Mozi

Mozi, auch Mo-tsu, Mo-tse, (chinesisch 墨子, Pinyin Mòzǐ ‚Meister Mo‘) oder Mo Di, Mo Ti, Mo Te, Me-Ti (chinesisch 墨翟, Pinyin Mò Dí), latinisiert Micius genannt, lebte im späten 5. Jahrhundert v. Chr., wirkte hauptsächlich in Nordchina und war Begründer und Namensgeber des Mohismus (墨家, Mòjiā), einer Schule der chinesischen Philosophie. Der Mohismus war eine utilitaristische, am Wohlergehen des Volkes ausgerichtete Denkrichtung. Die straff organisierte mohistische Schule war bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. in drei Gruppen gespalten und hatte ein Jahrhundert später vollends an Bedeutung verloren. Im Gegensatz zu Konfuzius soll Mozi zumindest einen Teil seiner in großem Umfang erhaltenen Schriften selbst verfasst haben.

Vom sechsten bis zum dritten vorchristlichen Jahrhundert war China Schauplatz der so genannten „Wanderphilosophen“, Männer, die mit der gesellschaftlichen Situation unzufrieden waren und durch die Lande reisten, um den Herrschern von ihren Überlegungen zu berichten und um sie in die Tat umzusetzen. Der wohl bekannteste dieser Philosophen ist Konfuzius, dessen System China bis in die heutige Zeit stark geprägt hat.

Alle beschäftigten sie sich mit grundlegenden Fragen, zum Beispiel, wie eine perfekte Gesellschaftsordnung auszusehen habe und was diese zusammenhält. Dabei treten unweigerlich Fragen nach dem Recht auf: gibt es Gesetze, wenn ja, wer erlässt diese, wie sehen die Gesetze aus und wie wird für ihre Befolgung gesorgt.

Die Unterschiede zwischen Konfuzius und Mozi – und ihre Gemeinsamkeiten – werden im Folgenden herausgearbeitet. Besondere Beachtung findet das Menschenbild, welches als real angesehen wird, und das Menschenbild in der utopischen Gesellschaft.

Die Angaben über die Person Mozi sind dürftig und teilweise spekulativ. Er lebte wohl zwischen 490 und 381 v. Chr. (Die Angaben weichen ab, jedoch bewegen sie sich alle zwischen den Jahren 490 und 381), also zur Zeit des Wechsels von der Chunqiu-Zeit (722-481) zu der Zeit der Streitenden Reiche (480-222) und zwischen Konfuzius und Menzius (Es ist möglich, dass Mozi noch vor dem Tode des Konfuzius geboren wurde, das mit dem Jahre 479 v. Christus angegeben wird.).

Sein Heimatstaat war Lu oder Song, Mo war sein Familienname und sein Vorname Di. Mozi entstammte einer niederen gesellschaftlichen Schicht, die Annahmen seiner Tätigkeit reichen vom Handwerker über den Schreiber bis hin zum hohen Beamten. Seine Anstellung als Beamter ist jedoch unwahrscheinlich.

Die Zeit

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, in der Mozi lebte, war geprägt durch den Zerfall des alten Patriarchats und die Auflösung der feudalen Strukturen. Die Gesellschaft machte eine Entwicklung durch, in der die unteren Schichten ihre passive Rolle verließen und die oberen Schichten sich der willkürlichen Ausbeutung der unteren Schichten zunehmend widmeten. Das Land war gebeutelt von Kriegen und die gemeine Bevölkerung versank in Chaos und Armut.

Mozi verleiht diesem Umstand durch Nennung von sieben Missständen Ausdruck:

Basiert die vollendete Gesellschaft nach Konfuzius auf der Mit-Menschlichkeit (rén 仁), so nimmt diesen Platz in Mozis Theorie die Rechtschaffenheit (yí 義) ein. Wie bereits in den Begriffen anklingt, entsteht die Menschlichkeit nach Konfuzius im Menschen selbst und wirkt aus ihm heraus. Die Rechtschaffenheit jedoch ist nach Mozi eine dem Menschen von außen durch Zwang auferlegte Tugend.

Dieser grundlegende Unterschied lässt sich auch anhand des Bildes des Himmels nachvollziehen. Während der Himmel bei Konfuzius eine abgerückte, ungreifbare und unpersönliche Wesenheit darstellt, deren Wille im Menschen selbst verankert ist und in ihm wirkt, so sieht Mozi ihn als eigenständige Persönlichkeit an, die der Erde sehr nahesteht. Ebenso wie die Tugend bei Konfuzius aus sich heraus entspringt, hat sie sich selbst zum Zweck. Mozi jedoch betrachtet selbst die Tugend und somit den Willen des Himmels aus utilitaristischer Perspektive. Die Rechtschaffenheit dient der Stabilität des politischen Systems.

Der Gedanke der Mitmenschlichkeit (ren 仁) ist zwar auch im Gedankengut Mozis fest verankert, rückt jedoch in der Hierarchie unter die Rechtschaffenheit (yi 義), zu deren Erhalt sie dient. Sie erfährt eine Veränderung dadurch, dass Mozi sie von den Beschränkungen durch die Teilung der Gesellschaft, wie sie Konfuzius vorsah, freimacht. Er fordert eine Mitmenschlichkeit, die nicht der festen Einordnung des Individuums in die Gesellschaft (li 禮) unterliegt, die sich besonders in der pietätvollen Fügsamkeit (xiào 孝) äußerte. Somit geht Mozi noch einen Schritt weiter als Konfuzius und weitet den Fokus von der herrschenden Klasse auf die gesamte Gesellschaft aus. Während sich bei Konfuzius Volk und Herrscher nicht vermischen, so ist die Trennlinie bei Mozi in beide Richtungen durchlässig.

「故 當 是 時, 以 德 就 列 , 以 官 服 事 , 以 勞 殿 賞 , 量 功 而 分 祿 .故 官無 常 貴 , 而 民 無 終 賤 , 有 能 則 舉 之 , 無 能 則 下 之」

„Daher wurde zu jener Zeit nach Tugendhaftigkeit eingestuft, wurden je nach Amt die Aufgaben übertragen, je nach persönlichem Einsatz die Belohnungen festgesetzt und entsprechend den Leistungen wurde das Gehalt aufgeteilt. So war ein Beamter nicht unbedingt auf Dauer in seiner gehobenen Position und die Leute waren nicht auf immer dazu verdammt, als Gemeine zu leben. Hatte einer Fähigkeiten, wurde er ausgewählt, war er aber unfähig, wurde er seines Amtes enthoben.“

Die Gleichheit der Menschen drückt sich also nicht in tatsächlicher materieller Hinsicht aus, sondern vielmehr in Chancengleichheit und Gleichheit der Bewertungsmaßstäbe. Mozi sieht in der differenzierten Mitmenschlichkeit (ren 仁) die Ursache der mangelnden Gerechtigkeit.

「分 名 乎 天 下 惡 人 而 賊 人 者 , 兼 與 ? 別 與 ? 即 必 曰 別 也 .」

„Und wenn wir diejenigen im Reich herausgreifen und benennen, die andere hassen und schädigen, werden ihre Handlungen durch Universalität [jian 兼] oder durch Parteilichkeit [bie 別] veranlaßt? Die Antwort ist gewiß: Durch Parteilichkeit.“

「兼 即 仁 矣 , 義 矣 .」

„Die Lehre von der Universalität [jian 兼] ist wohl menschlich [ren 仁] und rechtschaffen [yi 義].“

Menschlichkeit und Rechtschaffenheit sind also Kriterien für Universalität und dieser daher übergeordnet.

Die Grundlage der Überlegungen Mozis bildet eindeutig sein Menschenbild. Seiner Meinung nach handelt ein Mensch, der ohne feste gesellschaftliche Umgebung aufwächst, egoistisch und kurzsichtig.

Als es

「未 有 刑 政」

„noch keine Rechtsprechung und keine Regierung“

gab, war die

「天 下 之 亂 也 , 至 如 禽 獸 然 , 無 君 臣 上 下 長 幼 之 節 , 父 子 兄 弟之 禮 , 是 以 天 下 亂 焉 .」

„Unordnung im Reich so, als handele es sich um wilde Tiere. Es gab keine Vorschriften für die Beziehungen zwischen Fürst und Untertan, Vorgesetztem und Untergebenem, Älteren und Jüngeren, keine Verhaltensmaßregel für das Verhalten von Vater und Sohn und älterem und jüngerem Bruder; daher war das Reich in Verwirrung.“

Von sich aus sind die Menschen nicht in der Lage, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln und ihre Ansichten abzugleichen.

Die Zeit, in der er lebte, und die Perspektive, aus der er die Gesellschaft wahrnahm, nämlich aus der des einfachen Volkes, sind maßgebend für die Ziele Mozis. Er entwickelte ein dem Konfuzianismus ähnliches System, welches auf die Bedürfnisse des einfachen Mannes zurechtgeschnitten war (Kung-chuan Hsiao nennt ihn einen „common-man Confucius“ und seine Lehren „common-man Confucianism“.). Sein Bestreben galt der Gerechtigkeit (chinesisch 天 欲 義 而 惡 不 義 .), dem Frieden und dem Wohlstand des Volkes.

