er hat die beiden Schlüsselbegriffe vor dem Hintergrund der modernen Neurobiologie wie folgt definiert: „Emotionen sind komplexe, größtenteils automatisch ablaufende, von der Evolution gestaltete Programme für Handlungen. Ergänzt werden diese Handlungen durch ein kognitives Programm, zu dem bestimmte Gedanken und Kognitionsformen gehören; die Welt der Emotionen besteht aber vorwiegend aus Vorgängen, die in unserem Körper ablaufen, von Gesichtsausdruck und Körperhaltung bis zu Veränderungen in inneren Organen und innerem Milieu. Gefühle von Emotionen dagegen sind zusammengesetzte Wahrnehmung dessen, was in unserem Körper und unserem Geist abläuft, wenn wir Emotionen haben. Was den Körper betrifft, so sind Gefühle nicht die Abläufe selbst, sondern Bilder von Abläufen; die Welt der Gefühle ist eine Welt der Wahrnehmungen, die in den Gehirnkarten ausgedrückt werden.“

Cape Lancaster

Cape Lancaster (Coordinates: ) is a cape forming the southern extremity of Anvers Island, in the Palmer Archipelago, Antarctica. It was discovered by a German expedition under Eduard Dallmann, 1873–74. The cape was later sighted by the Belgian Antarctic Expedition, 1897–99, under Gerlache, who named it for Albert Lancaster, Scientific Director of the Meteorological Service of the Royal Observatory of Belgium and a supporter of the expedition.

 This article incorporates public domain material from the United States Geological Survey document (content from the Geographic Names Information System).

Rolly Tasker

Rolland „Rolly“ Tasker AM (21 March 1926 – 22 June 2012) was an Australian sailor who won Australia’s first Olympic sailing medal, at the 1956 Olympic Games in Melbourne. He and Malcolm (Huck) Scott won a silver medal in their 12m2 Sharpie after the New Zealander Peter Mander failed to disqualify himself and Rolly had not officially protested. In 1958 Tasker won the Flying Dutchman World Championship.

From 1969 to 1985 Tasker dominated ocean racing in Western Australia with five sister yachts all called Siska. In the 1978 Sydney to Hobart Yacht Race, Siska IV was denied official starter status on a technicality. Tasker started five minutes ahead of the fleet and crossed the finish line 20 hours ahead of line honours winner Apollo. He won numerous other ocean racing events in his career including taking line honours and first place in the Queen Victoria Cup off Cowes, England. He took first place in A-division of the disastrous 1979 Fastnet race. In the Parmelia Yacht Race from Plymouth to Fremantle in 1979, he took line honours and the win.

Tasker was inducted into the Western Australian Hall of Champions in 1986 and the Sport Australian Hall of Fame in 1996. He became a Member of the Order of Australia in 2006 for his services to sailing.

He operated a sail-making business based in Phuket, Thailand called Rolly Tasker Sails.

In April 2008 Tasker opened the Australian Sailing Museum in Mandurah, Western Australia, with exhibits of the America’s Cup races from 1851 and famous sailors from Australian sailing competitions. Twelve lifelike icons of the sailing world form part of the display, along with over 200 model yacht fleet class examples on a scale 1″ to the foot.

His biography, was published in 2008. It is written by Roland Perry and describes Tasker’s extensive sailing and business activities.

Tadeusz Żenczykowski

Tadeusz Żenczykowski, pseudonym „Kania“, „Kowalik“ and „Zawadzki“ (2 January 1907, in Warsaw – 30 March 1997, in London) was a Polish lawyer, political activist and soldier in the Armia Krajowa (Home Army) during World War II, taking part in the Warsaw Uprising of 1944. Immediately after the war, he was a member of the anti-communist conspiracy[clarification needed] in Poland. In 1945, he emigrated and became a journalist and deputy chief of the Polish Section of Radio Free Europe, historian and publicist.

In 1922, Tadeusz Żenczykowski became a member of the Riflemen’s Association. He was one of leaders of Związek Polskiej Młodzieży Demokratycznej (Association of Polish Democratic Youth). From 1938, he was a member of the Polish parliament (Sejm) as a member of the parliamentary group Camp of National Unity (OZN).