Auf die Frage, wie die Misere des Landes zu beenden sei, antwortet Mozi:

「以 兼 相 愛 交 相 利 之 法 易 之.」

„Mit der allumfassenden gegenseitigen Liebe [jian xiang ai 兼 相 愛] und der gegenseitigen Unterstützung [xiang li 相 利] aller läßt es sich ändern. [„gegenseitige Unterstützung“ könnte auch mit „gegenseitiger Nutzen“ wiedergegeben werden]“

Die geforderte allgemeine Nächstenliebe ist neben dem Utilitarismus eine der großen Neuerungen Mozis. Standen sich Nutzen und Moral bei Konfuzius noch gegenüber, so gehen sie bei Mozi eine Synthese ein. Die Nächstenliebe ist nützlich.

「今 吾 本 原 兼 之 所 生 ,天 下 之 大 利 者也.」

„Jetzt habe ich gezeigt, daß die Universalität [jian 兼] den größten Nutzen [li 利] für das Reich mit sich bringt.“

Die allgemeine Nächstenliebe besteht für Mozi darin, nicht länger zwischen sich selbst und seinen Mitmenschen zu unterscheiden. Dies ist auf alle Strukturen erweiterbar, die Familie jedes anderen ist wie die eigene und auch andere Staaten sind wie der eigene.

「子 墨 子 言 : 「視 人 之 國 若 視 其 國 , 視 人 之 家 若 視 其 家 , 視 人 之 身 若 視 其 身 . 是 故 諸 侯相 愛 則 不 野 戰 , 家 主 相 愛 則 不 相 篡 , 人與 人 相 愛 則 不 相 賊.[…] 天 下 之 人 皆 相 愛 , 強 不 執 弱 ,眾 不劫 寡 , 富 不 侮 貧 , 貴 不 敖 賤 , 詐 不 欺 愚 . 凡 天 下 禍 篡 怨 恨 可 使 毋 起 者 , 以 相 愛 生 也.」」

„Meister Mo Ti sagte: ‚Wenn man andere Staaten wie den eigenen betrachtet und andere Familien wie die eigene und andere Menschen wie sich selbst, dann werden die Feudalfürsten einander lieben und keinen Krieg miteinander führen, und die Familienvorstände werden untereinander Freundschaft pflegen und nicht aufeinander übergreifen, und die Menschen werden einander lieben und nicht schädigen. […] und Elend, Übergriffe, Unzufriedenheiten und Haß werden in der ganzen Welt nicht mehr aufkommen können. Dies hat seinen Grund in der gegenseitigen Liebe [xiang ai 相 愛].’“

Die Grenze zwischen dem Ego und der restlichen Gesellschaft wird also aufgehoben. Jeder, der in seinem eigenen Sinne handelt, handelt automatisch im Sinne der Gesellschaft und umgekehrt. Dieser Gedanke der absoluten Egalität von sich und allen anderen spiegelt sich in der mohistischen Bedeutung von yi (義) wider, welches wie ein stufenloses konfuzianisches yi (義) anmutet, also von den Klassenunterschieden (li 禮) befreit. Yi (義) ist die Umsetzung von gegenseitigem Nutzen und allgemeiner Menschenliebe in die Tat, also „humanes Verhalten“.

Die hierarchische Struktur der Gedanken Mozis lässt sich nun weiter ausformulieren. Dem Begriff des yi (義) sind ren (仁) einerseits und jian ai (兼愛) und xiang li (相利) andererseits untergeordnet.

Ren (仁) beschreibt hier die vertikale Ausprägung des yi (義), also das Verhalten der Herrschenden gegenüber ihren Untertanen. Mozis Aufruf zu ren-gemäßem Handeln gilt nur den Herrschern:

「仁 之 事 者 , 必 務 求 興 天 下 之 利 , 除 天 下 之 害 , 將 以 為 法 乎 天 下 . 利 人 乎 , 即 為 ; 不利 人 乎 , 即 止 . 且夫 仁 者 之 為 天 下 度 也 , 非 為 其 目 之 所 美 , 耳 之 所 樂 , 口之 所 甘 , 身 體 之 所 安, 以 此 虧 奪 民 衣 食 之 財 , 仁 者 弗 為 也.」

„Es ist die Aufgabe eines Menschlichen [ren 仁], sich um die Mehrung des Nutzens im Reiche zu mühen, Schaden von ihm abzuwenden und ein Vorbild für die Welt zu sein. Deshalb tut er das, was den Menschen nützt und unterlässt, was ihnen nichts nützt. Darüber hinaus denkt der Menschliche, wenn er den Nutzen des Reiches plant, nicht nur an das, was das Auge erfreut, dem Ohr behagt, dem Gaumen schmeckt und dem Körper angenehm ist. Denn wenn er dazu das Volk der für Kleidung und Nahrung notwendigen Güter berauben müsste, würde er das unterlassen.“

「故 置 此 以 為 法 , 立 此 以 為 儀 , 將 以 量 度 天 下 之 王 公 大 人 卿 大 夫 之 仁 與 不 仁 , 譬 之 猶 分 黑 白 也」

„Dies [den Willen des Himmels] macht er also zum Maßstab [fa 法] und stellt es als Richtschnur auf, um damit Menschlichkeit [ren 仁] und Unmenschlichkeit [bu ren不 仁] bei den Königen, Fürsten und Großen des Reiches zu ermitteln, so als unterschiede er zwischen schwarz und weiß.“

Die allgemeine Nächstenliebe (jian ai兼愛) und der gegenseitige Nutzen (xiang li 相利) finden primär Anwendung auf horizontaler Ebene, obwohl auch vertikal angewandt, hier aber im Gegenteil zum ren (仁) in beiden Richtungen.

「臣 子 之 不 孝 君 父 , 所 謂 亂 也.[…] 雖 父 之 不 慈 子 , 兄 之 不 慈 弟 , 君 之 不 慈 臣 , 此亦 天 下 之 所 謂 亂 也 .[…] 雖 至 大 夫 之 相 亂 家 , 諸 侯 之 相 攻 國 者 亦 然 . […] 天 下 之 亂 物 具 此 而已 矣 . 察 此 何 自 起 ? 皆 起 不 相 愛 .」

„Wenn Untertanen und Söhne ihren Fürsten und Vätern keine kindliche Pietät [xiao 孝] bezeugen, dann nennt man das Verwirrung [luan 亂]. […] Wenn selbst der Vater gegenüber seinem Sohn, der ältere gegenüber seinem jüngeren Bruder oder der Fürst gegenüber seinem Untertan keine liebevolle Gesinnung [ci 慈] hegt, so ist dies auch ein Zustand, den man Unordnung im Reiche nennt. […] Und wenn die Würdenträger ihre Familien gegenseitig in Unordnung bringen und die Lehnsfürsten sich untereinander bekämpfen, dann ist es ebenso. […] Alle Fälle von Verwirrung im Reiche sind darin enthalten. Und untersucht man, worin sie ihren Grund haben, so ist es immer der Mangel an gegenseitiger Liebe [xiang ai 相 愛].“

Jedoch auch der Begriff des yi (義) ist nicht absolut. Er wird am Maßstab des Nutzens gemessen. Gemeint ist hier der größtmögliche Nutzen für den größtmöglichen Teil der Gesellschaft.

Für die Umsetzung des yi (義) ist eine Anleitung nötig.

「天 下 從 事 者 不 可 以 無 法 儀.」

„Einer, der in der Welt etwas ausführt, kann dies nicht ohne einen Maßstab [fa 法].“

「然 則 奚 以 為 治 法 而 可 ? 故 曰 莫 若 法 天.」

„Was kann aber dann als Vorbild für die Regierung [zhi fa 治 法] dienen? Die Antwort ist: Das beste Vorbild [fa 法] ist der Himmel [tian 天].“

„Nimmt man den Himmel zum Vorbild, dann muß man sich in allem seinem Tun am Himmel orientieren und das, was der Himmel wünscht, befolgen, und unterlassen, was er nicht wünscht. […] Ganz gewiß wünscht der Himmel, daß die Menschen einander lieben und sich gegenseitig unterstützen […]

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.“

Der Himmel gibt vor, welches Verhalten dem yi (義) gemäß ist und welches nicht. Er definiert das im yi (義) enthaltene ren (仁) der herrschenden Klassen und das jian ai (兼 爱) und xiang li (相 利) der Bevölkerung.

Die Maßnahmen, die Mozi für die Umsetzung seiner Ideen vorsieht, lassen sich in zwei Bereiche teilen. Auf der einen Seite der Weg zu Friede, Menschlichkeit und Gerechtigkeit und auf der anderen Seite das Erreichen des Wohlstandes. Die hauptsächliche Erfüllung dieser beiden Hauptziele obliegt verschiedenen gesellschaftlichen Schichten.

「上 強 聽 治 , 則 國 家 治 矣 , 下 強 從 事 則財 用 足 矣 .」

„Wenn sich die Oberen ganz für die Regierung einsetzen, dann ist der Staat wohlgeordnet, und wenn die Unteren mit ganzer Kraft ihren Pflichten nachkommen, dann werden Güter und Mittel ausreichen.“

Fußend auf Mozis Menschenbild fordert er ein System, welches die Menschen durch Belohnungen und Strafen zwingt, sich seiner Vorstellung gemäß zu benehmen. Die Implementierung dieses Systems läuft parallel auf zwei Ebenen ab. Auf sakraler und irdischer Ebene gleichzeitig.

Der Maßstab (fa 法) ist der Wille des Himmels. An ihm muss sich jeder Mensch ausrichten. Um dies zu gewährleisten, zieht Mozi die Geister und Götter heran, die zu seiner Zeit im Volksglauben stark verankert waren und macht sie zu Agenten des Himmels. Diese Geister und Götter kennen den Willen des Himmels und lassen sich von ihm führen. Sie sehen und hören immer alles und sind befugt, zu belohnen oder zu bestrafen.

「故 鬼 神 之 明 , 不 可 為 幽 閒 廣 澤 , 山 林 深 谷 , 鬼 神之 明 必 知 之.」

„Dem wachen Auge der Geister kann man sich auch in düsteren Tälern oder weiten Sümpfen, in Bergen, Wäldern oder tiefen Schluchten nicht entziehen, denn die Augen der Geister werden einen dennoch sehen.“

「今 若 使 天 下 之 人 , 偕 若 信 鬼 神 之 能 賞 賢 而 罰 暴 也 , 則 夫 天 下 豈 亂 哉 !」

„Wenn man heute alle Menschen im Reiche dazu veranlassen könnte, zu glauben, dass die Geister in der Lage sind, die Tüchtigen zu belohnen [shang 賞] und die Schlechten zu bestrafen [fa 罰], wie könnte es dann im Reiche Unordnung [luan 亂] geben?“

Obgleich hier der Hauptaspekt nicht die Existenz der Geister, sondern vielmehr der Glaube der Menschen an die Existenz der Geister ist, wird doch deutlich, dass dieser Glaube von elementarer Bedeutung für die Wirksamkeit dieses Zweiges der Implementierung des Wertesystems ist. Die Wertmaßstäbe wirken also nicht von außen auf den Menschen, sondern vermittels des Geisterglaubens aus ihm heraus. In dieser Instrumentalisierung der Geister findet der utilitaristische Grundgedanke mit dem Ziel, die Unordnung zu beseitigen, Ausdruck.

Auch hier fungiert der Wille des Himmels als oberste Instanz. Um das Reich aus dem Chaos zu führen, muss es von einem obersten Herrscher vereint werden.

「是 故 選 天下 之 賢 可 者 , 立 以 為 天 子 .」

„Daher wurde der fähigste Weise des Reiches ausgewählt und als Himmelssohn eingesetzt.“

Dieser kann nicht vom Volk gewählt werden, da es dazu aufgrund seiner Beschränktheit und Selbstsucht nicht in der Lage ist. Auch der Gedanke, den Herrscher von einer Gruppe Weiser ernennen zu lassen, wird gleich wieder verworfen, denn der Herrscher darf keine andere Machtinstanz über sich haben außer dem Himmel. Somit obliegt es zwangsläufig dem Himmel, den Herrscher zu bestimmen. Das geschieht durch Anlegen des Maßstabes (fa 法), also dem Willen des Himmels.

Ist der Himmelssohn einmal installiert, so besteht seine Aufgabe darin, Standards zu erlassen, die die Gesellschaft aus dem Urzustand führen sollen.

Da das Land allerdings zu umfangreich ist, um von einer Person alleine vereinheitlicht zu werden und als

「以 其 力 為 未 足 , 又 選 擇 天 下 之 賢 可 者 , 置 立 之 以 為 三 公 .」

„[…] man sah

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, daß seine Kraft nicht ausreichte, da wählte man auch andere fähige und weise Männer des Reiches aus und machte sie zu den drei Ministern.“

Dann folgt der nächste Schritt, sie

「故 畫 分 萬 國 , 立 諸 侯 國 君 […] 又 選 擇 其 國 之 賢 可 者 , 置 立 之 以 為 正 長 .」

„[…] teilten sie das Ganze in zahllose Gebiete und setzten Feudalfürsten und Landesherren ein. […] Und man wählte die weisesten und fähigsten Männer jedes Landes aus und setzte sie als Beamte ein.“

So wird das Land in immer kleinere Bereiche geteilt, bis hinab zu den Gemeinden. Jedem Teil auf jeder Ebene wird ein Mann vorgestellt. Als Kriterium gilt die Menschlichkeit (ren 仁):

「是 故 里 長 者 , 里 之 仁 人 也 .」

„Der menschlichste [仁] Mann einer jeden Gemeinde wurde der Gemeindevorsteher.“

「鄉 長 者, 鄉 之 仁 人 也 .」

„Bezirksvorsteher war der menschlichste [仁] Mann im Bezirk.“

「國 君 者 ,國 之 仁 人 也 .」

„Fürst war der menschlichste [仁] Mann seines Landes.“

Nach der Installation dieses hierarchischen Systems verkündete der Himmelssohn seine Regierungspolitik.

「聞 善 而 不 善 ,皆 以 告 其 上 . 上 之 所 是 , 必 皆 是 之 , 所 非 必 皆 非 之 , 上 有 過 則 規 諫 之,下 有 善 則 傍 薦 之 .」

„Wenn einer Gutes oder Schlechtes erfährt, dann soll er seinem Vorgesetzten davon berichten. Und was der Vorgesetzte für richtig hält, das müssen alle für richtig halten, und was er für falsch hält, das müssen alle für falsch halten. Wenn ein Vorgesetzter einen Fehler begeht, dann soll man sich in angemessener Weise beklagen, und wenn seine Untertanen Gutes tun, soll sie der Vorgesetzte empfehlen.“

「上 以 此 為 賞 罰 .」

„Auf dieser Grundlage belohnten [shang 賞] und bestraften [fa 罰] die Oberen […].“

Diese Verhaltensregeln werden dem Volk in den Gemeinden vom Gemeindevorsteher beigebracht. Er richtet die Menschen am Bezirksvorsteher aus, dessen Aufgabe es ist,

「同 鄉 之 義」

„[…] die Ansichten im Bezirk zu vereinheitlichen […].“

Der Bezirksvorsteher wiederum richtet die Menschen am Landesfürsten aus und dieser sie am Himmelssohn. Auf allen Ebenen bis hin zum Himmelssohn werden die Meinungen der Menschen weiter vereinheitlicht.

「察 天 下 之 所 以 治 者 何 也 ? 天 子 唯 能 壹 同 天 下 之 義 .」

„Denn prüfte man, worauf die Wohlgeordnetheit im Reiche beruht, so liegt sie einfach daran, daß der Himmelssohn die vielfältigen Ansichten in seinem Reiche zu vereinheitlichen versteht.“

Wenn Untertanen und Herrscher verschiedene Ansichten haben, werden jene, welche der Herrscher belohnt, vom Volk verachtet werden und solche, die er bestraft, vom Volk gelobt.

Das Volk hat kein Recht, sich gegen den Himmelssohn zu erheben. Sollte dieser jedoch nicht gemäß dem Willen des Himmels regieren, so wird das ganze Land von Naturkatastrophen heimgesucht und somit der Herrscher und das Volk bestraft.

„Aber selbst wenn sich jeder mit dem Himmelssohn identifiziert, aber nicht im Einklang mit dem Himmel ist, dann nehmen die Naturkatastrophen kein Ende.“

Die beiden Implementierungsebenen, die spirituelle und die weltliche, weisen beträchtliche Parallelen auf. In beiden Fällen ist der Wille des Himmels das maßgebende Prinzip (fa 法) und es wird auf ein System der Überwachung und der Belohnungen und Strafen gesetzt. Dies hat seine Ursache im Menschenbild des Mozi. Seiner Meinung nach müssen die Menschen gezwungen werden, sich rechtschaffen – oder vielmehr richtig – zu verhalten. Grundlage für die Wirksamkeit des Systems ist die totale Überwachung.

「是 以 舉 天 下 之 人 皆 恐 懼 振 動 惕 慄 , 不 敢 為 淫 暴 ,天 子 之 視 聽 也 神」

„Dadurch wurden die Einwohner des Reiches alle sehr erschreckt und fürchteten sich und wagten nicht, Schlechtes zu tun, und sagten: ‚Augen und Ohren des Himmelssohnes haben übernatürliche Fähigkeiten.’ [Chang übersetzt den letzten Teil als ‚The ruler is like a god in his seeing and hearing!‘ Hier wird die Nähe zu der sakralen Implementierungsebene deutlicher.]“

Das Volk lebt in Angst und Schrecken und ist zu gelähmt, um gegen das Gesetz, den Willen des Himmels, zu verstoßen. Die Methoden wirken einerseits von außen auf den Menschen, andererseits von innen heraus, so dass sie sich gegenseitig ergänzen und den Menschen vollständig einschließen.

Der Wille des Himmels (tian zhi 天 志) ist das Fundament des Mohismus. Er beschreibt die Grundlagen der funktionierenden Gesellschaft, zu deren Erlangen und Erhalten alles andere dient. Der Himmel greift nicht unmittelbar in die Welt ein, sondern über seine Agenten respektive über den Himmelssohn. Die Kommunikation mit diesen verläuft über den Willen des Himmels.