In September 1939, Żenczykowski took part in the defence of Warsaw. After escaping from German captivity, he became an organiser and president of the conspiracy organisation Związek Odbudowy Rzeczypospolitej (ZOR) (Union for the Reconstruction of the Commonwealth). Beginning 1940, he worked for the Bureau of Information and Propaganda of the Headquarters of Armia Krajowa (Home Army). He was chief of the Action „N“ (anti-German subversive propaganda), while from 1943 he headed the Action „Antyk“ (anti-Soviet propaganda), as well as of „Rój“ – preparation of insurgent propaganda. He took part in the Warsaw Uprising as chief of propaganda of Armia Krajowa. After the failure of the uprising, he was captured by the Germans.

After his liberation, Żenczykowski became editor of a conspiracy[clarification needed] anti-communist periodical Głos Wolności (Voice of Freedom) in Poland under communist rule. In November 1945, he left Poland and remained active in politics and publicity. During 1954-1975, he was editor, then deputy chief of the Polish Section of Radio Free Europe. He was a member of the Council of Trustees of the Polska Fundacja Kulturalna (Polish Cultural Fund) in London. For many years, he was contributor to the Dziennik Polski i Dziennik Żołnierza (Polish Daily and Soldier’s Daily) newspaper in London. Żenczykowski was the author of many historical works, including two volumes of his historical study on the initial period of communist-ruled Poland in 1944/1945, entitled Polska Lubelska 1944 (The Lublin Poland of 1944) and Dramatyczny rok 1945 (The Dramatic Year 1945). He was decorated with the Order of the White Eagle (Pol.: Order Orła Białego) in 1996, as well as the order Virtuti Militari.

François Jacquier

François Jacquier OFM (* 7. Juni 1711 in Vitry-le-François; † 3. Juli 1788 in Rom) war ein französischer Mathematiker, Physiker und Theologe.

Jacquiers wissenschaftliche Begabung wurde früh von einem Geistlichen, der ihn unterrichtete, erkannt und gefördert. Mit 16 Jahren trat er den Minderen Brüdern (Minoriten, Franziskaner) bei, die ihn zur Ausbildung nach Rom schickten, zum französischen Konvent des Ordens, La Trinité du Mont. Er studierte dort Mathematik und die klassischen Sprachen Latein, Griechisch sowie Hebräisch. Dabei machte er solche Fortschritte, das er von den Kardinälen Giulio Alberoni und Joaquín Fernández de Portocarrero Mendoza (1681–1760) patroniert wurde. Mit Alberoni besuchte er Ravenna und wurde beauftragt, die von Manfredi begonnenen Baumaßnahmen gegen Überflutung der Umgebung zu begutachten. Nach der Rückkehr in Rom wurde er Professor für die Heilige Schrift am Kollegium der Propaganda (der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Sacra Congregatio de Propaganda Fide). Außerdem beauftragte ihn die Generalversammlung des Ordens in Marseille, an der Geschichtsschreibung des Ordens zu arbeiten.

1742 war er vom Papst Benedikt XIV. mit seinem Professorenkollegen Thomas Le Seur (ebenfalls ein französischer Minorit) und dem Jesuiten Ruger Boskovic ein Gutachten über die Sanierung der Kuppel des Petersdoms zu erstellen, das 1743 veröffentlicht wurde. An der Kuppel waren Rissen aufgetreten, und ihr Gutachten gilt allgemein als das erste statische Gutachten der Geschichte des Bauingenieurwesens. 1744 besuchte er Voltaire und Émilie du Châtelet in Schloss Cirey, wobei er Madame du Chatelet in ihren Newton-Studien ermunterte (sie erstellte die französische Übersetzung von Newtons Hauptwerk). 1745 wurde er vom König von Sardinien Viktor Amadeus II. zum Professor für Physik an der Universität Turin berufen, stattdessen nahm er aber die ihm von dem Kardinal Silvio Valenti Gonzaga (1690–1756), dem Minister des Papstes, angebotene Stelle des Professors für Experimentalphysik am Kollegium der Propaganda an. 1763 wurde er Mathematik- und Physiklehrer des Prinzen Ferdinand von Parma. 1773 wurde er Mathematikprofessor an seinem Kollegium, nachdem ein Jesuit im Zuge der offiziellen Rückdrängung des Ordens weichen musste.