「天 之 意 不 欲 大 國 之 攻 小 國也 , 大 家 之 亂 小 家 也 , 強 之 暴 寡 , 詐 之 謀 愚 , 貴 之 傲 賤,[…] 欲 人 之 有 力 相 營 , 有 道 相 教 , 有 財 相 分 也 . 又 欲 之 強 聽 治 也 , 下 之 強 從 事 也 .」

„Der Himmel wünscht nicht, daß große Staaten kleine angreifen, daß große Familien bei kleinen Verwirrung stiften, daß die Starken den Minderheiten übel mitspielen, daß die Schlauen die Dummen überlisten und die Vornehmen die Geringen verachten. […] Er will, dass die Kräftigen ihre Mitmenschen unterstützen, die Gebildeten ihre Mitmenschen belehren und die Begüterten mit ihren Mitmenschen teilen. Auch will er, daß die Oberen sich ganz für die Regierung und die Unteren sich mit ihrer ganzen Kraft bei ihren Aufgaben einsetzen.“

„Der Himmel wünscht Gerechtigkeit und hasst Unrecht.“

„Der Himmel wünscht Leben und hasst Tod, er wünscht Wohlstand und hasst Armut, er wünscht Ordnung und hasst Unordnung.“

Der Wille des Himmels dient als Maßstab [fa 法] für das Verhalten aller Teile der Gesellschaft. Er ist das, was dem Gesetz bei Mozi am nächsten kommt und somit Eckpfeiler seiner Lehre. Die Befolgung des Gesetzes durch die Bevölkerung ist durch die Obrigkeit gesichert. Der Himmelssohn jedoch ist die höchste menschliche Instanz und somit keinem irdischen Wesen Rechenschaft schuldig. Sein Verhalten wird lediglich durch den Himmel selbst überwacht und mit Naturkatastrophen bestraft, sollte es seinem Willen zuwiderhandeln.

„Alles, was zusätzliche Ausgaben erfordert und nicht im Sinne des Volkes ist, verurteilten sie [die ‚heiligen Könige des Altertums‘].“

Mozi verlangt, dass Begräbnisse einfacher gestaltet werden. Er unterzieht sie seinem Utilitarismus. Die Särge, Totengewänder, Grabhügel und Gräber sollen einfacher gestaltet sein, so dass sie gerade ihrem Zweck dienen.

Die Musik ist für Mozi der Inbegriff der sozialen Ungerechtigkeit und steht stellvertretend für alle Arten von privilegiertem Luxus. Sie bleibt Reichen und Hochgestellten vorbehalten und wird vom einfachen Volk finanziert.

„[…] betrachtet man es [Musik, Prunk, Festmahle], so dient dies nicht dem Nutzen des Volkes. Daher sagte Meister Mo Ti: Musik zu machen ist schlecht.“

Nicht notwendige Kriege sind für Mozi eine unnötige Verschwendung (Mozi verdammt nicht generell Angriffskriege; Strafexpeditionen unterstützt er).

Land sei genügend da, so Mozi, zur Erzielung eines höheren Ernteertrages mangele es bloß an Menschen. Also fordert er eine frühe Heirat.

„Männer von zwanzig Jahren dürfen es nicht wagen, keinen Hausstand zu gründen, und Mädchen von fünfzehn Jahren dürfen es nicht wagen, keinem Manne zu dienen.“

Kriege müssen vermieden werden, denn sie fordern viele Tote und trennen die Soldaten für lange Zeit von ihren Frauen. Die Soldaten werden zudem von ihrer produktiven Arbeit abgehalten.

Die Musik bindet Arbeitskräfte, da für das Spielen der Instrumente junge Männer oder Frauen eingesetzt werden und sie das Spielen erlernen müssen. Des Weiteren müssen die Instrumente hergestellt werden. Doch auch das Hören der Musik selbst ist kontraproduktiv, denn die Fürsten hören Musik in Gesellschaft von Beamten und Geringen, was diese vom Arbeiten abhält.

„Dadurch, daß heute die Könige, Fürsten und hohen Beamten Musik machen lassen, rauben sie dem Volke die Mittel für Kleidung und Nahrung […]“

Bei Todesfällen Verwandter oder Vorgesetzter mussten die Menschen Trauerzeiten von bis zu drei Jahren einhalten. In dieser Zeit mussten sie sexuell abstinent leben und durften nicht arbeiten. Dies verringert einerseits den Bevölkerungszuwachs und hindert die Produktion. Außerdem waren Menschenopfer keine Seltenheit und so folgten z.B. dem Himmelssohn einige hundert Menschen in den Tod.

Die Philosophie des Mozi strebt das Ziel an, den Wohlstand, den Frieden und die Gerechtigkeit des Volkes zu verwirklichen und zu vermehren. Das wichtigste Kriterium für die Beurteilung der sakralen und weltlichen Dinge ist dabei die Nützlichkeit. Deshalb lehnt Mozi ungerechte Kriege, Prunksucht, Festmahle, einen aufgeblähten Beamtenapparat, Kunst und Musik ab und fordert für die Menschen ein einfaches Leben in harter Arbeit, ohne Luxus, ohne (unnütze) Freuden in einer strengen Ordnung, in der jeder seine Rolle zugewiesen bekommt.

Die ideale Ordnung ist nach Mozi ein nach außen hin friedliches Staatswesen mit einem untadeligen Herrscher (dem Himmelssohn, tian zi) an der Spitze, der das Wohlergehen des Volkes fördert. Auflehnung oder Widerstand gegen den Herrscher sind verboten, dennoch haftet das Volk für das Versagen des Herrschers. Der Mensch wird durch staatliche Gesetze und durch ständige Überwachung geformt. Belohnungen (shang) und Strafen (fa) sowie eine totale Überwachung durch den Staat sorgen für die Einhaltung der Gesetze und für einen Lebenswandel in Nächstenliebe und Menschlichkeit.

Die Philosophie des Mozi steht in einem tiefen Widerspruch zwischen den chaotischen, egoistischen und brutalen Wesen des Menschen einerseits und dem Idealbild des rechtschaffenen, guten und edlen Menschen andererseits. Dieser Widerspruch wird nicht durch einen inneren Wandel des menschlichen Charakters bzw. durch eine Veredelung des Gemüts aufgehoben, sondern durch Zwang von außen „bereinigt“.

Eine Adaption erfuhr sein Werk durch den deutschen Dichter Bertolt Brecht. Unter dem Titel Me-ti – Buch der Wendungen fasste Brecht eine Verhaltenslehre zusammen, in der in verballhornter Form die Lehre des Kommunismus dargestellt wird, wie ihn Brecht rezipiert hat. In der Figur der Lai-tu porträtierte Brecht seine Freundin Ruth Berlau, in der Figur des Ki-en-leh oder Kin-jeh sich selbst.

Der August 2016 in China gestartete erste Weltraumsatellit für Experimente zur Quantenkommunikation wurde Micius benannt. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen Wissenschaftsinstituten in Österreich und China.

Major League Soccer 2011

Die 16. Major League Soccer Saison begann am 15. März 2011 mit der Partie Seattle Sounders FC gegen Los Angeles Galaxy. Die Kalifornier siegten mit 1:0. Das erste Tor der Saison erzielte der Brasilianer Juninho.

Alle anderen Teams starteten am 19. März in die Spielzeit. Die Regular Season endete am 22. Oktober 2011. Anschließend fanden die MLS Play-offs statt, die mit dem Spiel um den MLS Cup ihren Abschluss fanden. Gewinner der 2011er Serie wurde Los Angeles Galaxy. Die Kalifornier konnten schon im Vorfeld als Punktbester der Regular Season den Supporters Shield erringen.

1Trainerwechsel während der Saison wurden entsprechend aktualisiert. Stand: 8. Juni 2011

Die 18 Teams spielen zunächst im Grunddurchgang (regular season) jeweils zweimal gegeneinander. Somit absolviert jede Mannschaft insgesamt 34 Spiele. Die besten drei Teams jeder Conference qualifizieren sich für die MLS-Cup Semifinals (Viertelfinale) und die vier nächstplatzierten unabhängig von ihrer Conference qualifizieren sich für die MLS-Cup Playoffs Play-In-Round. Die Mannschaft mit den meisten Punkten in der Regular Season gewinnt den MLS Supporters’ Shield.

Die Playoffs werden nach Ablauf der 34 Spieltage der Regular Season in mehreren Runden mit teils unterschiedlichem Modus ausgespielt

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. Bis auf das Finale erfolgen alle Spiele innerhalb der jeweiligen Conference.

Wild Card Series

In den neu eingeführten Wild Card Series treffen jeweils der Vierte und der Fünfte jeder Conference aufeinander. Heimrecht hat jeweils der Vierte der Regular Season. Der Sieger qualifiziert sich jeweils für das Conference-Halbfinale. Sie wurden am 26. bzw. 27. Oktober 2011 ausgetragen.