Jacquier stand mit den wichtigsten europäischen Akademien seiner Zeit in Verbindung. So wurde er 1749 als auswärtiges Mitglied in die Königlich Preußische Sozietät der Wissenschaften aufgenommen. Mit seinem Kollegen Le Seur gab er 1739 bis 1742 in Genf eine kommentierte Ausgabe von Isaac Newtons Philosophiae Naturalis Principia Mathematica heraus (an dem aber auch andere Wissenschaftler mitwirkten) und schrieb ein Analysis-Lehrbuch.

Jacquier wird auch in der „Italienischen Reise“ von Johann Wolfgang von Goethe lobend erwähnt. Am 25. Januar 1787 schrieb Goethe darin über eine Begegnung mit Jacquier in Rom:

„Vor einigen Tagen besuchte ich den Pater Jacquier, einen Franziskaner, auf Trinità de‘ Monti. Er ist Franzos von Geburt, durch mathematische Schriften bekannt, hoch in Jahren, sehr angenehm und verständig. Er kannte zu seiner Zeit die besten Männer, und hat sogar einige Monate bei Voltaire zugebracht, der ihn sehr in Affektion nahm.“

Демон Лапласа

Демон Лапласа — мысленный эксперимент, предложенный в 1814 году французским математиком Пьером-Симоном Лапласом, а также главный персонаж этого эксперимента — вымышленное разумное существо, способное, восприняв в любой данный момент вре­мени положение и скорость каждой частицы во Вселенной, узнавать её эволюцию как в будущем, так и в прошлом. Лаплас придумал это существо для наглядной демонстрации степени нашей неосведомленности и необходимости в статистическом описании некоторых реальных процессов в окружающем мире.

Проблематика демона Лапласа связана не с вопросом о том, возможно ли детерминистическое предсказание хода событий в действительности, на практике (de facto), а в том, возможно ли оно в принципе, теоретически (de jure). Именно такая возможность заключена в механистическом описании с его характерным дуализмом, основанным на динамическом законе и начальных условиях. То, что развитием динамической системы управляет детерминистический закон (хотя на практике наше незнание начальных состояний исключает всякую возможность детерминистических предсказаний), позволяет «отличать» объективную истину о системе, какой она пред­ставлялась бы демону Лапласа, от эмпирических ограничений, вызванных нашим незнанием.

В контексте классической динамики детерминистическое описание может быть недостижимым на практике, тем не менее оно остается пределом, к которому должна сходиться последовательность всё более точных описаний.

Лаплас был твердым сторонником каузального детерминизма, суть которого можно выразить таким отрывком из Essai philosophique sur les probabilités:

Такой разум часто называют Демоном Лапласа. Стоит заметить, однако, что описание гипотетического разума в качестве демона принадлежит не Лапласу, а его поздним биографам: Лаплас видел себя учёным, и полагая, что человечество может достичь лучшего научного понимания мира, он осознавал, что в случае, если такое произойдёт, всё равно потребуются огромные вычислительные мощности, чтобы произвести такие расчёты в один определённый момент. Хотя Лаплас видел предстоящие практические проблемы человечества в достижении этой наивысшей степени знания и развития вычислительной техники, поздние представления о квантовой механике (Принцип неопределённости), которые были приняты философами в защиту существования свободы воли, также оставляют теоретическую возможность опровержения существования такого «разума».

Демон Лапласа содержит парадокс. Предположим, такая машина создана, она материальна и умеет вычислять то, что произойдёт во всей Вселенной через 2 минуты, за 1 минуту. Когда эта машина после 1 минуты работы выдаст свой первый результат и по заложенной программе сразу возьмётся за предсказание следующего будущего, она по сути уже будет знать свой собственный ответ, ведь он записан в этом первом предсказании. Значит после первой минуты она должна будет знать не просто то, что будет через 2 минуты после начала расчётов, а в том числе и то, что наступит через 3 минуты. Но тогда на основании этих данных она должна будет взяться за предсказание ещё на 1 минуту вперёд. Это так же должно быть учтено и уже содержаться в предсказании, данном ей в самом начале, после 1 минуты работы. Значит она будет знать будущее на 4 минуты. И так далее до бесконечности по индукции.