Conference-Halbfinals

Die Conference-Halbfinals werden mit Hin- und Rückspiel ausgetragen, wobei neben der Summe der Tore die Auswärtstorregel gilt, die auch in europäischen Pokalwettbewerben angewandt wird. Der Conference-Tabellenführer spielt dabei gegen den Sieger der Wild Card Series und der Zweite der Conference-Tabelle gegen den Dritten. Das Hinspiel findet im Stadion der in der Conference-Tabelle niedriger platzierten Mannschaft statt, das Rückspiel im Stadion der anderen Mannschaft

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. Die nach beiden Spielen feststehenden Gewinner erreichen die Conference-Finals. Die Hinspiele finden am 29./30. Oktober statt, die Rückspiele am 2./3. November.

Conference-Finals

Die Conference-Finals wurden am 6. November 2011 zwischen den Siegern der Conference-Halbfinals ausgetragen. Sie werden ohne Rückspiel gespielt und gegebenenfalls durch Verlängerung und Elfmeterschießen entschieden

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MLS-Cup-Finale

Das MLS-Cup-Finale wurde am 20. November 2011 zwischen den beiden Siegern der Conference-Finals im Stadion der in der Gesamttabelle höherplatzierten Mannschaft und ohne Rückspiel gespielt und gegebenenfalls durch Verlängerung und Elfmeterschießen entschieden.

Das beste Team der Regular Season sowie der Sieger des MLS-Cup qualifizieren sich direkt für die CONCACAF Champions League. Der unterlegene Finalist sowie der US Open Cup Sieger qualifizieren sich für die Qualifikationsrunde zur Champions League.

Toronto FC und Vancouver Whitecaps FC können sich als kanadische Teams nicht via MLS für die Champions League qualifizieren. Dieses geht nur über die Canadian Championship.

(M) = Meister 2010, (SS) = MLS Supporters‘ Shield 2010, (CC) = kanadischer Pokalsieger 2010, (OC) = US-amerikanischer Pokalsieger 2010

siehe auch: Liste der Torschützenkönige der Major League Soccer

Das 15. MLS All-Star Game fand am 27. Juli 2011 in der Red Bull Arena statt. Wie im Vorjahr war der Gegner des All-Star Teams Manchester United.

Lamar Hunt U.S. Open Cup

Canadian Championship
→ Hauptartikel: Canadian Championship 2011

→ Hauptartikel: CONCACAF Champions League 2010/11
→ Hauptartikel: CONCACAF Champions League 2011/12

Anders als die MLS-Saison wird die Champions League in einer Saison ausgespielt, die im Juni beginnt und im Mai des folgenden Jahres endet. Die US-Mannschaften der MLS-Saison 2011 können sich daher für die Champions-League-Saison 2012/13 qualifizieren, während die kanadische Mannschaft (Toronto FC), die sich über die im Mai beendete Canadian Championship 2011 qualifiziert hat, bereits in der Champions-League-Saison 2011/12 antritt.

Neben den Pokalsiegern der beiden Länder qualifiziert sich der Sieger des MLS Supporters‘ Shield sowie die beiden Finalteilnehmer der MLS-Endrunde ebenfalls für die Champions-League-Saison 2012/13, sofern sie aus den USA kommen. Sollte eine der kanadischen Mannschaften den MLS Supporters‘ Shield gewinnen oder das MLS-Cup-Finale erreichen, oder der Supporters‘-Shield-Gewinner ins Finale der Endrunde einziehen, rückt die nächste US-Mannschaft auf den Champions-League-Startplatz nach. Dem kanadischen Verband steht grundsätzlich nur ein Startplatz in der Champions League zur Verfügung, der mit dem Gewinner der Canadian Championship besetzt wird.

In der Major League Soccer tragen diverse Mannschaften innerhalb einer Regular Season verschiedene Pokale aus. Sieger ist der, wer am Ende am besten die Regular Season abgeschlossen hat bzw. der die direkten Vergleiche für sich entscheiden konnte. Je nach Cup ändert sich diese Regelung.

1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016

KVF

KVF
Grabmal von unbekannt

KVF (Kings‘ Valley no. F) bezeichnet ein altägyptisches Grab im Tal der Könige, das im Januar 1921 von Howard Carter während seiner Grabungsarbeiten für Lord Carnarvon entdeckt wurde

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. Es ist eines von insgesamt 20 angefangenen Gräbern beziehungsweise Gruben, die anstelle einer Ziffer einen Buchstaben zur Bezeichnung erhalten haben. Diese Gruben werden als „Arbeitergruben“, „Einbalsamamierungsgruben“ oder Cachettes bezeichnet und reichen gegenwärtig bis zur Bezeichnung KVT.

Das recht kleine Grab mit insgesamt 2

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,96 m² liegt im südwestlichen Wadi des Tals. KVF besteht aus einer absteigenden Treppe, die in einem einzigen, rechteckigen Raum endet. Es gibt keine Wanddekorationen und keine Hinweise auf einen Grabbesitzer und ob tatsächlich eine Bestattung stattgefunden hatte.

KVF wird in die 18. Dynastie (Neues Reich) datiert. In der Nähe des Grabes entdeckte Howard Carter vier Gruben von denen eine intakt war und Grabbeigaben von Thutmosis III. enthielt. Aufgrund dieser Funde und dem nicht weit entfernten KV34 nahm Carter deshalb an, es müsse einen Bezug zu KVF geben. Elizabeth Thomas hingegen sah die Gruben in Verbindung zu KV34. Nicholas Reeves hinterfragt, dass dieses Grab ein „Fehlstart“ für das Königsgrab von Thutmosis III. gewesen sein könnte

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.

KVF ist heute unzugänglich und mit Schutt verfüllt.

Utagawa Sadahide

Utagawa Sadahide (jap. 歌川 貞秀; * 1807; † 1878 oder 1879) war ein Meister des japanischen Farb-, Holzschnitts im Stil des ukiyo-e.

Über sein Leben ist so gut wie nichts bekannt. Geboren wurde er als Hashimoto Kenjirō (橋本 兼次郎) in der Provinz Shimousa (heute Präfekturen Chiba und Ibaraki). Für das Jahr 1875 ist belegt, dass er im Edoer Stadtviertel Fukagawa (heute Bezirk Kōtō in Tokio) gewohnt hat. In den frühen 1820er-Jahren begann er seine Ausbildung als Holzschnittkünstler im Studio von Utagawa Kunisada I. und gilt als einer der bedeutendsten Schüler Kunisadas.

1867 war er einer von elf Künstlern, deren Arbeiten auf der Pariser Weltausstellung die damalige zeitgenössische, japanische Kunst repräsentierten. Im Jahr 1868 wurde er in Edo als der führende Holzschnittkünstler seiner Zeit geführt.

Auf den von ihm entworfenen Drucken signierte er mit den Beinamen Gyokuransai (玉蘭斎), Gountei (五雲亭) oder Gyokuō (玉翁) vor seinem Künstlernamen Sadahide, gelegentlich noch ergänzt um den ursprünglichen Familiennamen Hashimoto.

Sadahides erste bekannte Arbeit waren die Illustrationen zum ersten Band von Jippensha Ikkus Misaogata tsuge no ogushi, der 1824 erschien. Der erste von ihm gezeichnete Schauspielerdruck erschien 1827. In den folgenden Jahren verlegte er sich verstärkt auf den Entwurf von Drucken, die schöne Frauen (bijin-e) darstellten. In den 1830er- und 1840er-Jahren entwarf er zahlreiche Kriegerdrucke (musha-e) und Landschaftsansichten

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. In den 1860er-Jahren war er vor allem als Zeichner der Yokohama-e, Drucke mit Darstellungen von Ausländern und deren Lebensgewohnheiten in der ihnen zugewiesenen Niederlassung in Yokohama, von seinen Zeitgenossen geschätzt. Besondere Anerkennung brachten ihm vor allem seine Panoramadarstellungen japanischer Städte und Landschaften ein. Aus der Vogelperspektive werden auf diesen, bis zu sechs ōban-Blätter (ca

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. 1,5 m) breiten Panoramadrucken zahlreiche Details von Städten wie Edo, Yokohama, Kyōto, Ōsaka und Nagasaki abgebildet. Oder sie enthalten Ansichten von berühmten Pilgerstätten und Tempelanlagen mit genauen Angaben der sich in deren Umgebung befindlichen Sehenswürdigkeiten.

Darüber hinaus war er im Laufe seines künstlerischen Schaffens an der Illustration von mehr als 230 Büchern, zumeist zeitgenössischen Romanen und Erzählungen, beteiligt.

23. Panzer-Division (Wehrmacht)

Die 23. Panzer-Division war ein militärischer Großverband der Wehrmacht

Einsatzgebiete:

Die 23. Panzer-Division (PD) wurde im September 1941 in Frankreich aufgestellt und im April 1942 an die Ostfront verlegt und dort der Heeresgruppe Süd unterstellt. Sie wurde im Raum Charkow eingesetzt und hatte bei Lossewo, Petschanoje, Ternowaja und Taranowka ihre erste Feindberührung. Bei Wolnjansk wurde sie für den Fall Blau bereitgestellt, die deutsche Sommeroffensive 1942. Die 23. PD erhielt den Befehl, vom Oskol auf den Don und Woronesch vorzustoßen. Über Rossosch, Tschertkowo und Millerowo erreichte sie den Don bei Mikolajewskaja. Die Weisung lautete, bis zum Kaukasus zu gelangen. Nach Passieren des Flusses Sal waren die Stationen Manytsch, Proletarskaja

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, Baschanta, Ipatowo, Woroschilowsk bis zum Kuban und zur Kuma bei Mikolajewskaja. Am Terek bei Prochladny und Naltschik-Ordshonikidse zeichneten sich heftige Gefechte ab. Der Vormarsch kam hier endgültig zum Erliegen, und der Divisionskommandeur, Generalmajor Erwin Mack, wurde am 26. August 1942 in der Nähe von Nowo Poltawskoje, zusammen mit drei seiner Stabsoffiziere, durch Direktreffer einer Mörsergranate getötet, als er den Frontabschnitt des Panzergrenadier-Regiments 128 besuchte.

Später war die 23. PD im Dezember 1942 am vergeblichen Versuch, die eingekesselte 6. Armee in Stalingrad im Unternehmen Wintergewitter zu befreien, beteiligt. Der Entsatzangriff auf Stalingrad wurde abgeschlagen. 1943 musste sich die 23. PD bei Proletarskaja südöstlich von Rostow zurückziehen. 1943 wurde sie vor allem um den Hauptbahnhof von Rostow in schwere Abwehrkämpfe verwickelt und musste die Stadt gegen die vorrückende Rote Armee aufgeben. Die Absetzbewegung verlief auf die Miusstellung bei Alekssejewka und Demidowka, dort wurde sie abgelöst und musste in Makejewka aufgefrischt werden. Der Rückzug führte schrittweise durch die Ukraine von Dnjepropetrowsk, Krementschug bis Kriwoi Rog. Im Sommer 1944 zog sie sich angesichts des erfolgreichen Vormarsches des Roten Armee und der Kesselschlacht am Pruth und bei Jassy zunächst nach Polen und dann zur Margarethen-Stellung in Ungarn zurück. Dort nahm sie im Rahmen der Plattenseeoffensive am Unternehmen Frühlingserwachen teil und zog sich nach deren Scheitern kämpfend nach Österreich zurück, wo sie bei Kriegsende in westalliierte Gefangenschaft ging.

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Grabeskirche

Koordinaten:

Als Grabeskirche oder Kirche vom heiligen Grab wird die Kirche in der Altstadt Jerusalems bezeichnet, die sich an der überlieferten Stelle der Kreuzigung und des Grabes Jesu befindet. Die Grabeskirche zählt zu den größten Heiligtümern des Christentums

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Grabeskirche ist die in westlichen Glaubensrichtungen übliche Bezeichnung, von Orthodoxen Christen wird das Gebäude Auferstehungskirche (griechisch Ναός της Αναστάσεως, von ἀνάστασις anastasis, „Auferstehung“) genannt. Die Kirche ist der Sitz des griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem und des katholischen Erzpriesters der Basilika des heiligen Grabes

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. Das „Heilige Grab“ (Πανάγιος Τάφος, Sanctum Sepulcrum) im Innern der Kirche wurde verschiedentlich nachgebaut (siehe Nachbildungen des Heiligen Grabs).

Neben diesem Kirchengebäude tragen weitere Kirchen die Bezeichnung Grabeskirche. So ist St. Peter in Rom die Grabeskirche des Apostels Petrus. Mit dem Heiligen Grab ist jedoch stets die Grabeskirche Christi bezeichnet.

Es gibt weitere Orte, an denen das Grab Jesu vermutet bzw. verehrt wird, siehe eigener Abschnitt.

Nach dem Zeugnis mehrerer spätantiker Schriftsteller des 4. Jahrhunderts wurden 325 im Gefolge eines Besuchs von Helena, der Mutter des Kaisers Konstantin, in Jerusalem die Stätten von Tod und Auferstehung Jesu Christi unter einem römischen Tempel der Venus aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. aufgefunden. Dies führte zu einer Verbreitung von Kreuzreliquien und einem Wiederaufleben der Verehrung des Grabes, die durch den Bau des darüberliegenden Tempels eigentlich hatte unterbunden werden sollen.

Die Lokalisierung der Grabeskirche als Ort der Kreuzigung Jesu und einiger Ostererscheinungen gilt als durchaus berechtigt. Für diese Annahme sprechen neben der langen Überlieferung und Tradition auch historische und archäologische Hinweise sowie die Tatsache, dass jenes Gebiet zur Zeit Jesu außerhalb der damaligen Stadtmauern, aber bereits zur Zeit Konstantins im Stadtgebiet lag. Wie mehrere Gräber und Grabnischen auf dem Gebiet der Kirche belegen (derzeit sind sieben weitere Gräber bekannt), wurden hier um die Zeitenwende tatsächlich Begräbnisse durchgeführt.

Bereits für den Bau des Venustempels dürfte ein Teil des ursprünglichen Felsens entfernt worden sein. Dabei wurde das Grab wiederentdeckt:

„Als sich aber statt des beseitigten Fußbodens ein anderer in der Tiefe der Erde zeigte, da zeigte sich auch gegen aller Erwarten das hehre und hochheilige Denkmal der Auferstehung des Heilandes, und der heiligsten Höhle sollte da ein ähnliches Wiederaufleben beschieden sein wie dem Erlöser selber: nachdem sie lange Zeit im Dunkel verborgen gewesen war, kam sie wiederum ans Licht und gab denen, die sie zu sehen herbeigekommen waren, deutliche Kunde von den daselbst geschehenen Wundern; denn sie bezeugte die Auferstehung des Erlösers durch Tatsachen, die lauter sprachen als jeder Mund.“

Der Bau der Basilika wurde bald nach 326 von Kaiser Konstantin in Auftrag gegeben, trat an die Stelle des römischen Heiligtums und wurde am 13. September 335 geweiht. Die Anlage, die den Ort des Grabes und den nahebei liegenden Golgota-Hügel einbezog, bestand aus einer Rotunde um die zentrale Verehrungsstätte des durch eine Ädikula ausgezeichneten Heiligen Grabes im Westen (teilweise erhalten), einem Eingangsportikus und einer großen Basilika im Osten (nicht erhalten). Der innere, zumindest teilweise nach oben hin offene Raumzylinder der Rotunde wurde im Westen durch einen niedrigeren Umgang auf halbrundem Grundriss mit drei Apsiden und im Osten durch eine aufgeweitete Raumsituation ergänzt, die zum Eingangsportikus überleitete. Innerer Zylinder und Anräume waren durch eine Stützenstellung geschieden, die sich aus vier Pfeilern in den Haupthimmelsrichtungen und je drei monumentalen Säulen auf rechteckigen Postamenten dazwischen zusammensetzte. Die Säulenstellung lässt auf eine konstantinische Stützenfolge von vermutlich 11 Meter Höhe schließen, die im Originalzustand durch ein waagerechtes Gebälk abgeschlossen wurde. Der Golgatha-Felsen, heutzutage innerhalb der Grabeskirche, befand sich unter freiem Himmel zwischen den beiden Gebäuden Rotunde und Basilika. Sie wurden von Eusebius akkurat beschrieben (Vita Constantini III, 34 – 40).

Die Kirche wurde im Jahre 614 bei der Eroberung Jerusalems durch den persischen Sassanidenherrscher Chosrau II. durch Feuer beschädigt, wobei das Heilige Kreuz durch den General Shahrbaraz nach Ktesiphon verschleppt wurde. 630 marschierte Kaiser Herakleios triumphierend in Jerusalem ein und brachte das Kreuz in die wiedererrichtete Grabeskirche zurück. Die frühen islamischen Herrscher beschützten die christlichen Stätten in Jerusalem, verboten ihre Zerstörung und ihre Verwendung zu Wohnzwecken. So blieb der Bau weiterhin eine christliche Kirche.

Für den Befehl zur Zerstörung der Grabeskirche bzw. für das Datum zur Zerstörung der Grabeskirche gibt es unterschiedliche Daten in verschiedenen Quellen. Der als zuverlässigster Chronist eingeschätzte Yahya von Antiochia gibt als Datum den 28. September 1009 an (umgerechnet in den heutigen Gregorianischen Kalender). Dagegen nennt z. B. Elias von Nisibis den Beginn des Jahres 400 H.(Hidschra), der 25. Ab (August) des Jahres 1320 seleukidischer Zeitrechnung, also den 31. August 1009 (umgerechnet), als Tag des Zerstörungsbefehls vom Fatimiden-Kalifen al-Hakim. Öfter wird auch – ohne genaue Quellenangabe – der 18. Oktober 1009 (umgerechnet) als „Zerstörungsdatum“ genannt.