Получается, что даже если бы демон Лапласа мог существовать, он должен был бы за 1 минуту своей работы получить ответ, который содержит всю историю Вселенной до скончания веков. Если предполагать время бесконечным, то получится бесконечный массив данных. Такой результат никогда не может быть выведен или сохранён в материальном виде, в оперативной памяти гипотетической машины, поскольку её мощности предполагаются колоссальными, но не бесконечными (т.к. она материальна, т.е. ограничена). Парадокс в том, что в процессе предсказания будущего на 2 и более минуты демон Лапласа должен учитывать тот ответ, который будет получен после 1 минуты работы, ведь сама эта машина является частью Вселенной. Она должна знать, как будут вести себя её собственные атомы через 1 минуту, чтобы иметь точное предсказание на 2 минуты. Учесть полученный за 1 минуту работы бесконечный результат в последующих расчётах не представляется возможным, а значит дальше 1 минуты предсказание не пойдёт. Но тогда результат становится конечным, ведь машина не предсказала то, что предскажет после, и результат вновь вмещается в память машины. Однако он уже не содержит предсказание на 2 минуты, что противоречит описанию машины, которое было дано в самом начале. Предсказывая будущее и будучи материальным, демон Лапласа не может предсказывать будущее.

Таким образом, если предположить, что время существования Вселенной бесконечно, то демон Лапласа должен либо не учитывать себя в предсказании будущего (а для этого он должен быть нематериальным, что уже противоречит условиям, либо существовать вне изучаемой Вселенной, как вариант), либо принципиально (даже в идеализированном гипотетическом мире) быть невозможным. Однако же если предположить, что время существования Вселенной конечно (то есть она замкнута в будущем и каким либо образом прекратит существование в определённый момент), то демон Лапласа всё же потенциально возможен.

Почётный донор Приднестровской Молдавской Республики

Приднестровская Молдавская Республика

Нагрудный знак

донорам, которые сорок и более раз сдали кровь и лицам, которые многократно сдали кровь для спасения жизни больных и пострадавших при защите Отечества, охране государственной границы и правопорядка, стихийных бедствиях и несчастных случаях.

вручается

3 мая 2007 года

Почётный донор Приднестровской Молдавской Республики — нагрудный знак, учреждённый Президентом Приднестровской Молдавской Республики, выражающий признание государством благородного вклада гражданина в развитие добровольного и безвозмездного донорства крови и её компонентов в ПМР.

Указом Президента Приднестровской Молдавской Республики утверждены Положение о нагрудном знаке «Почётный донор Приднестровской Молдавской Республики», а также его описание. Указ был подписан 3 мая 2007 года, но до сих пор ни одного нагрудного знака не изготовлено и не вручено.

1. Нагрудным знаком «Почётный донор Приднестровской Молдавской Республики» награждаются:

2. Награждение нагрудным знаком «Почётный донор Приднестровской Молдавской Республики» производится по представлению Министерства здравоохранения и социальной защиты, медицинских служб Вооружённых Сил, Министерства внутренних дел, Министерства юстиции, Комитета государственной безопасности, а также республиканского Комитета Общества Красного Креста и другими общественными организациями в лице их республиканских органов.

3. Нагрудный знак «Почётный донор Приднестровской Молдавской Республики» носится на правой стороне груди и располагается ниже государственных наград Приднестровской Молдавской Республики.

Льготы для лиц, награждённых знаком «Почётный донор Приднестровской Молдавской Республики»:

Лица, постоянно проживающие на территории Приднестровской Молдавской Республики, награждённые знаком Почётный донор СССР или «Почётный донор МССР», пользуются всеми льготами, предоставленными лицам, награждённым знаком «Почётный донор Приднестровской Молдавской Республики».

Из-за нехватки средств в Республиканском бюджете, ежегодно часть льгот для «Почётных доноров» отменяется.

Нагрудный знак «Почётный донор Приднестровской Молдавской Республики» изготавливается из томпака под золото и имеет форму круга диаметром 30 мм. На лицевой стороне знака в круге вписана выполненная красной эмалью пятиконечная звезда, между зубцами которой рельефное изображение лучей. В верхней части знака надпись: «ПМР».В центре звезды находится круг диаметром 13 мм, покрытый белой эмалью, в верхней части которого имеется изображение равностороннего Красного Креста, в нижней части — надпись «ПОЧЁТНЫЙ ДОНОР». Круг окантован снизу и с боков рельефным изображением лаврового листа. Нагрудный знак при помощи ушка и кольца соединяется с фигурной колодочкой из томпака с отделкой под золото размером 20х17 мм, обтянутой муаровой лентой алого цвета. На оборотной стороне колодочка имеет булавку для крепления знака к одежде.