Insbesondere wurde dabei das zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend intakte Felsengrab abgebrochen, so dass heute vom eigentlichen Grab nur Bruchstücke erhalten sind. Dieses dunkle Kapitel hängt mit Al-Ḥākim zusammen, der von 1000 bis 1021 in Kairo regierte. Er vollzog eine radikale Wendung in der Politik der herrschenden Fatimiden-Dynastie. Diese gehörten der ismailitischen Richtung der Schiiten an und hatten sich verhältnismäßig tolerant sowohl gegenüber den Sunniten als auch den nicht-islamischen Religionen gezeigt. Al-Ḥākim hingegen wollte den Untertanen seine neue Interpretation von Islam mit allen Mitteln aufzwingen. Die Christen und Juden wurden am härtesten von seiner radikalen Einstellung getroffen. Der Sultan verschärfte das Dhimmi-System, das im islamischen Recht den Status der Nichtmuslime regelte, die auch nach früherer Regelung unter anderem eine Kopfsteuer bezahlen mussten und einer Reihe von Diskriminierungen unterworfen waren.

Die Zerstörung des Heiligen Grabes bildete den Höhepunkt dieser religiösen Intoleranz. Das Ereignis löste solches Entsetzen aus, dass der Nachhall schnell das Abendland erreichte und auch dort eine ungeahnte Welle der Empörung auslöste. Die schwerwiegende Gewalttat wirkte dermaßen nach, dass sie zu einem auslösenden Moment für den Ersten Kreuzzug wurde. Beim Wiederaufbau konnten die fast vollständig erhaltenen Außenmauern und Teile der Stützenstellung wiederverwendet werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass erst damals das heutige Emporengeschoss über dem Erdgeschossumgang eingerichtet wurde, indem man die konstantinischen Säulenschäfte quer halbierte und zusammen mit den ebenfalls gekürzten Pfeilern in den Haupthimmelsrichtungen für eine nun erheblich gedrungenere Stützenreihe verwendete, die zudem als Arkatur (Bogenstellung) ausgebildet wurde. Auf jeden Fall war ab dem 11. Jahrhundert der heute bestimmende charakteristische Aufbau aus verhältnismäßig hohen Postamenten, die teilweise nach den konstantinischen Mustern nachgearbeitet waren, gedrungenen Säulen mit einer Art korinthischen Kapitellen und darüber Rundbogenarkaden, die keinerlei Profile besaßen, sondern wie aus der dicken Mauer ausgestanzt wirken, zu erleben. Im Osten war der ursprüngliche Rhythmus von Pfeilern und Säulen aufgebrochen zugunsten einer geweiteten Öffnung zu einer neu erbauten Apsis.

Als nach der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter 1099 der Bereich östlich der Rotunde um 1160/1170 durch den Anbau der heute noch bestehenden Kirche umgestaltet wurde, war die Anastasis (Ἀνάστασις, griechisch für Auferstehung), der Rundbau über dem Grab Christi, selbst von keinen gravierenden Eingriffen betroffen.

Seit einer Renovierung 1555 wechselte die Kontrolle über die Kirche zwischen den Franziskanern und den Orthodoxen, je nachdem, welche Konfession für bestimmte Zeit einen Ferman von der Hohen Pforte erhalten konnte, oft durch offene Bestechung. 1767, als man genug von den begleitenden Streitereien und Unruhen hatte, erließ die Hohe Pforte einen Ferman, der die Kirche zwischen den Parteien aufteilte. Das letzte Ferman von 1852 (Status quo 1852) bestätigte das Arrangement und ließ es zu einer permanenten Regelung werden.

Der Streit um die Schutzherrschaft über die Grabeskirche war 1853 vordergründig Auslöser des Krimkrieges um die Vorherrschaft im zerfallenden Osmanischen Reich, in dem sich Russland einerseits und das Osmanische Reich, Frankreich und Großbritannien andererseits gegenüberstanden.

Heute ist die Grabeskirche in der Hand sechs christlicher Konfessionen: Die Hauptverwaltung der Kirche haben die Griechisch-Orthodoxe, die römisch-katholische Kirche, vertreten durch den Franziskaner-Orden, und die Armenische Apostolische Kirche inne. Im 19. Jahrhundert kamen die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien, die Kopten und die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche hinzu. Sie bekamen nur einige kleinere Schreine und Aufgaben zugeteilt, die Äthiopier leben als kleine Gruppe auf einem Dach der Kirche. Dieses Deir-al-Sultan-Kloster wird jedoch von den Kopten beansprucht und ist seit 2004 einsturzgefährdet. Der Streit verhindert jedoch eine Renovierung. Protestantische Konfessionen sind in der Kirche nicht vertreten.

Wegen der Streitigkeiten verwahrt die muslimische Familie Joudeh seit mehreren Jahrhunderten die Schlüssel der Kirche und die ebenfalls muslimische Familie Nusseibeh schließt die Haupttür morgens auf und abends wieder zu. Außerdem traten die Familienmitglieder oft als Schlichter auf. Die Joudehs und Nusseibehs werden mindestens seit der Zeit Saladins mit der Kirche in Verbindung gebracht.

Die israelischen Behörden beließen die festgesetzte Aufteilung (status quo), nachdem die Altstadt nach dem Sechstagekrieg 1967 unter ihre Verwaltung kam. Die komplizierten Besitzverhältnisse erschweren bauliche Maßnahmen sehr, da jede Veränderung eine Verletzung des Status quo verursachen könnte. So steht zum Beispiel eine längst nutzlos gewordene Holzleiter an der Fassade über dem Hauptportal. Sie diente im 19. Jahrhundert den Mönchen zum Einstieg in die Kirche, wenn die Tore behördlich geschlossen waren. Seit vielen Jahrzehnten laufen Bestrebungen, sie zu entfernen, doch ist es nicht geregelt, wer dazu befugt wäre.

Nicht nur der Besitz in der Kirche ist genau geregelt, sondern auch wer wann wo wie lange beten darf. So muss zum Beispiel das Grab für die tägliche Prozession der Franziskaner von den Orthodoxen frei gemacht werden. Besonders kritisch wird die Situation immer zu Ostern, wenn alle Kirchen das Hochfest der Auferstehung feiern. Da die Katholiken selten am Termin der Ostkirche feiern, kommt es da vor allem zum Konflikt unter den Orthodoxen. So kommt es gelegentlich zu Handgreiflichkeiten zwischen Mönchen wegen der nicht eingehaltenen Gebetsordnung. Auch während der Sperrzeiten in der Nacht bleiben Mönche aller Konfessionen in der Kirche. In der Kirche gelten wegen der unumstößlichen Zeiteinteilung auch keine Sommerzeitregelungen. Im Sommer ist daher eine entsprechende Zeitverschiebung zu berücksichtigen.

Die für Christen bedeutendste Stätte der Grabeskirche ist das Heilige Grab, der überlieferte Ort des Grabes Jesu. Es ist die 14. Station des Kreuzweges. Das Heilige Grab wird von einer Rotunde überwölbt.

Überbaut ist das Heilige Grab von der Grabeskapelle, einer 1809 errichteten, im Stile des osmanischen Barock gestalteten Ädikula. Im Laufe der Zeit offenbarten Risse an den Wänden konstruktive und bauliche Mängel: Die Marmorplatten an den Seiten waren zu schwer, der verwendete Mörtel ungenügend. Nach der weiteren Beschädigung durch das Erdbeben von Jericho im Jahre 1927 war die Grabeskapelle einsturzgefährdet. 1947, im letzten Jahr ihres Mandates für Palästina, versahen die Briten die Ädikula zur vorläufigen Sicherung mit einem Stahlkorsett.

In streng vertraulichen Verhandlungen in Athen verständigten sich der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., der armenische Patriarch Nourhan Manougian sowie namens der katholischen Kirche der Kustos des Heiligen Landes, Pierbattista Pizzaballa OFM, im März 2016 darauf, die überfällige Instandsetzung der Grabeskapelle durchführen zu lassen. Griechische Restauratoren werden bis Anfang 2017 den Bau abtragen, dessen Steine ausbessern oder ersetzen und die Ädikula originalgetreu wiederaufbauen. Der Zugang der Betenden zum Heiligen Grab bleibt während der Arbeiten gewährleistet.

Neben der Grabeskapelle beinhaltet die Grabeskirche zahlreiche weitere christliche Heiligtümer. Am Salbungsstein beim Eingang der Kirche soll der Leichnam Jesu für die Bestattung vorbereitet worden sein. Je nach Zählung gilt dieser Ort als 13. Kreuzwegstation. (Eine alternative Zählung erachtet als 13. Station eine von den Franziskanern an der Via Dolorosa aufgestellte Statue der schmerzerfüllten Muttergottes, die von den Katholiken in Jerusalem mit Bezug auf das entsprechende mittelalterliche Gedicht „Stabat mater“ genannt wird, und den zugehörigen Altar.)

Rechts des Eingangs liegt der Kalvarienberg oder Golgotafelsen, der Überlieferung nach die Stelle, an der Jesus am Kreuz gestorben sein soll. Oben stehen, über steile Treppen zu erreichen, der römisch-katholische Kreuzannagelungsaltar (11. Kreuzwegstation) und der griechisch-orthodoxe Kreuzigungsaltar (12. Kreuzwegstation).

Unterhalb des Kalvarienbergs befindet sich die griechisch-orthodoxe Adamskapelle. Hier soll der Schädel Adams gelegen haben. Die Legende besagt, dass das Blut Jesu durch Felsritzen auf den Schädel geflossen sei und so Adam von der Erbsünde befreit habe. Ein Fels mit teilweise rötlicher Färbung, welcher neben der Adamskapelle zu sehen ist, soll diese Geschichte belegen.

Im Zentrum der Kirche, von der Rotunde her zugänglich, liegt das Mittelschiff mit Altar. Es wird als Katholikon bezeichnet und steht in der Obhut der griechisch-orthodoxen Kirche. An dieser Stelle befand sich nach mittelalterlicher christlicher Auffassung der Nabel der Welt. Über der Vierung sitzt eine Kuppel, die nach dem Erdbeben von 1927 gänzlich erneuert wurde. Die Mosaiken, die Christus als Pantokrator (s. die Abbildung) sowie Maria und ostkirchliche Heilige darstellen, wurden 1994 angefertigt.

Seit 1996 bekrönt eine von Paul Nagel als Lichtkreuz geschaffene und vom griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem Diodoros I. geweihte monumentale Kreuzskulptur die Kuppel des Katholikon. Es war die Initiative des Professors für Kunstgeschichte Gustav Kühnel, ein neues Kreuz zu errichten, das nicht nur der Einzigartigkeit des Ortes würdig sein sollte, sondern auch das Symbol für alle Bemühungen um die Einheit der christlichen Glaubensgemeinschaften.

Auf tieferem Niveau als der Kircheneingang befinden sich die armenisch-orthodoxe Helena-Kapelle und die römisch-katholische Kreuzauffindungskapelle. In letzterer, einer ehemaligen, direkt in den Felsen geschlagenen Zisterne, soll der Fundort des Kreuzes von Jesus liegen.

Seitlich des Altars der Helena-Kapelle führt eine weitere Treppe hinab zur Sankt-Vartan-Kapelle. Diese ist allerdings in aller Regel für Besucher unzugänglich. Entdeckt wurde dieser Ort bei Restaurierungsarbeiten in den späten 1970er Jahren. Bemerkenswert ist die Sankt-Vartan-Kapelle zum einen, weil dort die mutmaßlich letzten Reste einer hadrianischen Stützmauer zu finden sind und zum anderen, dass darauf ein Graffito angebracht ist, das ein römisches Segelschiff zeigt und die Unterschrift (übersetzt) „Gott, wir haben uns auf den Weg gemacht“. Allgemein wird angenommen, es handle sich um die Inschrift eines frühchristlichen Pilgers des 2. Jahrhunderts. Die Datierung schwankt allerdings zwischen dem späten 1. und dem frühen 4. Jahrhundert.

Im Jahre 2014 errichtete die österreichische Orgelbaufirma Rieger eine neue Chororgel für die Grabeskirche. Das Instrument hat 15 Register auf zwei Manualen und Pedal.

Nach Überzeugung der überwiegenden Mehrheit der Gelehrten ist die Grabeskirche der tatsächliche Ort der Kreuzigung und des Grabes Jesu. Zwei weitere Orte, die als Begräbnisstätte in Betracht gezogen wurden, sind das Gartengrab, ein 1867 entdecktes Felsengrab nördlich des Damaskustores, etwas außerhalb der Jerusalemer Altstadt, und das 1980 entdeckte Talpiot-Grab, ein Felsengrab fünf Kilometer südlich der Altstadt Jerusalems. Allerdings sprechen keine Indizien für diese Lokalisierungen und einiges dagegen.

Als angebliche Grabstätten Jesu verehrt werden zum einen der Schrein Roza Bal in Srinagar (Kaschmir, Indien), wo sich das Grab eines Weisen namens Yuz Asaf (= Sohn des Josef?) befindet. Zum anderen wird ein „Jesusgrab“ im Dorf Shingō (Präfektur Aomori, Japan) verehrt. Rund 30.000 Touristen besuchen es pro Jahr.

in der Reihenfolge des Erscheinens

Konkathedrale Allerheiligster Namen Jesu | Andreaskirche | Annenkirche | Christuskirche | Dominus flevit | Dormitio | Dreifaltigkeitskathedrale | Ecce-Homo-Basilika | Erlöserkirche | Gartengrab | Geißelungskapelle | Georgskathedrale | Grabeskirche | Himmelfahrtskapelle | Himmelfahrtskirche | Jakobuskathedrale | Johanneskirche | Kidane Mihiret Kirche | Kreuzkloster | Maria-Magdalena-Kirche | Mariengrab | Markuskirche | Nazarenerkirche | Nea-Kirche | Kapelle Ohnmacht Unserer Lieben Frau | Paternosterkirche | St. Maria der Deutschen | St. Peter in Gallicantu | Salvatorkirche | Kirche Schmerzen Mariä | Stephanskirche | Todesangstbasilika | Verurteilungskapelle | Viri-Galilaei-Kirche | Visitatio-Kirche

Erzbasilika: St. Johannes im Lateran

Basilicae maiores: St. Franziskus in Assisi | St. Johannes im Lateran | St. Paul vor den Mauern | St. Peter im Vatikan | Maria Maggiore in Rom | Maria von den Engeln in Assisi

Weitere päpstliche Basiliken: Hl. Haus in Loreto | St. Antonius in Padua | St. Franziskus in Assisi | St. Laurentius vor den Mauern | St. Michael in Madrid | St. Nikolaus in Bari | Maria vom Rosenkranz in Pompei

Patriarchalbasiliken: Hl. Grab in Jerusalem | St. Markus in Venedig | Mariä Himmelfahrt in Aquileia

Basilicae minores: (Listen: Deutschsprachige Länder | BeNeLux | Frankreich&nbsp mcm taschen sale;| Italien, Vatikan, San Marino | Slowakei | Spanien, Portugal | sonstige)

The Sign (Lied)

The Sign ist ein Popsong der schwedischen Gruppe Ace of Base aus dem Jahr 1993, der zu einem weiteren Charthit der Band avancierte. Musik und Text stammen von Jonas Berggren und Ulf Ekberg, Produzenten waren Douglas Carr, Jonas Berggren und Denniz PoP.

Das Lied wurde in Deutschland im Oktober 1993 veröffentlicht, während es in den USA und Großbritannien erst im Februar 1994 erschien. Der Titel wurde zu einem weltweiten Hit und wurde aus dem Album Happy Nation ausgekoppelt, das in den USA allerdings unter dem Namen The Sign vertrieben wurde.

Nach wenigen Wochen erreichte die Singleauskopplung The Sign Platz zwei in den britischen Charts, Platz eins in Deutschland und Österreich und für sechs unterbrochene Wochen Platz eins in den US-amerikanischen Billboard Hot 100. The Sign wurde der erste Nummer-eins-Hit für Ace of Base in den USA. Außerdem war es die erste Single nach Men at Works Down Under aus dem Jahre 1982, die mehrmals Platz eins erreichte.

Das Lied erreichte ebenfalls Platz eins der US-amerikanischen Jahrescharts 1994. Das Lied wurde auf Platz 51 der Billboard Hot 100 All-Time Top Songs, der bestplatzierten Songs von 1958 bis 2008, gelistet.

Die Regie zum Musikvideo führte Mathias Julin. Es zeigt die Gruppe vor großen Bildeinblendungen singend, eine Fahne wird geschwenkt. Das „Sign“, also das Zeichen, wird als ein digitalisiertes, goldenes und sich drehendes Anch mit einem darin befindlichen Djed-Pfeiler dargestellt.

Zudem wird in einzelnen Szenen eine Geschichte von einem Mann und einer Frau erzählt, bei der diese auf zwei Stühlen nebeneinander sitzen, bis der Mann geht. Er kommt mit einer Rose zurück, die er der Frau gibt und die sie auch annimmt. Die beiden halten sich kurz bei den Händen. Ein Licht scheint jedoch der Frau ins Gesicht, sie wird weggezogen. Die Rose fällt auf den zurückbleibenden Stuhl.

Das Lied wurde von The Mountain Goats gecovert. Es wurde auch in einer Episode von American Dad, der letzten der fünften Staffel, verwendet.

Jonas Berggren • Ulf Ekberg • Clara Hagman • Julia Williamson

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;border-top:1px solid #FFF;padding:.2em;background: #EEE;text-align:center;font-size:95%“>Linn Berggren • Jenny Berggren

Happy Nation • Happy Nation/The Sign • The Bridge • Flowers • Cruel Summer • Da Capo • The Golden Ratio

Singles of the 90s • Greatest Hits • The Collection/All That She Wants • Platinum & Gold Collection • The Ultimate Collection • Greatest Hits, Classic Remixes and Music Videos • Platinum & Gold

Wheel of Fortune • All That She Wants • Happy Nation • Waiting for Magic • The Sign • Don’t Turn Around • Living in Danger • Beautiful Life • Lucky Love • Never Gonna Say I’m Sorry • My Déjà Vu • Angel Eyes • Life Is a Flower • Cruel Summer • Whenever You’re Near Me • Travel to Romantis • Tokyo Girl • Donnie • Cecilia • Always Have, Always Will • Everytime It Rains • C’est la Vie (Always 21) • Hallo Hallo • Love in December • Beautiful Morning • The Juvenile • Unspeakable • Wheel of Fortune • All for You

Diskografie